Maxworker startet heute: KI-Assistent übernimmt 37% der Führungsarbeit

Maxworker, Block und OpenAI bringen diese Woche KI-Assistenten für administrative Aufgaben in Slack und anderen Tools auf den Markt.

Gleich mehrere Tech-Unternehmen bringen diese Woche KI-Assistenten auf den Markt, die administrative Aufgaben in Slack und anderen Tools übernehmen sollen.

Der Trend ist eindeutig: Künstliche Intelligenz wird vom passiven Suchwerkzeug zum aktiven Teammitglied. Gleich drei große Ankündigungen innerhalb weniger Tage zeigen, wohin die Reise geht.

Maxworker startet als digitaler Kollege in Slack

Am heutigen Donnerstag hat das Startup Maxworker seine gleichnamige KI-Plattform gelauncht. Der digitale Assistent arbeitet direkt in Slack und übernimmt genau jene Koordinationsaufgaben, die einer McKinsey-Studie zufolge satte 37 Prozent der Arbeitszeit von Führungskräften verschlingen.

„Das Problem ist, dass relevante Informationen über Dutzende voneinander getrennte Tools verstreut sind“, erklärt Mitgründer Vlad Nikitin. Maxworker verbindet sich mit mehr als 25 Anwendungen – darunter Gmail, Google Kalender, HubSpot, Salesforce und Jira.

Die Aufgaben des KI-Kollegen: morgendliche Briefings liefern, Aufgaben verfolgen, Erinnerungen verschicken und Status-Updates formulieren. Ein entscheidendes Detail: Alle entworfenen Nachrichten oder Aktionen müssen von einem Menschen freigegeben werden, bevor sie rausgehen. Die Kontrolle bleibt also beim Team.

Block setzt auf dezentrale KI-Werkstatt

Erst am Dienstag dieser Woche hatte Jack Dorseys Fintech-Firma Block eine eigene Lösung vorgestellt. „Buzz“ heißt die Open-Source-Plattform, die als dezentraler Arbeitsraum für Menschen und KI-Agenten konzipiert ist.

Das Besondere: Buzz basiert auf dem Nostr-Protokoll und setzt auf eine selbstbestimmte Architektur. Jeder KI-Agent erhält eine kryptografische Identität. Die Plattform ist modellunabhängig – sie unterstützt Claude Code, Codex und Blocks eigenes Tool „goose“.

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Bradley Axen, KI-Chef bei Block, ist überzeugt: „Jedes Unternehmen wird bald einen Ort brauchen, an dem Menschen und Agenten zusammenarbeiten.“ Die Beta-Version ist kostenlos für macOS, Windows und Linux verfügbar.

OpenAI und Procore: Spezialisierte Helfer für Unternehmen

Auch die großen Player mischen kräftig mit. OpenAI präsentierte am Mittwoch „Presence“ – ein Produkt zur Integration von KI-Agenten in interne und kundenorientierte Arbeitsabläufe. Erste Unternehmenspartner wie BBVA, SoftBank und IAG berichten, dass das System bereits 75 Prozent der eingehenden Anfragen ohne menschliches Zutun lösen kann.

Im Bausektor geht Procore einen Schritt weiter. Das Unternehmen launchte am Mittwoch spezialisierte „Digital Coworker“-Pakete für die Branche. Die Agenten prüfen Verträge, führen tägliche Logbücher und bewerten Einreichungen. Ein früher Anwender, Level 10 Construction, konnte durch den Einsatz der KI einen potenziellen Fehler im Wert von 7,15 Millionen US-Dollar vermeiden – umgerechnet rund 6,6 Millionen Euro.

Agenten kommunizieren miteinander

Die Integration schreitet rasant voran. Amp öffnete am Mittwoch seinen Abonnementzugang und führte eine Agent-zu-Agent-Kommunikation ein. Nutzer können Workflows direkt aus Slack heraus auslösen und KI-„Orbs“ steuern.

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Parallel dazu integrierte monday.com Agenten von Claude, ChatGPT, Microsoft Copilot und Cursor in seine Management-Plattform. Microsoft selbst hatte erst im Juli seinen „Copilot Cowork“ – einen autonomen Agenten für mehrstufige Aufgaben – für die allgemeine Verfügbarkeit freigegeben.

Die Botschaft der Branche ist klar: KI-Agenten sind keine Zukunftsmusik mehr. Sie sitzen bereits mit am Tisch.