Mit dem neuen Betriebssystem macOS 27, das den Codenamen Golden Gate trägt, kehrt der Konzern Intel endgültig den Rücken. Die Ankündigung fiel am Montag auf der Entwicklerkonferenz WWDC in Cupertino.
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Der historische Bruch mit Intel
Seit 2020 arbeitet Apple daran, seine gesamte Mac-Produktlinie auf eigene Chips umzustellen. Nun ist der Prozess abgeschlossen. Golden Gate läuft ausschließlich auf Rechnern mit Apple Silicon – also den hauseigenen M-Prozessoren. Für Besitzer älterer Intel-Macs bedeutet das: Keine großen System-Updates mehr.
Die Situation erinnert an den Wechsel von PowerPC zu Intel vor rund zwei Jahrzehnten. Auch damals gewährte Apple seinen Kunden eine dreijährige Übergangsfrist. Wer heute noch einen Intel-Mac besitzt, bekommt mit macOS Tahoe die letzte große Aktualisierung. Sicherheitsupdates soll es dafür noch etwa zwei Jahre geben.
Welche Macs draußen sind
Die Streichliste ist überschaubar, aber schmerzhaft für Besitzer teurer Geräte. Folgende Modelle erhalten keine Unterstützung mehr:
- MacBook Pro 16 Zoll (2019)
- MacBook Pro 13 Zoll (2020, mit vier Thunderbolt-3-Anschlüssen)
- iMac (2020)
- Mac Pro (2019)
Kompatibel sind dagegen alle Macs mit M-Chips ab Baujahr 2020 – vom MacBook Air über das MacBook Pro bis zum Mac Studio und Mac Pro (2023). Auch das brandneue MacBook Neo (2026) läuft selbstverständlich mit Golden Gate.
Nur die Hälfte bekommt die volle Power
Doch Vorsicht: Nicht alle Apple-Silicon-Macs können die neuen KI-Funktionen nutzen. Apples Apple Intelligence benötigt einen M3-Chip oder neuer – und mindestens 12 Gigabyte Arbeitsspeicher. Das Basismodell des MacBook Neo mit seinen 8 GB RAM bleibt außen vor. Wer die volle KI-Power will, muss tiefer in die Tasche greifen.
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Neues Design und schnellere Apps
Optisch setzt Apple mit Golden Gate auf die Liquid-Glass-Optik, die bereits in den Vorgängerversionen eingeführt wurde. Neu ist ein globaler Transparenz-Regler, mit dem Nutzer die Durchsichtigkeit des Systems individuell anpassen können. Die Fensterdarstellung wurde verfeinert.
Apple verspricht zudem spürbare Leistungssteigerungen: Apps starten bis zu 30 Prozent schneller als unter dem Vorgänger. Die neue Siri-KI soll als Chatbot mit „Weltwissen“ auftreten und persönliche Daten geräteübergreifend nutzen können – ein deutlicher Schritt in Richtung eines echten KI-Assistenten.
Zeitplan und letzte WWDC für Tim Cook
Die Entwickler-Beta von macOS 27 steht ab sofort bereit. Im Juli folgt die öffentliche Beta, der finale Release ist für September oder Oktober geplant.
Die WWDC 2026 hatte auch eine historische Note: Es war der letzte Auftritt von Tim Cook als Apple-CEO auf dieser Bühne. Unter seiner Führung gelang der komplette Umstieg auf eigene Prozessoren – ein technologischer Kraftakt, der die Computerindustrie nachhaltig verändert hat.
Gute Nachrichten für alle, die noch auf Intel-Software angewiesen sind: Rosetta 2, die Übersetzungsschicht für Intel-Apps, bleibt in macOS 27 erhalten. Allerdings deutete Apple an, dass diese Kompatibilitätslösung nicht ewig bestehen bleiben wird.

