Apple hat das neue Betriebssystem macOS 27 Golden Gate veröffentlicht, das eine tiefgreifende Systemintegration von Apple-Intelligence-Funktionen einführt.
Zu den zentralen Neuerungen gehören eine KI-gestützte Siri-Integration in der Spotlight-Suche, eine neue eigenständige Siri-Applikation sowie fortschrittliche Werkzeuge zur generativen Bildbearbeitung innerhalb der Fotos-App. Zeitgleich mit macOS 27 erschienen auch die neuen Versionen iOS 27, iPadOS 27, watchOS 27, visionOS 27 und tvOS 27.
Hardware-Anforderungen und das Ende der Intel-Ära
Die Veröffentlichung von macOS 27 markiert einen bedeutenden Einschnitt in der Hardware-Unterstützung des Unternehmens. Das Betriebssystem steht kostenlos für alle Macs mit Apple-Silicon-Prozessoren zur Verfügung, beginnend mit dem M1-Chip oder neueren Modellen. Intel-basierte Macs werden hingegen nicht mehr unterstützt. Dies ist die erste macOS-Version seit Mitte der 2000er-Jahre, die keinen Support mehr für Intel-Hardware bietet.
Zudem wurde bekannt, dass Golden Gate die letzte Version des Betriebssystems sein soll, die Rosetta zur Übersetzung von Anwendungen für verschiedene Prozessorarchitekturen enthält.
Die Nutzung von Apple Intelligence setzt spezifische Hardware voraus: Neben den Macs und iPads mit mindestens einem M1-Chip ist die Technologie auf dem iPhone 15 Pro, dem iPhone 15 Pro Max sowie dem iPhone 16 oder neueren Modellen lauffähig. Für das iPad mini ist mindestens der A17 Pro-Chip erforderlich.
Erweiterte Siri-Funktionen und regionale Verfügbarkeit
Die neue Siri-Generation startet zunächst als Beta-Version in englischer Sprache. Für den kommenden Monat ist die Unterstützung weiterer Sprachen wie Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch geplant.
Die KI-gestützte Assistenz ist nun direkt in die Spotlight-Suche integriert und ermöglicht über die Funktion „Suchen oder Fragen“ auch die Einbindung von Google Gemini. Eine neue Siri-App erlaubt zudem den Abgleich via iCloud sowie den Austausch von Dateien per Drag-and-drop.
In der Europäischen Union ist der Einsatz von Siri AI auf dem Mac und der Vision Pro unter Verwendung einer unterstützten Sprache möglich. Für iOS, iPadOS und watchOS steht die Funktion in der EU vorerst jedoch nicht zur Verfügung. In China sind Apple Intelligence und die damit verbundenen Funktionen gänzlich deaktiviert.
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Die technischen Anforderungen für fortgeschrittene KI-Modelle sind hoch: Während das Modell AFM 3 Core direkt auf dem Gerät läuft, setzt die Version AFM 3 Core Advanced einen M3-Chip sowie mindestens 12 GB Arbeitsspeicher voraus. Für die erweiterten Sprachoptionen von Siri AI ist diese Hardware-Kombination ebenfalls zwingend erforderlich.
Leistungssteigerungen und funktionale Neuerungen
Apple gibt an, dass durch die Optimierungen in macOS 27 erhebliche Performance-Gewinne erzielt wurden. In internen Tests starteten Applikationen bis zu 30 Prozent schneller, während die Fotos-App eine Geschwindigkeitssteigerung von 70 Prozent aufwies. Die Datenübertragung via AirDrop soll um 80 Prozent beschleunigt worden sein. Für iPad-Nutzer, die externe USB-4-Laufwerke verwenden, beschleunigten sich Dateioperationen demnach um das Fünffache.
Innerhalb der Fotos-App wurde das Werkzeug „Clean Up“ verbessert, das nun einen Fast- sowie einen High-Quality-Modus bietet. Ein neues „Extend-Tool“ und die Funktion „Spatial Reframing“ für 3D-Ansichten erweitern die Bearbeitungsmöglichkeiten. Zudem können Diashows nun als Video exportiert werden, und iCloud Shared Albums unterstützen die volle Auflösung sowie den Zugriff über Android- und Windows-Systeme via Webbrowser.
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Das visuelle Design wurde durch einen Transparenz-Slider für das sogenannte „Liquid Glass“-Design in den Systemeinstellungen ergänzt. Rezensenten wie Andrew Cunningham von Ars Technica merkten an, dass Golden Gate viele Darstellungsprobleme der Vorgängerversion behoben habe, wiesen jedoch auf den hohen Speicherbedarf des neuen Systems hin.
Infrastruktur und zukünftige Entwicklung
Die serverbasierten KI-Dienste von Apple unterliegen täglichen Nutzungslimits. Es gibt Hinweise darauf, dass ein erweiterter Zugang zu diesen Funktionen in Zukunft kostenpflichtig werden könnte. Für die Vorgängerversionen Sequoia und Tahoe wird erwartet, dass die Sicherheitsupdates im Herbst 2027 beziehungsweise im Jahr 2028 enden.
Kurz nach dem offiziellen Launch von macOS 27.0 hat Apple bereits die erste Beta-Version von macOS 27.2 für Entwickler freigegeben. In diesem kommenden Update sollen Funktionen zurückkehren, die in der Release-Version zunächst entfernt worden waren, darunter kontextbasierte Handlungsvorschläge in der Nachrichten-App sowie die automatische Aktualisierung kompromittierter Passwörter im Safari-Browser.
Mehr zum Thema bei MacRumors: „Apple Seeds First macOS Golden Gate 27.2 Beta to Developers“

