macOS 27: Apple verabschiedet sich endgültig von Intel-Chips

Apple kündigt macOS 27 an, das nur noch auf M-Chips läuft. Die WWDC 2026 bringt zudem Liquid Glass 2.0 und eine tiefe KI-Integration mit Google Gemini.

Apple zieht einen Schlussstrich unter die Intel-Ära. Mit macOS 27 wird das Betriebssystem exklusiv für die hauseigenen M-Chips erscheinen.

Der Schritt ist ein Meilenstein in der Strategie des Konzerns aus Cupertino. Seit dem ersten M1-Chip im Jahr 2020 hat Apple seine Macs schrittweise von Intel-Prozessoren auf die eigene ARM-Architektur umgestellt. Mit dem kommenden Betriebssystem, das voraussichtlich auf der WWDC am 8. Juni 2026 vorgestellt wird, fällt nun auch der Software-Support für die alten x86-Chips. Das erlaubt es den Entwicklern, den Code radikal zu verschlanken und auf die spezifischen Stärken der M-Serie zu optimieren.

Liquid Glass 2.0: Mehr Klarheit, weniger Spielerei

Ein zentrales Feature von macOS 27 wird die überarbeitete Benutzeroberfläche Liquid Glass 2.0 sein. Die erste Version, die mit macOS 26 (Tahoe) eingeführt wurde, hatte bei Profi-Anwendern gemischte Reaktionen hervorgerufen. Kritik gab es vor allem an der Lesbarkeit von Texten vor transparenten und schattierten Hintergründen. Apple hat offenbar nachgebessert: Die neuen Effekte sollen dezenter ausfallen und die Bedienung klarer machen.

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Doch die Veränderungen gehen tiefer. Künstliche Intelligenz wird zum Dreh- und Angelpunkt des Systems. Insider wie Mark Gurman von Bloomberg berichten, dass Siri ein massives Update erhält. Die Sprachassistentin soll künftig auf die Chatbot-Technologie von Googles Gemini zurückgreifen können. Zudem plant Apple offenbar, Siri und die Suchfunktion Spotlight zu einer einzigen, intelligenten Schnittstelle zu verschmelzen.

macOS 26.5 Tahoe: Die letzte Brücke

Bevor der große Sprung kommt, hat Apple erst am 11. Mai 2026 das Update auf macOS 26.5 (Tahoe) veröffentlicht. Es bringt einige praktische Neuerungen, die zeigen, wohin die Reise geht.

Ein besonders kurioses Problem wurde damit gelöst: Der Einschaltknopf des M4 Mac mini saß an einer unglücklichen Stelle. Nun gibt es in den Systemeinstellungen eine Option namens „Stromsteuerung“. Damit lassen sich Mac mini, Mac Studio und iMac so konfigurieren, dass sie automatisch starten, sobald sie an eine Stromquelle angeschlossen werden. Das ermöglicht auch den Einsatz externer Schalter für den Rechnerstart.

Auch der App Store und Apple Maps wurden überarbeitet. Außerhalb der USA und Singapurs gibt es nun ein neues Abo-Modell mit monatlichen Zahlungen bei zwölfmonatiger Bindung. Apple Maps zeigt jetzt „Vorschläge für Orte“ an – ein erster Schritt für die geplante Einführung von Werbung im Kartendienst, die für den Sommer 2026 erwartet wird.

Ein wichtiger Schritt für die Kommunikation: macOS 26.5 unterstützt nun Ende-zu-Ende-verschlüsseltes RCS-Messaging. Die Funktion befindet sich derzeit bei ausgewählten Anbietern in der Beta-Phase und bringt den Mac auf den gleichen Stand wie iOS 26.5 und iPadOS 26.5.

69 Sicherheitslücken geschlossen

Das Update vom 11. Mai war auch ein großes Sicherheitspaket. Insgesamt 69 Schwachstellen wurden behoben. Erstmals tauchten dabei zwei Sicherheitslücken auf, die mit dem KI-Unternehmen Anthropic und dessen Modell Claude in Verbindung stehen (CVE-2026-28942 und CVE-2026-28952). Apple betonte, dass derzeit keine dieser Lücken aktiv ausgenutzt werde.

Die Sicherheitsbemühungen der 26er-Reihe sind konsequent. Bereits im März hatte Version 26.4 einen Kopier- und Einfügeschutz für das Terminal eingeführt. Das System warnt Nutzer, wenn sie versuchen, potenziell gefährliche Befehle aus der Zwischenablage einzufügen. Auch für ältere Hardware gab es Updates: macOS Sequoia (Version 15.7.7) schloss unter anderem Pufferüberläufe in den Dateisystemen APFS und SMB sowie Speicherlecks im Kernel.

Hardware-Markt unter Druck: Speicher wird zum Luxusgut

Die Software-Entwicklung findet in einem schwierigen Marktumfeld statt. Die Preise für DRAM- und NAND-Speicher sind im zweiten Quartal 2026 um rund 50 Prozent gestiegen. Das hat direkte Auswirkungen auf Apples Hardware-Strategie. Bereits Anfang Mai stellte das Unternehmen das Einstiegsmodell des M4 Mac mini mit 256 GB Speicher ein. Der Einstiegspreis liegt nun bei 799 Euro.

Die Lieferketten sind angespannt. Wer heute einen M4 Pro Mac mini bestellt, muss mit einer Wartezeit von etwa drei Monaten rechnen. Beim M4 Max Mac Studio sind es rund 70 Tage. Der Gebrauchtmarkt für ältere M-Maschinen boomt: Ein gebrauchtes M4 Max MacBook Pro wechselte Anfang des Monats für rund 1.501 Euro den Besitzer.

Der Speicher-Engpass betrifft nicht nur Verbraucher. Manager von Micron warnen, dass die Knappheit zu einem strategischen Problem für Rechenzentren werde. GPUs, die für KI-Skalierung genutzt werden, könnten nicht effizient arbeiten. Der Anteil der Speicherkosten an den Gesamtausgaben für KI-Infrastruktur könnte laut Branchenanalysten bis Jahresende auf 30 Prozent steigen.

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Ausblick: Die letzte Frist für Intel-Nutzer

Mit die offiziellen Vorstellung von macOS 27 auf der WWDC-Keynote am 8. Juni 2026 wird Apple voraussichtlich auch den Fahrplan für das Ende des Intel-Supports bestätigen. Die breite kommerzielle Veröffentlichung des neuen Betriebssystems wird für September 2026 erwartet. Für Unternehmen, die noch auf Intel-Hardware setzen, ist das die letzte Gelegenheit, den Umstieg auf die M-Serie zu planen.

Apple treibt die Integration von KI weiter voran – unter anderem durch die Partnerschaft mit Google. Das Zusammenspiel von maßgeschneiderter Hardware und optimierter Software wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Die kommenden Monate werden zeigen, ob das Unternehmen die Lieferketten-Probleme in den Griff bekommt und das Liquid-Glass-Interface den Ansprüchen der Profis gerecht wird.