macOS Tahoe: Letztes Update für Millionen Intel-Macs

Apple schließt mit macOS 26 Tahoe die Ära der Intel-Prozessoren ab. Nur wenige Modelle von 2019/20 erhalten das finale Update, während KI-Funktionen exklusiv für Apple Silicon bleiben.

Mit macOS 26 Tahoe schließt Apple endgültig die Ära der Intel-Prozessoren. Das neue Betriebssystem bringt ein frisches Design und KI-Funktionen, doch der wichtigste Einschnitt betrifft die Hardware: Nur wenige Intel-Modelle aus den Jahren 2019 und 2020 erhalten noch das finale Update. Für alle anderen ist jetzt Schluss.

Kompatibilitätsliste: Wer darf noch mitmachen?

Apple hat die offizielle Unterstützung drastisch eingeschränkt. Während alle Macs mit M-Series-Chips (M1 und neuer) volle Kompatibilität genießen, ist die Liste für Intel-Macs kurz:

Unterstützte Intel-Modelle (finales Update):
* iMac: Modelle von 2020
* Mac Pro: Modelle von 2019
* MacBook Pro (16 Zoll): Modelle von 2019
* MacBook Pro (13 Zoll): Modelle von 2020 mit vier Thunderbolt-3-Anschlüssen

Alle nicht aufgeführten Macs – darunter der beliebte Intel-MacBook Air von 2020 oder der iMac Pro von 2017 – bleiben auf dem Vorgänger macOS 15 Sequoia stecken. Sie erhalten nur noch Sicherheitsupdates, aber keine neuen Funktionen mehr.

Das Ende einer Ära: Was bedeutet das für Nutzer?

Die Ankündigung auf der WWDC 2025 ist nun Realität: macOS 27 wird exklusiv für Apple Silicon erscheinen. Tahoe ist somit die letzte Station für Intel-Hardware. Für Millionen Nutzer stellt sich die Frage: Upgrade oder Ausmustern?

Die Geräte laufen weiter, doch der Zugang zu künftigen Innovationen ist blockiert. Besonders hart trifft es professionelle Anwender, die auf spezielle Software oder Hardware angewiesen sind. Apple setzt hier einen klaren Anreiz, auf die leistungsstärkeren und energieeffizienteren Eigenentwicklungen umzusteigen.

Geteilte Erfahrung: KI-Features nur für Apple Silicon

Selbst wer zu den glücklichen Intel-Besitzern mit Tahoe-Unterstützung zählt, bekommt nicht das volle Paket. Die Flaggschiff-Funktionen von „Apple Intelligence“, wie die neue Live-Übersetzung, benötigen die Rechenpower der M-Chips.

Intel-Nutzer profitieren zwar vom neuen „Liquid Glass“-Design, der separaten Telefon-App und verbesserten Systemtools. Die tiefgreifende KI-Integration, mit der Apple die Zukunft des Mac definieren will, bleibt ihnen jedoch verwehrt. Die Hardware entscheidet damit erstmals direkt über den Software-Featureumfang.

Ausblick: Vollgas Richtung Apple Silicon

Für die Software-Industrie ist der Weg vorgezeichnet. Entwickler konzentrieren ihre Ressourcen zunehmend auf die native Unterstützung der Apple-Chips. Vor einem Update auf Tahoe sollten Nutzer unbedingt die Kompatibilität ihrer essenziellen Apps und Treiber prüfen – viele Anbieter haben ihre Unterstützung zwar bereits angepasst, bei Nischenlösungen kann es aber noch haken.

Gerüchte um macOS 27 deuten auf Stabilitätsverbesserungen und Features für ein potenzielles MacBook mit Touchscreen hin. Klar ist: Die Entwicklung wird nun ausschließlich auf die Möglichkeiten von Apple Silicon zugeschnitten. Für Intel-Macs ist Tahoe ein würdiger Abschluss, der aber die Tür zur Zukunft des Mac-Betriebssystems endgültig verschließt.