Mali G2-Ultra NX: Arm stellt erste AI-native GPU vor

Arm präsentiert eine neue Mali-GPU mit neuronalen Beschleunigern und bis zu vierfacher Effizienz für KI-Grafik sowie kommende Mobilgeräte.

Der Halbleiterentwickler Arm hat am 8. September 2026 die Einführung der Mali G2-Ultra NX GPU bekannt gegeben. Dabei handelt es sich laut Unternehmensangaben um die erste AI-native Grafikeinheit der Mali-Serie, die über dedizierte neuronale Beschleuniger verfügt.

Die Hardware basiert auf einer neuen Execution Engine sowie der dritten Generation der Ray-Tracing-Technologie des Herstellers und soll die Effizienz bei KI-gestützten Grafikberechnungen maßgeblich steigern.

Performance-Steigerungen und neue Grafiktechnologien

Die Mali G2-Ultra NX GPU zielt auf eine deutliche Verbesserung der Energieeffizienz und Rechenleistung ab. Arm beziffert die Steigerung der Performance pro Watt bei neuronalen Grafiken auf das bis zu Vierfache im Vergleich zu Vorgängermodellen. In herkömmlichen Benchmarks erreiche die Einheit eine um 24 Prozent höhere Leistung, während die Performance in klassischen Gaming-Szenarien ohne KI-Unterstützung um 14 Prozent steige.

Ein technologischer Schwerpunkt liegt auf der Optimierung von Ray Tracing. Durch den Einsatz sogenannter Opacity Micromaps soll die Last für Ray-Tracing-Berechnungen um 70 Prozent reduziert werden, was wiederum zu um 30 Prozent höheren Bildraten führe. Zudem verringere die neue Architektur den DRAM-Traffic bei Ray-Tracing-Anwendungen um 13 Prozent.

In Zusammenarbeit mit dem Entwickler Sumo Digital demonstrierte Arm die Leistungsfähigkeit anhand des Titels „Neural Dawn“. Hierbei seien eine vierfach höhere Performance-Effizienz sowie eine Reduktion des externen Speicherverkehrs um 70 Prozent erzielt worden.

CSS for Mobile 2 als Plattform für agentische KI

Zusammen mit der neuen GPU stellte Arm die Plattform CSS for Mobile 2 vor. Diese ist speziell für den Bereich der agentischen KI und AI-native Grafikanwendungen konzipiert. Kernstücke der Plattform sind neben der Mali G2-Ultra NX GPU das neue C2 CPU-Cluster, welches die Modelle C2-Ultra und C2-Pro umfasst.

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Die C2-Ultra CPU verfügt über SME2-Einheiten (Scalable Matrix Extension), die eine um 70 Prozent schnellere Verarbeitung kleiner Sprachmodelle (Small Language Models) ermöglichen sollen. Im direkten Vergleich zum Vorgänger C1-Ultra erreiche die neue CPU-Generation eine 1,7-mal höhere KI-Performance sowie eine um 15 Prozent gesteigerte Single-Thread-Leistung.

Gleichzeitig sinke der Stromverbrauch um 38 Prozent. Für agentische Workflows gibt das Unternehmen eine Beschleunigung von 24 Prozent an, während die Multi-Thread-Performance um 12 Prozent gestiegen sei.

Software-Unterstützung und Branchenpartnerschaften

Um die Hardware-Vorteile in Anwendungen nutzbar zu machen, werden die C2-Ultra CPU und die Mali G2-Ultra NX GPU durch Arm KleidiAI und das AI Portal unterstützt. Diese Software-Werkzeuge sollen Entwicklern helfen, KI-Modelle effizient auf die Arm-Architektur zu portieren.

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Flankiert wird die Markteinführung durch strategische Kooperationen mit namhaften Akteuren der Spieleindustrie. Arm kündigte Partnerschaften mit Tencent Games, Unity China, Infold Games und NetEase an. Letztere arbeiten unter anderem an der technischen Umsetzung des Titels „Where Winds Meet“ für die neue Hardware-Plattform.

Erste Implementierungen in künftigen Smartphones

Bereits vor der offiziellen Ankündigung der Hardware durch Arm gab es Hinweise auf den Einsatz der neuen Komponenten in kommenden Mobilgeräten. Anfang September wurden Benchmarks eines Vivo X500 Pro Max gesichtet. Das Gerät, das mit einem Dimensity 9600-Chipsatz und der Mali-G2-Ultra-NX MC12 GPU ausgestattet ist, erreichte in Geekbench-Tests Werte von 4.000 Punkten im Single-Core- und 13.000 Punkten im Multi-Core-Bereich.

Auch der Hersteller Oppo bereitet offenbar den Einsatz der neuen Technologie vor. Ein Modell mit der Bezeichnung Find X10 Pro Max (PMX110) wurde ebenfalls mit dem Dimensity 9600 (MT6995) und der integrierten Mali-G2-Ultra-NX-Grafikeinheit in Datenbanken registriert. Diese Sichtungen unterstreichen die schnelle Integration der neuen Arm-Architektur in die nächste Generation von High-End-Smartphones.