Apple hat macOS 26.5 veröffentlicht – das Update soll kritische Stabilitätsprobleme der neuen M5-Generation beheben.
Die Aktualisierung kommt nur wenige Wochen nach dem Marktstart der M5-MacBooks und adressiert vor allem Abstürze bei der Netzwerkverwaltung. Besonders betroffen waren Nutzer von Inhaltsfilter-Erweiterungen, die in Unternehmensumgebungen weit verbreitet sind. Diese Sicherheits-Tools lösten auf den neuen M5-Geräten wiederholt Systemabstürze auf Kernel-Ebene aus – ein Problem, das Apple nun behoben haben will.
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SMB-Probleme und Display-Fehler korrigiert
Neben den Inhaltsfiltern standen auch Serververbindungen im Fokus des Updates. Das SMB-Protokoll (Server Message Block) hatte auf M5-Macs wiederholt zu Verbindungsabbrüchen geführt, wenn Nutzer auf NAS-Systeme oder Firmenserver zugreifen wollten. Apple optimierte die entsprechenden Treiber, um insbesondere in Umgebungen ohne Active Directory stabilere Verbindungen zu gewährleisten.
Ein weiteres Ärgernis: der sogenannte Black-Screen-Fehler. Nach Systemupdates blieb der Bildschirm bestimmter M5-Modelle schwarz, obwohl das Gerät eingeschaltet war. Auch dieses Problem soll macOS 26.5 beheben.
Darüber hinaus enthält das Update mehr als 50 Sicherheitspatches. Besonders kritisch: eine Lücke im Zertifikatsprozess für Mobile-Device-Management-Systeme (MDM), die Angreifern potenziell Zugriff auf verwaltete Geräte hätte verschaffen können.
Die M5-Architektur: Neuer Chip, neue Probleme?
Die Stabilitätskorrekturen fallen in eine Phase intensiver Evaluierung der M5-Plattform. Apples neues Chip-Design markiert einen deutlichen Bruch mit der bisherigen Architektur: Statt der bekannten Aufteilung in Performance- und Effizienzkerne setzt Apple nun auf „Super Cores“ und „Performance Cores“. Das M5 Pro MacBook Pro kommt mit einem 18-Kern-CPU und 20-Kern-GPU daher.
Erstmals integriert Apple zudem Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 direkt in den Chip – über den neuen N1-Co-Prozessor. Die Leistungsdaten können sich sehen lassen: Bei lokalen KI-Berechnungen sollen 80-Milliarden-Parameter-Modelle mit über 70 Tokens pro Sekunde laufen. Selbst anspruchsvolle Spiele wie Cyberpunk 2077 schaffen stabile 60 Bilder pro Sekunde in Full-HD.
Doch die Hardware-Revolution hat ihre Schattenseiten. Experten von iFixit bewerteten die Reparierbarkeit der neuen Modelle mit 5 von 10 Punkten. Zwar sind MagSafe- und USB-C-Anschlüsse nun modular verbaut, und Apple veröffentlichte Reparaturhandbücher bereits zum Verkaufsstart. Kritik gab es jedoch für das Fehlen elektrisch lösbarer Batterieklebstoffe – ein Feature, das aktuelle iPhones bereits bieten – sowie für die fortgesetzte Praxis der Software-Sperren über die „System Configuration“, die den Einsatz von Drittanbieter- oder Gebrauchtteilen erschwert.
Um die enorme Rechenleistung der neuen Super Cores auch im Arbeitsalltag voll auszuschöpfen, hilft eine effiziente Bedienung ohne langes Suchen in komplexen Menüs. Ein Apple-Experte hat die 19 nützlichsten Shortcuts zusammengestellt, mit denen Sie am Mac sofort messbar Zeit sparen. Kostenlosen Shortcut-Ratgeber jetzt herunterladen
Sicherheitslage: Foxconn-Angriff und Windows-Auslauf
Die Veröffentlichung von macOS 26.5 fällt in eine Zeit erhöhter Cyberaktivität. Erst kürzlich traf ein Ransomware-Angriff den Apple-Zulieferer Foxconn. Die Täter erbeuteten über 30 vertrauliche Apple-Dokumente, darunter Serverschemata zum Projekt „Matterhorn“. Betroffen waren Serverkonfigurationen mit Intel-Ice-Lake-Prozessoren und Nvidia-GPUs – keine direkten Daten zu Verbrauchergeräten wie iPhones oder MacBooks.
Parallel dazu treibt Microsoft die Entwicklung voran. Eine neue Windows-11-Insider-Vorschau enthält einen „Low Latency Profile“, der die CPU beim App-Start kurzzeitig auf Höchsttakt bringt und so die Startzeiten um bis zu 40 Prozent verkürzen soll. Für Mac-Nutzer, die Windows per Parallels Desktop betreiben, ist das relevant: Parallels wurde kürzlich für seine Brückentechnologie ausgezeichnet, die mittlerweile über 200.000 Windows-Anwendungen auf Apple Silicon unterstützt und von Microsoft für den Betrieb von Enterprise-Versionen autorisiert ist.
Ein wichtiger Termin für Umsteiger: Microsoft stellt den Support für Windows 10 am 13. Oktober 2026 ein. Wer auf der alten Plattform bleiben möchte, kann erweiterte Sicherheitsupdates für rund 30 Euro pro Jahr erwerben.
Ausblick: KI-Features im Herbst
Über die aktuellen Stabilitätskorrekturen hinaus plant Apple für Herbst 2026 eine umfassende KI-Offensive. Mit macOS 27 und iOS 27 soll ein Paket an „Apple Intelligence“-Barrierefreiheitsfunktionen kommen. Dazu gehören eine verbesserte VoiceOver-Funktion mit detaillierten Bildbeschreibungen sowie ein „Accessibility Reader“ zum Zusammenfassen und Übersetzen komplexer Dokumente.
Auch die Spracherkennung wird ausgebaut: Automatische Untertitel für Videos und erweiterte Eye-Tracking-Funktionen sind geplant. Besonders ambitioniert: Nutzer der Vision Pro sollen damit kompatible Elektrorollstühle steuern können – zunächst in den USA, in Partnerschaft mit Mobilitäts-Technologieunternehmen.
Für aktuelle Nutzer steht jedoch erst einmal der Umstieg auf macOS 26.5 im Vordergrund. Wer von einem älteren Windows-System auf die M5-Plattform migriert, sollte laut Apple vor der Übertragung alle Antiviren- und VPN-Programme deaktivieren, um Verbindungsfehler zu vermeiden. Bei Festplattenproblemen empfiehlt Apple, vorab das chkdsk-Tool auf dem Quell-PC laufen zu lassen.

