Apple hat die erste öffentliche Beta von macOS 27 veröffentlicht – mit künstlicher Intelligenz und einem neuen Design.
Der Codename der neuen Betriebssystemversion lautet „Golden Gate“. Seit dem 13. und 14. Juli können Tester die Software herunterladen. Voraussetzung: ein Mac mit Apple Silicon. Intel-Macs werden von diesem Update nicht mehr unterstützt. Das Unternehmen hat den Support für die ältere Prozessorarchitektur mit diesem Release endgültig eingestellt.
iPhone-Spiegelung und bessere Vernetzung
Ein zentrales Feature des Updates ist die verbesserte iPhone-Spiegelung. Nutzer können ihr Smartphone direkt vom Mac-Desktop aus bedienen. Die Funktion wurde laut ersten Tests zuverlässiger gemacht – auch wenn es gelegentlich zu Verbindungsabbrüchen kommt. Technische Analysen zeigen: Probleme treten vor allem bei aktiven VPN-Verbindungen, unterschiedlichen WLAN-Netzen oder restriktiven AirPlay-Einstellungen auf.
Die Spiegelung ist Teil einer umfassend überarbeiteten Suchfunktion und eines schnelleren AirDrop. Die Übertragungsgeschwindigkeit zwischen Apple-Geräten soll um rund 80 Prozent gestiegen sein. Besonders für Nutzer, die regelmäßig Mediendateien zwischen iPhone und Mac austauschen, dürfte das eine deutliche Erleichterung sein.
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KI-gestützte Fotobearbeitung
Die Fotos-App erhält mit macOS 27 mehrere generative KI-Werkzeuge. Sie firmieren unter dem Begriff „Apple Intelligence“ und heißen „Clean Up“, „Reframe“ und „Extend“. Mit ihnen lassen sich unerwünschte Objekte aus Bildern entfernen oder Bildausschnitte per Sprachbefehl anpassen.
Die kreativen Funktionen werden von einer neuen, eigenständigen Siri-App unterstützt. Die Sprachassistentin nutzt Apples Foundation Models in Kombination mit Gemini-Technologie – und läuft Berichten zufolge auf Nvidia-Grafikprozessoren in der Google Cloud. Für Entwickler und Kreative gibt es zudem einen Safari-Erweiterungs-Baukasten sowie Shortcuts, die komplexe Bearbeitungsschritte per natürlicher Sprache automatisieren.
„Liquid Glass“: Das neue Design
Die Benutzeroberfläche von macOS 27 wurde optisch grundlegend überarbeitet. Apple nennt den neuen Stil „Liquid Glass“. Eine wichtige Neuerung: ein Transparenz-Regler. Damit können Nutzer die Deckkraft von Fenstern und Seitenleisten individuell einstellen – was die Lesbarkeit verbessern soll.
Das Design vereinheitlicht zudem die Eckenradien und führt eine neue Menüleisten-Schaltfläche für Hintergrund-Apps ein. Tester, die das System auf M5-MacBook-Pro- und MacBook-Air-Modellen ausprobiert haben, berichten, dass die früheren Sichtbarkeitsprobleme behoben seien. Neu ist auch „Siri Expressive Voices“ – fünf verschiedene Sprechgeschwindigkeiten und Ausdrucksstufen für die Sprachassistentin.
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Tempo-Sprung und Ausblick
Der Wechsel auf macOS 27 bringt deutliche Leistungssteigerungen. Interne Messungen zeigen: Apps starten bis zu 30 Prozent schneller, und die Aktualisierung der Fotomediathek läuft um 70 Prozent flotter.
Die öffentliche Beta steht allen Mitgliedern des Apple Beta Software Programms zur Verfügung. Der aktuelle Build läuft auf neueren M-Serie-Macs stabil – dennoch empfehlen Entwickler die Installation auf einem Zweitgerät. Grund: Die Apple-Intelligence-Funktionen befinden sich noch im Beta-Stadium. Die finale Version von macOS 27 Golden Gate soll im Herbst 2026 erscheinen, voraussichtlich zwischen September und Oktober.

