Apples neues Betriebssystem macOS 27 Golden Gate bereitet Entwicklern und Early Adopters erhebliche Schwierigkeiten. Seit der Ankündigung auf der WWDC am 12. Juni häufen sich Berichte über Startprobleme, Inkompatibilitäten und Hardwareausfälle.
Asahi Linux von Boot-Auswahl ausgeschlossen
Besonders hart trifft es Nutzer alternativer Betriebssysteme. Die Entwickler von Asahi Linux warnen eindringlich davor, das Beta-Update auf Apple-Silicon-Macs zu installieren. Ein schwerwiegender Bug verhindert, dass der Boot-Picker und die Startvolume-Verwaltung Asahi-Linux-Partitionen überhaupt erkennt.
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Die Partitionen selbst bleiben zwar intakt, wie aus einem Entwickler-Report (Bug-ID FB22994760) hervorgeht. Doch Apples überarbeitete Logik zur Volumen-Erkennung blendet die Linux-Installationen schlicht aus. Die Asahi-Entwickler haben daraufhin ihr Installationsprogramm vorübergehend deaktiviert. Betroffene Nutzer sollen auf eine sekundäre Installation von macOS 26 Tahoe als Standard-Startvolume ausweichen, um ihr System nicht zu blockieren.
Virtuelle Maschinen: Apples eigene Hürde
Auch Entwickler, die das neue System in virtuellen Umgebungen testen wollen, stehen vor Problemen. Apple selbst bestätigte am 12. Juni eine Inkompatibilität zwischen den IPSW-Dateien von macOS 27 und der VZMacOSInstaller-API auf Systemen mit macOS 26.6 Tahoe. Gängige Virtualisierungssoftware kann die Beta schlichtweg nicht installieren.
Apple schlägt zwei Auswege vor: Entweder erstellen Entwickler die virtuelle Maschine auf einem Host, der bereits macOS 27 ausführt, und verschieben die Datei dann. Oder sie installieren zunächst macOS 26 in der VM und führen dann ein direktes Upgrade über die Softwareaktualisierung durch. Ein offizieller Fix für die API soll in einem der nächsten Beta-Zyklen kommen.
Externe Speicher: Profi-Hardware fällt aus
Neben den Boot-Problemen melden Nutzer auch Schwierigkeiten mit professioneller Hardware. Bestimmte RAID-Enclosures wie das Thunderbolt-3-Modell LaCie 12Big lassen sich unter macOS 27 nicht mehr einbinden. Branchenbeobachter vermuten eine veränderte Kompatibilitätsschicht im neuen System als Ursache. Lösungen wie OWC SoftRAID scheinen dagegen weiterhin zu funktionieren.
Design-Änderungen und das Ende einer Ära
Auf der positiven Seite führt macOS 27 Golden Gate einen „Liquid Glass“-Regler ein, der Nutzern mehr Kontrolle über die Fenstertransparenz gibt – eine direkte Reaktion auf Kritik am Vorgänger macOS 26 Tahoe. Zudem räumt Apple die Menüleiste auf: Die meisten App-Symbole verschwinden, was den überarbeiteten Human Interface Guidelines entspricht, die einen sparsameren Einsatz von Symbolen vorsehen.
Mit macOS 27 verabschiedet sich Apple endgültig von Intel-basierten Macs. Zwar laufen Intel-Apps weiterhin über die Rosetta-2-Übersetzungsschicht, doch Apple kündigte auf der WWDC an, dass Rosetta 2 mit dem Release von macOS 28 im Jahr 2027 eingestellt wird. Grund: Die Vereinfachung künftiger Apple-Silicon-Chips.
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Ausblick: Neue Hardware in Sicht?
Der aktuelle Beta-Code enthält zudem Vorbereitungen für künftige Gerätekategorien. Dazu gehören verbesserte Touch-Steuerungen für das iPad über Sidecar sowie aktualisierte iPhone-Mirroring-Funktionen mit einstellbaren Seitenverhältnissen. Beobachter deuten dies als Vorbereitung auf künftige faltbare Geräte.
Apple plant, die öffentliche Beta von macOS 27 Golden Gate im Juli zu veröffentlichen. Die finale Version soll voraussichtlich im September 2026 für alle Nutzer verfügbar sein.

