MAXSUN Z890: Zwei MCIO-Kabel ersetzen den PCIe-x16-Steckplatz

Zwei MCIO-Verbindungen ermöglichen MAXSUNs kompakte GPU-Anordnung; Preis und Verkaufsstart der vorgestellten Plattform sind noch offen.

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Der chinesische Hardwarehersteller MAXSUN hat auf der Intel Connection 2026 in China eine ungewöhnliche Mini-ITX-Workstation präsentiert. Bei der Z890-Plattform verzichtet das Unternehmen auf den klassischen PCIe-x16-Steckplatz für die Grafikkarte und ersetzt ihn durch MCIO-Kabelverbindungen. Das berichtete videocardz.com am 27. September 2026.

Zwei Anschlüsse für eine volle x16-Anbindung

Technisch basiert die Lösung auf zwei MCIO-8i-Anschlüssen, die gemeinsam eine vollständige PCIe-5.0-x16-Verbindung zur Grafikkarte herstellen. Jeder der 74-poligen Anschlüsse überträgt laut tweaktown.com bis zu acht PCIe-Lanes. Durch die Kombination beider Anschlüsse entsteht so rechnerisch die gleiche Bandbreite, die ein herkömmlicher physischer x16-Steckplatz bieten würde – jedoch über flexible Kabel statt über eine starre Platinenverbindung.

Neben der Z890-Plattform unterstützt laut overclockers.ru auch die Q870-Plattform von MAXSUN entsprechende PCIe-5.0-Aufteilungen, konkret in den Konfigurationen x8+x8 oder x8+(x4+x4).

Rücken-an-Rücken-Design im Cooler-Master-Gehäuse

Der eigentliche Zweck der Kabellösung liegt im Gehäusedesign: Wie pccentral.net berichtete, erlauben die MCIO-Kabel die Montage von Mainboard und Grafikkarte auf gegenüberliegenden Seiten eines Cooler-Master-i100-Air-Gehäuses.

Diese Rücken-an-Rücken-Anordnung würde mit einem starren PCIe-Steckplatz baulich nicht funktionieren, da GPU und Board dann zwangsläufig in einer Ebene sitzen müssten. Die Kabelverbindung schafft hier zusätzlichen Spielraum für kompakte Workstation-Gehäuse, in denen Platz und Kühlluftführung begrenzt sind.

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Für den Demonstrationsaufbau setzte MAXSUN laut xiaomitoday.com auf einen Hyper-510-Niedrigprofilkühler sowie ein V850-SFX-Gold-Netzteil – beides Komponenten, die auf kompakte Formfaktoren ausgelegt sind und zum Gesamtkonzept einer platzsparenden Workstation passen.

Handelsübliche Grafikkarten benötigen Adapter

Wer eine gewöhnliche, im Handel erhältliche Grafikkarte in ein solches System einbauen möchte, kommt laut profesionalreview.com nicht ohne zusätzliche Hardware aus: Ein Adapter beziehungsweise Riser ist erforderlich, um die MCIO-Kabelverbindung auf einen physischen PCIe-Steckplatz zurückzuführen, an dem die Karte dann angeschlossen wird.

Die Lösung ist also nicht als direkter Ersatz für den Steckplatz an der Grafikkarte selbst gedacht, sondern verlagert die Kabelführung auf die Seite des Mainboards.

Noch keine Serienreife in Sicht

Bislang handelt es sich um eine reine Demonstration. Wie ifeng.com berichtete, hat MAXSUN weder einen Preis noch einen Verkaufsstart oder Erscheinungstermin für die gezeigte Plattform genannt. Ob und wann das Konzept in ein käufliches Produkt münden könnte, bleibt damit offen.

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Rücken-an-Rücken-Layouts scheitern meist nicht am Mainboard, sondern an der Kühlluftführung: Wenn GPU und Board auf gegenüberliegenden Gehäuseseiten sitzen, entscheidet die Planung von Niedrigprofilkühler, SFX-Netzteil und Luftstrom über stabile Temperaturen. Die kompakte Workstation-Checkliste zeigt, welche Komponenten zusammenpassen. Checkliste kompakte Workstation-Kühlung sichern

Für Systembauer und Workstation-Nutzer, die auf besonders kompakte oder ungewöhnlich geformte Gehäuse setzen, könnte ein solcher Ansatz dennoch interessant werden: Die Trennung von Mainboard- und GPU-Position über Kabel statt über einen starren Steckplatz eröffnet grundsätzlich neue Möglichkeiten für Gehäusedesigns, in denen Kühlung und Platzverteilung anders gelöst werden als in klassischen ATX-Layouts. Bis eine solche Lösung jedoch in Serienprodukten ankommt, bleibt sie zunächst eine technische Machbarkeitsdemonstration.