Am 7. Juli verteilte der Konzern die dritte Entwickler-Beta von macOS 27 (Codename „Golden Gate“) sowie die vierte öffentliche Beta von macOS Tahoe 26.6. Die Neuerungen markieren einen grundlegenden Wandel hin zu KI-gestützten Funktionen und dem schrittweisen Auslaufen alter Systeme.
macOS 27 setzt voll auf Künstliche Intelligenz
Die dritte Beta von macOS 27 Golden Gate bringt weitere Verfeinerungen der Liquid-Glass-Oberfläche und der KI-Werkzeuge von Apple. Dazu gehören „Visual Intelligence“ sowie eine überarbeitete Siri-KI, die plattformübergreifend arbeitet. Das Tool „Image Playground“ ermöglicht die Erstellung fotorealistischer Bilder und Bildbearbeitung – allerdings mit der Einschränkung, dass keine Bilder realer Personen generiert werden dürfen.
Ein entscheidender Punkt: macOS 27 unterstützt keine Intel-Macs mehr. Das System läuft ausschließlich auf Apple Silicon. Zwar funktioniert die Software auch auf älteren M-Chips, doch für die vollen KI-Fähigkeiten sind mindestens ein M3-Prozessor und 12 GB RAM nötig. Ältere Apple-Silicon-Geräte erhalten nur einen eingeschränkten Basissatz an KI-Funktionen.
Überraschende Entdeckung: Tests auf M1-basierten Mac Mini-Systemen zeigen deutliche Leistungssteigerungen. Die Geschwindigkeit beim Öffnen von Anwendungen stieg um bis zu 30 Prozent, die AirDrop-Übertragungsraten verbesserten sich um rund 70 Prozent. Die erste öffentliche Beta von Golden Gate wird für Mitte bis Ende Juli erwartet, die finale Version soll im Herbst erscheinen.
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Das Ende von HFS+ und Rosetta naht
Apple hat weitreichende Änderungen für macOS 28 im Jahr 2027 angekündigt. Die kommende Version wird keine verschlüsselten Mac-OS-Extended-Volumes (HFS+) mehr unterstützen. Unverschlüsselte HFS+-Laufwerke bleiben kompatibel, doch Nutzer mit verschlüsselten Volumes müssen ihre Daten entweder entschlüsseln oder die Laufwerke auf das APFS-Format umstellen.
Bereits macOS 26 zeigt Warnmeldungen an, wenn es betroffene Laufwerke erkennt. Zudem steht Rosetta, die Übersetzungsschicht für Intel-Apps auf Apple Silicon, vor dem Aus. Mit macOS 28 im Jahr 2027 soll die Kompatibilitätsschicht endgültig eingestellt werden.
Aktuelle Sicherheitsupdates und Wartung
Parallel zur Entwicklung der nächsten Generation pflegt Apple seine aktuellen Systeme. Am 7. Juli erschienen die vierten öffentlichen Betas für macOS Tahoe 26.6, iOS 26.6 und watchOS 26.6. Das macOS-Update enthält eine neue Anti-Snatching-Sicherheitsfunktion sowie ein Benachrichtigungssystem, das Nutzer warnt, wenn sie das Limit für blockierte Kontakte erreicht haben.
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Bereits am 29. Juni hatte Apple macOS Tahoe 26.5.2 veröffentlicht. Dieses Update sollte gezielt KI-beschleunigte Sicherheitsbedrohungen abwehren. Es schloss Lücken im Kernel, WebKit und WebRTC-Framework. Obwohl Apple auf die Möglichkeit schnellerer Ausnutzung durch neue Hacking-Tools hinwies, gab es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Berichte über aktive Angriffe.
Zur Unterstützung des Plattformwechsels aktualisierte Apple außerdem den Windows-Migrationsassistenten auf Version 3.0.2.1. Das Tool, das macOS Sonoma 14.4 oder neuer sowie mindestens Windows 10 voraussetzt, hilft Nutzern beim Umzug von PCs auf Mac-Hardware.
Unternehmenslösungen und Cloud-Support
Im Unternehmensbereich unterstützen Amazon EC2 Mac Dedicated Hosts weiterhin verschiedene macOS-Versionen, darunter 14.3, 13.6.4 und 12.7.3. Für Firmware-Updates auf diesen dedizierten Instanzen müssen Administratoren bestehende Instanzen stoppen oder beenden, um den Aktualisierungsprozess auszulösen. Diese Cloud-Umgebungen ermöglichen Entwicklern das Testen von Software über mehrere macOS-Generationen hinweg – während Apple konsequent auf die reine Apple-Silicon-Zukunft zusteuert.

