macOS 27 „Golden Gate“ markiert das Ende der Rosetta-2-Ära – während neue Malware und spannende Drittanbieter-Tools die Plattform herausfordern.
Apple steht vor einem historischen Wendepunkt: Mit dem kommenden Betriebssystem macOS 27 Golden Gate läutet der Konzern die letzte Phase der Intel-Transition ein. Das Update, das noch in diesem Jahr erscheinen soll, bringt eine optische Neugestaltung und tiefgreifende Funktionsänderungen mit sich – aber auch eine klare Ansage an Besitzer älterer Hardware.
Liquid Glass und das Ende einer Ära
Die neue Designsprache namens „Liquid Glass“ setzt auf abgerundete App-Ecken und randlose Seitenleisten. Auch die Menüleiste erhält ein frisches Icon-Set. Hinzu kommen praktische Neuerungen wie eine Swipe-to-Refresh-Geste und verbesserte Unterstützung für externe Monitore.
Besonders spannend: Die iPhone-Spiegelung wird ausgebaut. Nutzer können künftig Fenster in der gewohnten Desktop-Umgebung frei in der Größe anpassen. Siri bekommt KI-gestützte Visual-Intelligence-Functions, und die Safari Describe Extension wird tiefer integriert.
Doch die wichtigste Nachricht für viele Nutzer: macOS 27 wird voraussichtlich die letzte Version sein, die Rosetta 2 enthält. Die Übersetzungsschicht, die Intel-Apps auf Apple Silicon zum Laufen bringt, hat damit ausgedient. Wer auf ältere, nicht native Software angewiesen ist, sollte sich rechtzeitig nach Alternativen umsehen.
Erste Beta-Tests auf M1-Geräten zeigen zudem eine bemerkenswerte Leistungssteigerung: Die Neural Engine legt um 15 bis 25 Prozent zu – vor allem bei Gesichtserkennung und Übersetzungsaufgaben. CPU- und GPU-Werte bleiben dagegen stabil.
Neue Tools für Produktivität und Sicherheit
Die Drittanbieter-Szene war in den letzten Junitagen 2026 besonders aktiv. Am 25. Juni brachte Speechify sein Voice Typing Tool für den Mac. Die KI-gestützte Diktierlösung entfernt in Echtzeit Füllwörter und korrigiert Grammatik – und das in jeder Drittanbieter-App.
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Einen tag später zog Norton VPN nach: Die Mac-Version erhält nun endlich Split Tunneling. Damit können Nutzer festlegen, welche App-Daten durch den verschlüsselten Tunnel laufen und welche nicht – ein Feature, das Windows-Nutzer bereits länger kennen.
Auch Retro-Gaming-Fans kommen auf ihre Kosten: Dolphin Emulator Version 2606 unterstützt erstmals den Game Boy Player. Mac-User können jetzt Game-Boy-Advance-ROMs über die originale Start-Disc des Peripheriegeräts laden.
Und Nintendo Music ist ab sofort nicht mehr nur auf dem iPhone zu Hause: Version 1.6.0 bringt eine Browser-Version, Siri-Integration sowie Unterstützung für iPad und CarPlay.
Apples Chip-Strategie: M6 nur als Einstiegsmodell
Spannende Entwicklungen gibt es auch bei den hauseigenen Prozessoren. Apple plant offenbar einen ungewöhnlichen Schritt: Die M6-Serie soll nur als Basismodell erscheinen – ohne Pro-, Max- oder Ultra-Varianten. Der Chip mit dem Codenamen Komodo kommt Ende 2026, bietet rund 12 GPU-Kerne und eine Speicherbandbreite von 200 GB/s.
Die leistungsstärkeren Modelle bleiben der M7-Serie vorbehalten, die ab 2027 kommen soll. Der Fokus liegt hier auf KI-Verarbeitung direkt auf dem Gerät. M7 Pro und Max sind für Ende 2027 geplant, ein M7 Ultra könnte 2028 folgen.
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Doch davor steht noch ein Highlight an: Der M5 Ultra für das Mac Studio soll 2026 mit rund 36 CPU-Kernen, 80 GPU-Kernen und bis zu 768 GB RAM erscheinen. Ein echtes Kraftpaket für Profis.
Für 2027 sind zudem die ersten MacBooks mit OLED-Touchscreens und Dynamic Island in den 14- und 16-Zoll-Modellen im Gespräch.
Neue Sicherheitslücken und Schadsoftware
Die Sicherheitslage für Mac-Nutzer hat sich in den letzten Monaten verschärft. Forscher entdeckten eine XPC-Schwachstelle in macOS, mit der selbst Nutzer mit Standardberechtigungen wichtige Sicherheitstools wie CrowdStrike Falcon oder den Kandji MDM Agent deaktivieren konnten. Kandji hat das Problem unter der Kennung CVE-2026-39118 bereits behoben.
Sicherheitsexperten von XM Cyber arbeiten derzeit an einem Tool namens XPC Hunter, das ähnliche Schwachstellen aufspüren soll. Die Veröffentlichung ist für August 2026 auf der Black-Hat-Konferenz in Las Vegas geplant.
Parallel dazu macht eine neue Schadsoftware die Runde: macOS.Gaslight – eine Rust-basierte Malware, die nordkoreanischen Hackern zugeschrieben wird. Der Name ist Programm: Die Software täuscht KI-gestützte Sicherheitslösungen mit erfundenen Systemmeldungen. Apples XProtect erkennt den Schädling inzwischen unter dem Namen MACOS_BONZAI_COBUCH. Die Malware kommuniziert über die Telegram Bot API und zielt auf Browserdaten, Terminalverläufe und Schlüsselbunde ab.

