Apples Chip-Offensive stockt: Lieferengpässe beim Arbeitsspeicher verschieben den M5-Launch. Gleichzeitig bereitet der Konzern mit macOS 27 den radikalen Abschied von Intel vor.
M4-Serie: Die aktuelle Generation im Überblick
Die Integration der M4-Chips hat Apple in diesem Jahr auf breiter Front vorangetrieben. Das MacBook Air mit M4-Prozessor bietet eine 10-Kern-CPU und eine 10-Kern-GPU, unterstützt von einer 16-Kern-Neural Engine mit 38 Billionen Operationen pro Sekunde. Die Leistung liegt laut Apple um 25 Prozent über der CPU-Performance des Vorgängers, bei der GPU sind es sogar 33 Prozent. Erstmals startet die Basisversion mit 16 Gigabyte RAM, aufrüstbar bis 32 GB.
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Im Desktop-Bereich setzt der Mac mini auf M4 und M4 Pro – in einem kompakten Gehäuse, das kaum größer ist als eine Apple TV. Die M4-Pro-Variante bietet bis zu 20 GPU-Kerne, maximal 64 GB Arbeitsspeicher und bis zu 8 TB Speicherplatz. Thunderbolt 5 ist den High-End-Modellen vorbehalten, die Standardversion begnügt sich mit Thunderbolt 4.
Lieferkrise: Warum der M5 später kommt
Die Markteinführung der M5-Serie verzögert sich. Statt im Sommer wird der M5 Mac mini nun für Oktober oder November 2026 erwartet. Grund ist eine weltweite Knappheit bei DRAM- und NAND-Flash-Speichern.
Die Ursache: KI-Beschleuniger binden massive Produktionskapazitäten. Analysten rechnen daher mit steigenden Speicherpreisen in der zweiten Jahreshälfte. Für die neuen M5-Desktop-Modelle könnte das einen Aufpreis von rund 90 Euro bedeuten.
Trotz der Verzögerung stimmen die Leistungsdaten hoffnungsvoll: Der M5 Pro erreichte im Geekbench 6 einen Multi-Core-Score von 26.427 Punkten – ein deutlicher Sprung nach oben. Der Chip soll im 3-Nanometer-N3P-Verfahren mit 3D-Stacking-Technologie gefertigt werden und voraussichtlich im MacBook Pro sowie der Vision Pro zum Einsatz kommen.
M6 und Touch-Displays: Apples nächster großer Wurf?
Die langfristige Roadmap deutet auf einen grundlegenden Wandel hin. Insider sprechen von einer neuen High-End-Kategorie namens MacBook Ultra, die Ende 2026 oder 2027 auf den Markt kommen könnte. Das Gerät soll den M6-Chip erhalten und mit einem touchfähigen OLED-Display sowie einer Dynamic-Island-Oberfläche ausgestattet sein.
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Die Vorbereitungen für Touch-Bedienung laufen bereits auf Software-Ebene. Entwicklerdokumente zeigen, dass native Anwendungen wie Sidecar, Safari und Mail für Touch-Interaktionen optimiert werden. Das gesamte Ökosystem scheint auf die neue Hardware eingestellt zu werden.
macOS 27: Das Ende einer Ära
Mit macOS 27, intern „Golden Gate“ genannt, vollzieht Apple den radikalen Schnitt. Das Update, das im Herbst 2026 erscheint, unterstützt ausschließlich Apple Silicon.
Die wichtigsten Neuerungen:
– Rosetta 2 wird entfernt: Die Übersetzungsschicht für Intel-Apps fällt weg.
– Touch-Optimierung: Abgerundete Ecken und angepasste Seitenleisten bereiten die Oberfläche auf Touch-Eingaben vor.
– Neue Sucharchitektur: Spotlight, Fotos und Mail erhalten eine schnellere Suchbasis.
Der nächste Schritt folgt im Herbst 2027: macOS 28 wird voraussichtlich keine Intel-Apps mehr unterstützen – mit möglicher Ausnahme älterer Spiele. Sicherheitsupdates für die verbliebenen Intel-Macs sollen noch bis September 2029 bereitgestellt werden.

