macOS Tahoe: M3 Max MacBooks crashen durch CoreSpotlight-Fehler

Apples High-End-Macs leiden unter Abstürzen, Speicherproblemen und neuer Schadsoftware. Ein macOS-Update beendet die Intel-Ära.

Besonders betroffen: die leistungsstärksten Modelle.

Core Spotlight legt High-End-Macs lahm

Besitzer von M3 Max MacBook-Modellen berichten von massiven Systemausfällen nach der Installation von macOS Tahoe. Mit der Version 26.5 verschärfte sich das Problem: Der Rechner friert komplett ein, das Trackpad reagiert nicht mehr. Technische Analysen zeigen, dass der „core spotlight“-Prozess die Ursache ist – er verursacht extreme CPU-Auslastungsspitzen.

Der Fehler liegt im CoreSpotlight-Metadatenordner. Bei betroffenen Systemen schwoll dieser auf rund 2 Gigabyte an und enthielt über 10.000 Dateien. Der Workaround ist einfach, aber effektiv: Löscht man den Ordner im Benutzerverzeichnis, verschwinden die Abstürze. In Tests blieben Systeme, die zuvor täglich crashten, nach dem manuellen Eingriff zwei Wochen lang stabil.

Speicher-Chaos bei KI-Workloads

Entwickler, die lokale KI-Modelle auf Macs mit 24 Gigabyte RAM betreiben, stehen vor neuen Hürden. Wechselt man zwischen verschiedenen Large Language Models (LLMs), kann das System in einen Kernel Panic laufen – konkret: Watchdog-Timeouts. Der Grund: Der „wired memory“ von Metal-basierten Modellen wird nicht freigegeben, wenn Objekte gelöscht werden.

Aktuelle Empfehlungen zur Problemumgehung: Den Sidecar-Prozess neu starten und sicherstellen, dass der vorherige Prozess vollständig beendet ist, bevor man einen neuen startet. Zusätzlich raten Experten zu einem Preflight-Check, der den gesamten verfügbaren Arbeitsspeicher berücksichtigt – das soll Abstürze bei intensiven KI-Aufgaben verhindern.

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Final Cut Pro und Outlook: Bekannte Apps mit neuen Macken

Auch etablierte Profi-Anwendungen zeigen Schwächen. Final Cut Pro 12.3 friert während der Bearbeitung regelmäßig ein. Die Vorgängerversion 10.8 vom Juni 2024 hatte noch mit KI-Features wie „Smooth Slo-Mo“ und verbesserten Lichtwerkzeugen überzeugt – die aktuelle Version kämpft dagegen mit Stabilitätsproblemen, die noch untersucht werden.

Microsoft Outlook für Mac läuft unter macOS Tahoe 26.2 und neueren Versionen ebenfalls alles andere als rund. Die Liste der Mängel ist lang: IMAP-Konten synchronisieren nicht, Schriftarten werden nach Update 16.110 inkonsistent dargestellt, E-Mails bleiben im Postausgang hängen. Hinzu kommen Kalenderabstürze bei „Ganztägigen Ereignissen“ und Probleme mit der Signaturformatierung.

Gefährliche Tarnung: System-Freeze als Einfallstor für Hacker

Systemeinfrieren werden zudem als Angriffsvektor missbraucht. Die neu entdeckte Schadsoftware ClickLock Stealer tarnt sich als persistentes, gefälschtes Anmeldefenster und blockiert den Rechner effektiv. Verbreitet wird die Malware über trügerische CAPTCHA-Seiten. Ihr Ziel: Browserdaten, Kryptowallet-Informationen und Passwort-Manager-Zugänge stehlen. Sicherheitsfirmen haben aktive Infektionen in den USA, Großbritannien und Italien nachgewiesen.

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Abschied von Intel: Apple zieht den Stecker

Die Stabilitäts- und Sicherheitsprobleme kommen zu einem heiklen Zeitpunkt. Apple bereitet den endgültigen Abschied von der Intel-Ära vor. Zwar hatte das Unternehmen noch einen Intel-basierten Mac Pro und einen „M2 Extreme“-Chip mit 192 GB RAM erwogen – beide Projekte wurden jedoch eingestellt. Nach der offiziellen Einstellung des Mac Pro am 27. März 2026 plant Apple nun ein macOS-Update für September 2026, das ausschließlich Apple Silicon unterstützt.