macOS 27: Apple beerdigt Intel-Ära endgültig

Apple stellt macOS 27 vor, das nur noch auf eigenen Chips läuft. Neue KI-Funktionen und ein überarbeitetes Design prägen das Update.

Apple hat auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC das neue Betriebssystem macOS 27 vorgestellt. Es läuft erstmals ausschließlich auf hauseigenen Chips – und beerdigt damit die Intel-Ära endgültig.

Die Entscheidung ist radikal, aber konsequent: Mit dem Update auf macOS 27, das den Beinamen „Golden Gate“ trägt, streicht Apple sämtliche Intel-basierten Macs von der Kompatibilitätsliste. Voraussetzung für die Installation ist ein M1-Chip oder neuer. Das betrifft unter anderem das 16-Zoll MacBook Pro von 2019, das 13-Zoll MacBook Pro mit vier Thunderbolt-3-Anschlüssen von 2020, den 27-Zoll iMac von 2020 sowie den Mac Pro von 2019. Für Besitzer dieser Geräte gibt es kein Upgrade mehr.

Das Ende einer Ära

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Der Schritt markiert den Schlusspunkt einer Entwicklung, die Apple bereits 2005 mit dem Umstieg von PowerPC auf Intel begann. Der technische Grund für den harten Schnitt liegt auf der Hand: Die neuen KI-Funktionen des Systems benötigen einen dedizierten Neural Engine, der in Intel-Chips nicht verbaut ist. Zwar will Apple Sicherheitsupdates für das Vorgängersystem macOS 26 Tahoe noch bis etwa Herbst 2028 bereitstellen – doch der Zug in die Zukunft ist abgefahren.

Noch bedeutsamer für viele Nutzer: Mit der erwarteten Version macOS 28 Ende 2027 soll auch die Übersetzungsschicht Rosetta 2 wegfallen. Sie erlaubt es bislang, Intel-Apps auf Apple-Silicon-Rechnern auszuführen. Rund 18.800 Anwendungen wären von diesem Schritt betroffen. Ein Datum, das Anwender älterer Software im Blick behalten sollten.

Siri wird zur KI-Zentrale

Das Herzstück von macOS 27 ist die tiefere Integration von „Apple Intelligence“. Siri erscheint als eigenständige App mit einer Chatbot-Oberfläche, die sowohl Text- als auch Spracheingabe unterstützt. Der Sprachassistent verfügt nun über eine „Bildschirmerkenntnis“: Er kann Inhalte verstehen, die der Nutzer gerade sieht – etwa PDF-Dokumente vergleichen oder Informationen aus geöffneten Fenstern zusammenfassen.

Auch die Spotlight-Suche wurde grundlegend überarbeitet. Eine neue „Suchen oder Fragen“-Oberfläche nutzt eine verbesserte Indexierungs-Infrastruktur, um Ergebnisse aus Mails, Fotos und lokalen Dateien schneller und präziser zu liefern. Während grundlegende KI-Funktionen auf allen Apple-Silicon-Macs laufen, benötigen einige erweiterte Features einen M3-Chip oder neuer sowie mindestens 12 Gigabyte Arbeitsspeicher.

Weitere Neuerungen: Safari erhält eine automatische Tab-Gruppierung und kann Texterweiterungen generieren. Die „Image Playground“-Funktion erlaubt das Erstellen und Bearbeiten von Bildern direkt im System.

Flüssigeres Glas, schnellere Performance

Optisch führt Apple die Designsprache „Liquid Glass“ fort. Der auffälligste Unterschied: Ein globaler Transparenz-Regler erlaubt es Nutzern erstmals, die Durchlässigkeit der Oberfläche manuell einzustellen. Dazu kommen weichere Schatten, standardisierte Fensterecken und randlose Seitenleisten mit überarbeiteten farbigen Symbolen.

Die Leistungsdaten können sich sehen lassen: Apps starten laut Apple bis zu 30 Prozent schneller, Fotos erscheinen in der Bibliothek bis zu 70 Prozent schneller. AirDrop überträgt Daten mit einer um bis zu 80 Prozent gesteigerten Geschwindigkeit, Dateitransfers auf externe Laufwerke sind bis zu fünfmal flotter. Für Profis gibt es zudem Unterstützung für 5K-Auflösung bei 120 Hertz auf Ultra-Wide-Displays.

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Verfügbarkeit und ein Abschied

Die WWDC-Präsentation am 8. Juni 2026 hatte auch eine historische Note: Es war Tim Cooks letzter Auftritt als CEO auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz. Unmittelbar nach der Ankündigung wurde eine Entwickler-Beta von macOS 27 Golden Gate freigegeben. Eine öffentliche Beta soll im Juli folgen, die finale Version wird voraussichtlich im September 2026 für alle Nutzer bereitstehen.

Neben den bereits genannten Modellen bestätigte Apple die Kompatibilität für das neue MacBook Neo (2026) sowie für alle älteren Apple-Silicon-Geräte: MacBook Air und Pro (2020 und neuer), iMac (2021 und neuer), Mac mini (2020 und neuer), Mac Studio (2022 und neuer) sowie Mac Pro (2023 und neuer).