macOS: OpenAI führt Computer History zur Interaktionserfassung ein

OpenAI protokolliert Mac-Interaktionen via Bedienungshilfen, während Apple Safari-Preview und KI-Synchronisation für OS 27 vorstellt.

Die Interaktion mit macOS-Geräten erfährt derzeit eine deutliche Erweiterung durch neue Anpassungsmöglichkeiten und softwareseitige Schnittstellen-Updates. Im Zentrum stehen dabei sowohl benutzerdefinierte Eingabemethoden für MacBook-Nutzer als auch tiefgreifende Veränderungen in der Art und Weise, wie Anwendungen Nutzerinteraktionen erfassen und geräteübergreifend synchronisieren.

Optimierung der MacBook-Eingabe durch individuelle Gesten

Mitte August wurden detaillierte Anwendungsmöglichkeiten für das MacBook-Trackpad bekannt, die über die Standardkonfiguration des Betriebssystems hinausgehen. Unter Verwendung des Werkzeugs BetterTouchTool lassen sich demnach sechs spezifische benutzerdefinierte Gesten implementieren, welche die Funktionalität der Hardware maßgeblich steigern sollen.

Diese Erweiterungen erlauben es Anwendern, komplexe Befehlsketten oder Programmwechsel durch individualisierte Fingerbewegungen auf der Glasoberfläche des Trackpads auszuführen. Während Apple werkseitig bereits eine Vielzahl an Interaktionen anbietet, zielt dieser Ansatz auf eine tiefere Personalisierung der Nutzerschnittstelle ab.

OpenAI führt „Computer History“ für macOS ein

Parallel zu den Fortschritten bei manuellen Eingabemethoden hat OpenAI Mitte August eine neue Funktion für den ChatGPT-Client unter macOS vorgestellt. Die sogenannte „Computer History“ markiert einen Paradigmenwechsel in der Interaktionserfassung. Anstelle der bisherigen Chronicle-Screenshots nutzt das System nun die macOS-Bedienungshilfen (Accessibility-APIs), um Interaktionen wie Mausklicks, Tastatureingaben und App-Wechsel zu protokollieren.

Diese Funktion wird als Opt-in-Lösung angeboten und ist für Abonnenten der Stufen Pro, Business und Enterprise vorgesehen. In Unternehmensumgebungen obliegt die Freischaltung dabei den Administratoren. Die erfassten Daten werden für einen Zeitraum von bis zu 48 Stunden lokal auf dem Gerät gespeichert. Laut Entwicklerangaben findet keine Aufzeichnung von Audioinhalten oder Bildschirminhalten statt.

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Fachleute weisen jedoch darauf hin, dass die Speicherung der Interaktionsdaten unverschlüsselt erfolgt, was potenzielle Risiken für Prompt-Injection-Angriffe bergen könne. Derzeit ist die „Computer History“ in der Europäischen Wirtschaftsregion (EEA), der Schweiz und dem Vereinigten Königreich nicht verfügbar.

Apple aktualisiert Safari und kündigt KI-Synchronisation an

Auch Apple selbst treibt die Entwicklung seiner Schnittstellen voran. Mit der Veröffentlichung der Safari Technology Preview 250 für die kommenden Betriebssystem-Versionen wurden zahlreiche Neuerungen im Bereich der Web-Technologien implementiert.

Die Vorschauversion enthält neue CSS-Funktionen wie „text-decoration-inset“, „white-space-trim“ und „ruby-overhang“. Zudem wurde die Unterstützung für SVG-Inhalte in der Zwischenablage sowie Verbesserungen bei der VoiceOver-Funktionalität für Textbereiche eingeführt. Im Bereich JavaScript ergänzen Neuerungen wie „Iterator.zip“ den Funktionsumfang.

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Für das künftige Betriebssystem OS 27 zeichnen sich zudem weitreichende Änderungen in der Kontinuität zwischen den Geräten ab. Die Siri-KI soll künftig in der Lage sein, Konversationsverläufe via iCloud konsistent über iPhone, iPad, Mac sowie die Apple Watch und Vision Pro zu synchronisieren.

Ergänzend dazu ermöglicht eine neue „Spatial Preview“-Funktion das Senden von Mac-Dokumenten an die Vision Pro, während das iPhone-Mirroring um zusätzliche Funktionen erweitert wird. Für Nutzer in der EU könnten hierbei jedoch Ausnahmeregelungen gelten.