MacBook unter 1.000 Euro: Apple startet Billig-Offensive mit J700

Apple plant ein günstiges MacBook unter 1.000 Euro, das mit Windows-PCs und Chromebooks konkurrieren soll. Der Start ist für 2027 vorgesehen.

Das Projekt mit dem internen Codenamen J700 befindet sich bereits in der aktiven Testphase bei Übersee-Zulieferern. Ziel ist ein Verkaufspreis deutlich unter 1.000 Euro.

Günstigere Komponenten für den Massenmarkt

Um die Kosten zu drücken, greift Apple auf bewährte Technik zurück. Das Einsteiger-Modell soll Prozessoren nutzen, die ursprünglich für das iPhone entwickelt wurden. Zudem sind günstigere LCD-Displays vorgesehen – mit einer Bildschirmdiagonale, die kleiner ausfällt als die aktuellen 13,6 Zoll des MacBook Air.

Der Start ist für die erste Jahreshälfte 2027 geplant. Damit zielt Apple gezielt auf den Bildungssektor, wo preisbewusste Kunden und Schulen bislang häufig zu Windows- oder Chrome-Geräten greifen. Aktuell ist das M4 MacBook Air Apples günstigstes Notebook – doch das soll sich mit dem J700-Projekt ändern.

Preisschübe belasten die aktuelle Produktpalette

Die Entwicklung des Spar-MacBooks fällt in eine Zeit massiver Preissteigerungen. Ende Juni 2026 erhöhte Apple die Preise für 14 verschiedene Produkte. Der erst im März 2026 gestartete MacBook Neo – ursprünglich für 599 Euro – kostet seit dem 25. Juni 699 Euro. Auch die etablierten Modelle wurden teurer: Das 512GB MacBook Air liegt nun bei 1.299 Euro, das 1TB MacBook Pro bei 1.999 Euro.

Besonders hart traf es den indischen Markt. Seit dem 1. Juli 2026 stiegen die Preise für MacBooks und iPads dort um 14 bis 70 Prozent. Das MacBook Neo kostet in Indien umgerechnet rund 870 Euro, das 13-Zoll MacBook Air schlägt mit etwa 1.630 Euro zu Buche. Analysten erwarten dennoch ein Mac-Wachstum von zehn Prozent im Jahr 2026 – die Nachfrage aus Unternehmen zeige sich preisunempfindlich.

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Speicherknappheit treibt Kosten – Konkurrenz schläft nicht

Haupttreiber der Preissteigerungen ist eine globale Verknappung von Speicherchips. KI-Rechenzentren saugen die Kapazitäten auf. Die RAM-Preise verdoppelten sich zwischen Oktober 2025 und Januar 2026. Ein 32GB DDR5-Modul kostete im dritten Quartal 2025 noch 94 Euro – im ersten Quartal 2026 waren es 282 Euro. Der Chip-Hersteller Micron, dessen Quartalsumsatz sich in diesem Zeitraum vervierfachte, rechnet mit einer anhaltenden Knappheit bis 2027.

Gleichzeitig wächst der Druck von unten: Am 30. Juni 2026 kündigte Qualcomm die Snapdragon C-Plattform an. Sie soll Windows-11-ARM-Notebooks ab 300 Euro antreiben – mit integrierten KI-Einheiten. Damit greift Qualcomm direkt Apples Wertversprechen im Bereich unter 700 Euro an.

Führungswechsel und High-End-Pläne

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Der Einstieg in den Billigmarkt ist Teil eines größeren Umbruchs bei Apple. Am 1. September 2026 übernimmt John Ternus den CEO-Posten. Er plant eine Neuaufstellung des Designteams, nachdem mehrere prominente Köpfe zu OpenAI abgewandert sind.

Am oberen Ende der Produktpalette bereitet Apple derweil ein „MacBook Ultra“ mit OLED-Touchscreen vor – Marktstart voraussichtlich Ende 2026 oder Anfang 2027. Diese Premium-Modelle sollen mit M5 Pro- und M5 Max-Chips antreten. Langfristig plant Apple, die High-End-Varianten des M6-Prozessors zu überspringen und direkt auf eine M7-Chipfamilie zu setzen, die speziell für KI-Aufgaben optimiert ist. Auch künftige Premium-Displays für iPad Pro und iMac sollen mit neuer Pixelchemie 95 Prozent des BT.2020-Farbraums abdecken.