macOS-Sicherheit: Studie belegt 12% höhere Infektionsrate

Eine Kaspersky-Befragung zeigt höhere Belastungen für macOS-Anwender: Sie melden mehr Infektionen, Betrugsfälle und Datendiebstahl als Windows-Nutzer.

Die langjährige Annahme, dass Computer mit dem Betriebssystem macOS grundsätzlich sicherer vor Schadsoftware seien als Windows-Systeme, wird durch aktuelle Untersuchungsergebnisse relativiert.

Eine im März 2026 durchgeführte Befragung des Sicherheitsunternehmens Kaspersky zeigt auf, dass macOS-Anwender in verschiedenen Bereichen der Cybersicherheit mit größeren Herausforderungen konfrontiert sind als Windows-Nutzer. Insbesondere bei den gemeldeten Infektionen und dem persönlichen Sicherheitsverhalten offenbaren sich deutliche Unterschiede zwischen den Nutzergruppen.

Höhere Infektionsraten bei macOS-Systemen

Laut den Ergebnissen der Untersuchung gaben 12 % der befragten macOS-Nutzer an, von Malware-Infektionen betroffen gewesen zu sein. Im Gegensatz dazu lag dieser Wert bei den Windows-Anwendern mit 9 % spürbar niedriger. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass die wachsende Popularität von Apple-Geräten diese zunehmend in den Fokus von Cyberkriminellen rückt.

Zusätzlich zu den klassischen Malware-Infektionen zeigt die Analyse, dass macOS-Nutzer auch bei anderen Online-Bedrohungen überdurchschnittlich oft betroffen sind. So berichteten 16 % der macOS-Anwender von Online-Betrugsfällen, während dieser Anteil bei Windows-Nutzern bei 13 % lag.

Ein besonders deutlicher Unterschied zeigte sich beim Thema Datendiebstahl: Hier waren 12 % der macOS-Nutzer betroffen, verglichen mit lediglich 7 % in der Windows-Gruppe. Auch Verletzungen der Privatsphäre wurden von 11 % der macOS-Anwender gemeldet, während dies bei Windows-Nutzern nur auf 8 % trug.

Diskrepanzen bei Schutzmaßnahmen und Nutzerverhalten

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Ein wesentlicher Faktor für die höhere Anfälligkeit der macOS-Nutzer scheint im Bereich der aktiven Sicherheitsvorkehrungen zu liegen. Den Daten von Kaspersky zufolge nutzen lediglich 35 % der macOS-Anwender eine dedizierte Sicherheitssoftware. Bei den Windows-Nutzern ist die Bereitschaft zur Installation solcher Programme mit 42 % hingegen deutlich höher ausgeprägt.

Neben der technischen Ausstattung spielt auch das individuelle Verhalten im Internet eine entscheidende Rolle für die IT-Sicherheit. Die Studie im Frühjahr 2026 machte deutlich, dass macOS-Nutzer in der täglichen Cybersicherheitspraxis hinter den Windows-Anwendern zurückliegen. Während 62 % der Windows-Nutzer angaben, verdächtige Links konsequent zu vermeiden, lag dieser Wert bei den macOS-Nutzern lediglich bei 51 %.

Experten sehen Nachholbedarf bei der Sicherheitspraxis

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Branchenexperten interpretieren diese Ergebnisse als Zeichen für ein trügerisches Sicherheitsgefühl bei vielen Apple-Anwendern. Die oft zitierte Überlegenheit der macOS-Architektur gegenüber Viren scheint dazu zu führen, dass Nutzer weniger vorsichtig agieren und seltener auf zusätzliche Schutzlösungen setzen.

Zusammenfassend belegen die Daten der Untersuchung, dass macOS-Nutzer derzeit eine höhere Gefährdungslage aufweisen, die sowohl durch technische Faktoren als auch durch ein weniger ausgeprägtes Sicherheitsbewusstsein begründet ist.

Die Cybersicherheitspraxis der macOS-Anwender hinkt laut den vorliegenden Zahlen der von Windows-Nutzern hinterher, was sich unmittelbar in den höheren Fallzahlen von Infektionen, Datendiebstahl und Online-Betrug widerspiegelt.