macOS 27 Golden Gate: M1-Macs werden 30% schneller

Apple veröffentlicht mehrere macOS-27-Betas mit Fokus auf M1-Performance und lokalem KI-Modell. Öffentliche Beta ab 22. Juli.

Drei Entwickler-Betas innerhalb weniger Tage – Apple treibt sein nächstes großes Betriebssystem-Update in Rekordtempo voran. Zwischen dem 8. und 10. Juli veröffentlichte der Konzern gleich mehrere Vorabversionen von macOS 27 „Golden Gate“. Das Update verspricht vor allem eines: eine spürbare Wiederbelebung der ersten Apple-Silicon-Generation.

M1-Macs werden deutlich schneller

Die neuen Builds – darunter Developer Beta 2 und 3 – zielen gezielt auf Performance-Optimierungen ab. Apples Ingenieure haben die Systemprozesse grundlegend überarbeitet. Besonders auffällig: Der Konzern entfernte veralteten Intel-Code aus zahlreichen Kernkomponenten des Systems. Das entlastet CPU und Arbeitsspeicher spürbar.

Erste interne Tests zeigen beeindruckende Werte. M1-basierte Macs sollen Anwendungen bis zu 30 Prozent schneller starten können. Noch deutlicher fällt der Sprung bei der drahtlosen Dateiübertragung aus: AirDrop soll auf kompatiblen Geräten um bis zu 70 Prozent effizienter arbeiten. Grund dafür sind verbesserte Caching-Mechanismen und eine optimierte Speicherverwaltung.

Künstliche Intelligenz direkt auf dem Gerät

Das Herzstück von Golden Gate ist jedoch die Integration eines neuen KI-Modells, das komplett auf dem Gerät läuft. Mit rund drei Milliarden Parametern und einem Speicherbedarf von 7 bis 10 Gigabyte soll es rechenintensive Aufgaben lokal erledigen – ohne Cloud-Anbindung. Ein klarer Vorteil für den Datenschutz.

Die unter dem Label Apple Intelligence vermarktete Technologie verändert gleich mehrere Funktionen grundlegend:

  • Siri erhält eine neue Animation, anpassbare Sprechgeschwindigkeiten und kann künftig Daten aus Drittanbieter-Apps abrufen
  • Die Mail-App bekommt eine komplett überarbeitete Suche mit Smart Reply, Zusammenfassungen und kontextbezogenen Vorschlägen
  • Eine neue Systemberechtigung erlaubt Hintergrund-KI über den Neural Engine – etwa für die Funktion „Schreiben mit Siri“, die den persönlichen Schreibstil des Nutzers imitiert
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Liquid Glass: Das neue Design

Optisch setzt Apple auf eine „Liquid Glass“-Oberfläche mit dynamischen Hintergründen und überarbeiteten Designelementen. Für Profi-Anwender gibt es zudem eine wichtige Neuerung: Ultrabreitbildschirme mit Auflösungen bis zu 5120×2160 Pixeln bei 120 Hertz werden nun unterstützt.

Ebenfalls neu: RAW 9, die erste große Aktualisierung von Apples RAW-Bildverarbeitungs-Engine seit 2017. Die neue Version unterstützt über 784 Kameramodelle und setzt auf maschinelles Lernen für bessere Rauschunterdrückung, Farbgenauigkeit und Schärfe.

Abschied von alten Standards

Nicht alles bleibt erhalten. Mit macOS 27 verabschiedet sich Apple vom Apple Filing Protocol (AFP). Nutzer älterer Time-Capsule-Modelle könnten hier Probleme bekommen. Auch die Einstellungen für AirPods Pro wurden komplett überarbeitet.

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Wann kommt das Update?

Die KI-Funktionen bleiben auf Geräte mit M1-Chip oder neuer beschränkt – sowie auf iPhone 15 Pro und iPhone 16. Einige Home-Funktionen erfordern sogar ein 2-Terabyte-iCloud+-Abonnement.

Aktuell kämpfen Entwickler noch mit einem technischen Problem: macOS 27 lässt sich auf bestimmten älteren Host-Systemen nicht in virtuellen Maschinen installieren – Grund sind API-Inkompatibilitäten. Workarounds existieren bereits.

Die öffentliche Beta soll ab dem 22. Juli 2026 verfügbar sein. Die finale Version von macOS 27 Golden Gate wird für September 2026 erwartet. Und Apple blickt bereits weiter: Für macOS 28 im Jahr 2027 ist die Streichung der Unterstützung für verschlüsselte HFS+-Datenträger geplant – erste Warnmeldungen erscheinen bereits jetzt.