macOS 27: Apple sperrt Linux-Nutzer aus – Asahi Linux blockiert

Apple beendet mit macOS 27 die Intel-Ära und blockiert Linux-Dual-Boot. Asahi Linux wird unsichtbar, Entwickler raten vom Update ab.

Die Entwickler-Beta von macOS 27 bringt eine radikale Wende: Apple beendet die Intel-Ära und sperrt gleichzeitig Linux-Nutzer aus. Das Update sorgt für massive Kompatibilitätsprobleme mit Asahi Linux – und könnte das Ende der beliebten Dual-Boot-Lösung auf Apple Silicon bedeuten.

Am Montag veröffentlichte Apple die erste Entwickler-Beta von macOS 27 mit dem Codenamen „Golden Gate“. Die neue Version, die auf der WWDC 2026 am Sonntag angekündigt wurde, bringt eine „Liquid Glass“-UI-Transparenzregler und tiefe Siri-KI-Integration. Doch für die Linux-Community hat das Update weitreichende Folgen.

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Asahi Linux wird unsichtbar

Die Entwickler von Asahi Linux schlugen am Montag Alarm: Die neue Beta macht Linux-Partitionen für den nativen Boot Picker und die Startup-Disk-Systemsteuerung unsichtbar. Ein Booten von Asahi Linux ist damit nicht mehr möglich. Zwar betonen die Projektmitarbeiter, dass die Nutzerdaten intakt bleiben – doch der Zugriff auf das Betriebssystem ist blockiert.

Die Entwickler raten dringend vom Update ab und haben einen offiziellen Bug-Report (FB22994760) bei Apple eingereicht. Ob es sich um einen Fehler oder eine bewusste Entscheidung handelt, bleibt offen.

Mit macOS 27 zieht Apple endgültig einen Schlussstrich unter die Intel-Ära. Das neue Betriebssystem setzt zwingend Apple Silicon voraus, die fortschrittlichsten KI-Funktionen benötigen sogar einen M3-Chip oder neuer mit mindestens 12 GB RAM. Für ältere Macs ist damit endgültig Schluss.

KI-Editoren erobern den Markt

Während Apple die Türen schließt, öffnen sich anderswo neue Möglichkeiten. Die erste Juniwoche brachte eine Welle neuer KI-gestützter Entwicklungswerkzeuge.

Am Montag veröffentlichte das Unternehmen Cognition die Dokumentation für Devin Desktop IDE. Die neue Entwicklungsumgebung ist für Linux, Windows und macOS verfügbar und bietet KI-gestützte Codegenerierung, integrierte Terminal-Workflows und MCP-Server (Model Context Protocol). Entwickler können Einstellungen aus Visual Studio Code und Cursor importieren.

Bereits am Sonntag erschien Odysseus, ein quelloffener KI-Arbeitsplatz unter MIT-Lizenz. Die Plattform unterstützt lokale Modelle wie llama.cpp und Ollama sowie externe APIs. Mit Funktionen für autonome Agenten und Deep-Research-Fähigkeiten hat das Projekt bereits über 62.000 GitHub-Sterne eingesammelt.

Microsoft zieht nach

Auch Microsoft rüstet auf. Im Mai und Anfang Juni führte Visual Studio Code stabile Vorschauen für „Agents Windows“ ein und implementierte „Air-Gapped BYOK“ (Bring Your Own Key), um Chat-Funktionen von GitHub OAuth zu entkoppeln. Seit dem 1. Juni 2026 gilt zudem ein neues nutzungsbasiertes Abrechnungsmodell für GitHub Copilot.

Klassische Editoren im Aufwind

Doch nicht nur KI-Tools bewegen sich. Auch traditionelle Editoren melden bedeutende Fortschritte:

  • Pragtical 3.12 (9. Juni): Der extrem leichte Editor mit nur etwa 50 MB RAM-Verbrauch führt einen modularen Rendering-Stack und ein optionales SDL-basiertes GPU-Backend für hardwarebeschleunigte Darstellung ein.
  • Gram Editor 2.2.0 (8. Juni): Unterstützt nun SHA-256-Objekt-Repositories und behebt Performance-Probleme mit Git-CPU-Auslastung und Wayland-FIFO-Interferenzen.
  • Flatpak 1.18 (8. Juni): Das Linux-Sandboxing-Framework unterstützt jetzt AMD /dev/kfd und VA-API für Intel Xe GPUs – ein Gewinn für containerisierte Entwicklungswerkzeuge.
  • BBEdit 16.0.1 (8. Juni): Der macOS-Editor erhält über 30 Fehlerbehebungen, darunter Probleme mit Notebook-Suchen und der Markdown-Bearbeitung.

Phishing-Kampagne zielt auf Entwickler

Während die Werkzeuge leistungsfähiger werden, steigen auch die Risiken. Sicherheitsforscher haben eine Phishing-Kampagne aufgedeckt, die sich gezielt gegen Programmierer richtet. Die Gruppe UNK_DeadDrop verschickte im April und Mai 2026 über 250 Phishing-E-Mails an fast 100 Organisationen, vor allem Technologie- und Kryptofirmen in den USA.

Die Angreifer nutzten gefälschte Programmieraufgaben mit einer schädlichen „tasks.json“-Datei. Beim Öffnen in Editoren wie VS Code oder Cursor führt die Datei Schadcode aus, der Login-Daten stiehlt und auf Kryptowallets wie MetaMask und Exodus zugreift. Auf macOS- und Linux-Systemen setzte die Kampagne einen „Go-RAT“ über das Overlord-Framework ein.

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Proton Drive kommt auf Linux

Gute Nachrichten für Linux-Nutzer: Proton bestätigte am Sonntag die Entwicklung eines nativen Linux-Clients für Proton Drive. Der Client basiert auf einem neuen SDK, das laut Unternehmensangaben dreimal schnellere Uploads und viermal schnellere Verschlüsselung bietet. Ein Veröffentlichungsdatum steht noch nicht fest, doch Proton kündigte an, dass der Client später mit dem KI-Assistenten Lumo integriert werden soll.

Ebenfalls am Sonntag erschien Plover 5.0.0 als Entwicklungsversion. Die quelloffene Stenografie-Software migriert auf Python 3.13 und führt einen universellen macOS-Installer ein, der sowohl Intel- als auch Apple-Silicon-Macs unterstützt – trotz der radikalen Änderungen in macOS 27.