Ein Software-Fehler bei Apple hat ungewöhnlich detaillierte Einblicke in die kommenden Produktveröffentlichungen des Unternehmens ermöglicht. Am 18. August 2026 enthielt die Vorabversion des Betriebssystems macOS Tahoe 26.7 RC1 (Build 25G224) zahlreiche Referenzen auf unangekündigte Hardware-Projekte.
Wie Branchenbeobachter berichten, wurde offenbar versehentlich ein interner Entwicklungsstand in den öffentlichen Release-Zweig der Software integriert.
Umfangreiche Liste unveröffentlichter Geräte
Der Leak in macOS Tahoe 26.7 RC1 umfasste Hinweise auf mehr als zehn neue Produkte, die sich derzeit in der Entwicklung oder kurz vor der Markteinführung befinden. Unter den identifizierten Geräten finden sich unter anderem ein faltbares iPhone mit der Kennung V68 sowie neue iPad-mini-Modelle (J510 und J511), die über ein OLED-Display und den A19-Protokoll-Chip verfügen sollen.
Darüber hinaus lieferte die Software Hinweise auf die kommende iPhone-18-Serie (V62-V67) und ein mögliches iPhone Ultra. Auch der Bereich Home-Hardware war vertreten: Neben Referenzen auf einen neuen HomePod mini (B525) wurden Informationen zu einem Home Hub mit dem Codenamen Pebble (J490/J491) sowie einem Tischroboter (J595) entdeckt. Weitere Funde betrafen neue Apple-TV-Fernbedienungen und Hardware für den Bereich Vision (N109).
AirPods mit Kamera und Visual Intelligence
Besondere Aufmerksamkeit erregte ein in der Software enthaltenes Video zu neuen AirPods mit integrierter Kamera (B790). Diese Kopfhörer sollen über Funktionen im Bereich der sogenannten Visual Intelligence verfügen.
Experten weisen jedoch darauf hin, dass die im Leak gezeigte Hardware bereits als veraltet gilt und die Markteinführung dieses spezifischen Modells nicht vor dem Jahr 2027 erwartet wird. In den Systemdaten fand sich zudem bereits ein Hinweis auf ein Nachfolgemodell mit der Kennung B798.
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Fokus auf den M6-Chip und neue iMac-Modelle
Die Leaks geben zudem Aufschluss über die nächste Generation der Apple-eigenen Prozessoren. Der M6-Chip wird demnach als erster Mac-Chip im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt. Er markiert einen technologischen Doppelsprung von der aktuellen M4-Generation. Den vorliegenden Daten zufolge bietet der M6-Chip eine Speicherbandbreite von 200 GB/s und verfügt über eine 12-Core-GPU.
Berichten zufolge plant Apple für die M6-Generation keine Pro-, Max- oder Ultra-Varianten; stattdessen soll für den High-End-Bereich im Jahr 2027 direkt ein M7-Chip folgen. Ein neues iMac-Modell (J833/J834) auf Basis des M6-Chips wird bereits für das Ende des Jahres 2026 erwartet.
Während kein grundlegendes Redesign oder ein Wechsel auf OLED-Displays (frühestens ab 2028) prognostiziert wird, soll das Update vor allem durch den neuen chip und zusätzliche Farboptionen gekennzeichnet sein. Für den Herbst 2026 wird insgesamt mit der Vorstellung von elf neuen Mac-Modellen gerechnet.
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Bereinigung der Software-Builds
Apple hat bereits auf den Vorfall reagiert, um die Verbreitung der vertraulichen Informationen einzuschränken. Am 24. und 25. August 2026 veröffentlichte das Unternehmen neue Versionen der Betriebssysteme, darunter macOS Tahoe 26.7 RC2 (Build 25G224) und macOS Sequoia 15.8 RC2 (Build 24H20).
Diese aktualisierten Release-Candidates dienen laut Unternehmensangaben der Fehlerbehebung und der Sicherheit. Primäres Ziel dieser kurzfristigen Veröffentlichungen war es jedoch, die in der ersten RC-Version enthaltenen Referenzen auf die zukünftige Hardware-Roadmap vollständig aus dem Code zu entfernen. Das heutige Datum markiert den Abschluss dieser Korrekturmaßnahmen im Vorfeld der finalen Software-Veröffentlichung.

