MAGNIT Gen 2: LG zeigt Micro-LED-Display mit 10-km-Reichweite

LG Electronics USA kombiniert Micro-LED-Module mit Glasfasertechnik und NovaStar-Steuerung; die US-Präsentation ist für den 15. September geplant.

LG Electronics USA hat die Einführung des MAGNIT Gen 2 Micro LED LMPD Displays bekannt gegeben, welches speziell für großformatige kommerzielle Installationen konzipiert wurde. In Kombination mit der NovaStar COEX 5G Solution bietet das System technologische Neuerungen in der Signalübertragung und Bildverarbeitung.

Wie aus Branchenberichten vom 11. September 2026 hervorgeht, ist eine erste Präsentation des neuen Systems auf dem US-amerikanischen Markt für den 15. September 2026 im Starpower-Showroom in Dallas-Fort Worth geplant.

Erhebliche Steigerung der Reichweite durch Glasfaser-Technologie

Ein wesentliches Merkmal der zweiten Generation der MAGNIT-Serie ist die Integration einer SFP+-Signalübertragung. Durch den Einsatz von Glasfaserleitungen ermöglicht LG Electronics USA eine Überbrückung von Distanzen bis zu 6,2 Meilen (10 km). Dies stellt eine signifikante Weiterentwicklung gegenüber früheren Systemen dar, deren Reichweite bei etwa 328 Fuß (100 m) lag.

Diese Steigerung der Übertragungsdistanz erweitert die Flexibilität bei der Planung umfangreicher Infrastrukturen erheblich. Signalquellen und Steuerungseinheiten können nun weit entfernt von den eigentlichen Displayflächen positioniert werden, was insbesondere in großen Gebäudekomplexen oder sicherheitskritischen Kontrollräumen von Vorteil ist.

Technische Spezifikationen und Bildqualität der LTPS-Module

Die technische Basis des MAGNIT Gen-2 LMPD bilden LTPS-Micro-LED-Module (Low-Temperature Polycrystalline Silicon). Diese weisen eine Modulauflösung von 320×120 Pixeln bei einer Bildwiederholfrequenz von 120 Hz auf.

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Die neue Generation kommerzieller Micro-LED-Wände verschiebt die Grenzen der Signalübertragung: Statt rund 100 Metern sind per SFP+ und Glasfaser nun bis zu 10 Kilometer zwischen Quelle und Displayfläche möglich. Für die Planung großer Gebäudekomplexe und abgesetzter Kontrollräume ändert das die Grundrisse — unser Leitfaden zeigt, wie Sie Glasfaser-Strecken, Tiling und Kalibrierung Schritt für Schritt sauber aufsetzen. Kostenlosen Planungs-Leitfaden anfordern

Mit einem Pixel-Pitch von 0,93 mm erreicht das Display eine Punktdichte von 27 PPI. Die maximale Helligkeit des Systems wird mit 1.500 Nits angegeben, was eine klare Darstellung auch in hell erleuchteten Innenräumen ermöglichen soll.

Die Module sind in sogenannten 2×3 Cabinets gruppiert, wobei jedes dieser Cabinets über eine Auflösung von 640×360 Pixeln verfügt. Für eine präzise Bildwiedergabe nutzt LG eine 5-Layer-Graustufenkalibrierung. Zudem unterstützt die Hardware die High-Dynamic-Range-Standards HDR10 und HLG, um einen hohen Kontrastumfang und eine natürliche Farbdarstellung zu gewährleisten.

Bauweise und Zielgruppen im kommerziellen Sektor

Das Design des Displays setzt auf ein flaches Tiling-Konzept (FLAT-Tiling), welches durch eine präzise Modulausrichtung ein nahezu nahtloses Gesamtbild erzeugt. Ein weiter Blickwinkel von 160 Grad sorgt dafür, dass die Bildinhalte auch für seitlich zum Display stehende Betrachter ohne nennenswerte Farb- oder Helligkeitsverluste sichtbar bleiben.

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LG Electronics USA adressiert mit dieser Lösung verschiedene professionelle Einsatzgebiete. Als primäre Zielgruppen werden Betreiber von Auditorien und Kontrollräumen sowie Planer für kommerzielle Großinstallationen genannt. Darüber hinaus ist das System laut Unternehmensangaben auch für High-End-Wohninstallationen vorgesehen, in denen großformatige Displaylösungen als Alternative zur herkömmlichen Projektionstechnik eingesetzt werden.

Die Integration der NovaStar COEX 5G Solution unterstreicht dabei den Anspruch, eine leistungsfähige Steuerungsinfrastruktur bereitzustellen, die den Anforderungen moderner 5G-Netzwerkumgebungen in der professionellen Medientechnik gerecht wird. Durch die für Mitte September angekündigte Vorstellung in Dallas erhalten Fachbesucher erstmals die Gelegenheit, die Leistungsfähigkeit der Gen-2-Module im Live-Betrieb zu begutachten.