macOS Tahoe: Apple leakt 20+ unangekündigte Produkte versehentlich

Ein Build-Fehler in macOS Tahoe 26.7 enthüllt Apples geheime Hardware-Pläne, darunter AirPods mit Kamera und ein Home Hub. Apple reagierte mit Sicherheitsupdates.

Ein Software-Patzer hat Apple in Erklärungsnot gebracht: In der Release Candidate von macOS Tahoe 26.7, die am 17. August 2026 veröffentlicht wurde, fanden Entwickler und Sicherheitsforscher Referenzen auf mehr als 20 noch nicht angekündigte Produkte.

Darunter befand sich auch ein Demo-Video zu AirPods Pro mit integrierten Kameras, intern unter dem Codenamen B790 geführt. Der Fund deutet darauf hin, dass Apple bereits intensiv an der Software-Integration und Optimierung für kommende Hardware-Generationen arbeitet.

Ein Build-Fehler mit Folgen

Laut einem Bericht von Bloomberg, den AppleInsider aufgriff, handelte es sich wahrscheinlich um einen einzelnen Fehler beim Zusammenführen interner Software-Builds. Solche internen Versionen enthalten häufig Verweise auf Geräte in Entwicklung, die normalerweise vor der öffentlichen Freigabe herausgefiltert werden. Im konkreten Fall wurden diese Referenzen offenbar übersehen und gelangten so in die für Entwickler zugängliche Release Candidate.

Kamera-AirPods als prominentester Fund

Das größte Aufsehen erregte ein geleaktes Video, das AirPods mit Kamerafunktion und Visual-Intelligence-Features zeigt. Berichten zufolge könnte das Produkt unter dem Namen „AirPods Ultra“ vermarktet werden und würde preislich über den aktuellen AirPods Pro 3 mit 249 US-Dollar positioniert.

Zu den erkennbaren Merkmalen zählt eine LED-Anzeige, die eine aktive Aufnahme signalisiert. Die im Leak enthaltenen Bilder lagen allerdings nur in niedriger Auflösung vor.

Nach Einschätzung von Bloomberg-Journalist Mark Gurman ist mit den kamerabestückten AirPods jedoch erst 2027 zu rechnen. Eine zweite Variante mit dem internen Kürzel B798 soll ebenfalls für 2027 vorgesehen sein.

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Weitere Produkte im Fokus

Neben den AirPods tauchten im Leak Hinweise auf zahlreiche weitere Geräte auf: ein Apple TV mit A17-Pro-Chip, ein Home Hub mit einer sogenannten Widget Gallery und dem internen Betriebssystem-Codenamen „Pebble“, die iPhone-18-Pro-Modelle (interne Bezeichnungen V63 und V64), ein faltbares iPhone (V68) sowie ein MacBook Pro mit M6-Chip. Für den Home Hub erwartet Gurman eine Markteinführung noch vor Ende 2026.

Reguläre Sicherheitsupdates folgten kurz danach

Eine Woche nach dem Leak reagierte Apple mit regulären Software-Updates: Am 24. August 2026 veröffentlichte das Unternehmen macOS Tahoe 26.7 RC 2 (Build 25G224) sowie macOS Sequoia 15.8 RC 2 (Build 24H20). Beide Versionen enthielten laut MacObserver ausschließlich Sicherheitskorrekturen und keine neuen Funktionen – anders als die erste Release Candidate, die versehentlich die brisanten Hardware-Referenzen enthalten hatte.

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Parallel: Fortschritte bei macOS 27 „Golden Gate“

Am selben Tag brachte Apple zudem die siebte Beta von macOS 27 „Golden Gate“ (Build 26A5421a) heraus, eine Woche nach der sechsten Beta-Version. Nutzer können sie über die Systemeinstellungen unter „Softwareupdate“ installieren.

Diese Beta bringt laut MacRumors optische Verbesserungen mit sich, darunter eine überarbeitete Opazität des „Liquid Glass“-Designs, einen Transparenz-Regler, einheitlichere Toolbars und weniger stark abgerundete Ecken in der Oberfläche.

Darüber hinaus enthält Beta 7 laut MacTrast erweiterte KI-Funktionen: Eine als Chatbot konzipierte Siri-Version mit „Apple Intelligence der nächsten Generation“, personalisiertem Kontextverständnis und Onscreen-Bewusstsein soll ebenso Teil des Updates sein wie eine eigenständige Siri-App, Visual-Intelligence-Werkzeuge, KI-gestützte Fotobearbeitung, automatische Tab-Organisation in Safari sowie KI-basierte Passwort-Aktualisierungen. Auch das Bildgenerierungstool Image Playground soll um fotorealistische Bilder erweitert werden.

Die Häufung von Hardware-Leaks und parallel voranschreitenden Software-Betas lässt erkennen, dass Apple derzeit mehrere Produktlinien gleichzeitig vorbereitet – auch wenn ein interner Fehler beim Zusammenführen von Builds vorzeitig Einblicke in noch nicht fertige Pläne gewährte.