MeBeMe startet am 23. Juli: App stoppt Scroll-Sucht ohne Konto

Neue Apps wie MeBeMe und Forest sowie KI-Update von Meta zielen auf mehr Produktivität und weniger digitale Ablenkung ab.

Die ständige Berieselung durch Social Media kostet Zeit und Nerven. Jetzt bringen Entwickler gezielt Werkzeuge auf den Markt, die dem entgegenwirken sollen.

Privatsphäre statt Datenhunger

Am 23. Juli 2026 startete die App MeBeMe auf iOS. Ihr Ansatz: Sie unterbricht die passive Scroll-Sucht und schickt dem Nutzer kleine Aufgaben – sogenannte Mikro-Missionen. Entwickler Eric Wolfram hat dafür über 75 Identitäten aus den Bereichen Gesundheit, Geist und Beziehungen hinterlegt. Der Nutzer wählt aus, welche ihn ansprechen.

Das Besondere: MeBeMe kommt ohne Benutzerkonto und Internetverbindung für die Kernfunktionen aus. Alle Daten bleiben lokal auf dem Gerät. Werbung und Abogebühren? Fehlanzeige. Eine Android-Version ist in Arbeit.

Bewährte psychologische Tricks nutzt die App Forest. Sie setzt auf die Pomodoro-Technik: Der Nutzer pflanzt einen virtuellen Baum, der während einer konzentrierten Arbeitsphase von 10 bis 120 Minuten wächst. Wer die Konzentration verliert, lässt den Baum sterben. Mit 4,8 Sternen im App Store ist Forest hoch bewertet. Wer genug virtuelle Münzen gesammelt hat, kann über eine Partnerschaft mit „Trees for the Future“ sogar echte Bäume pflanzen lassen.

KI erobert den Kalender

Auch die großen Tech-Konzerne mischen mit. Meta veröffentlichte am 24. Juli 2026 ein Update für seinen KI-Chatbot. Die neue Funktion: Kalender-Integration für tägliche Briefings und Terminplanung. Angetrieben wird der Bot vom Modell Muse Spark 1.1. Das Update rollt zunächst in ausgewählten Märkten aus, soll aber bald auch auf WhatsApp verfügbar sein.

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Aus dem Startup-Bereich kommt Scape aus Stockholm. Das Fünf-Personen-Team hat 3,2 Millionen Euro von Investoren wie Y Combinator, General Catalyst und FundersClub eingesammelt. Scape entwickelt ein KI-gestütztes E-Mail-Postfach, das Nachrichten priorisiert und Dokumententwürfe erstellt.

Ebenfalls neu: dayGLANCE brachte am 25. Juli 2026 die Version 4.0.0 heraus. Die App bietet eine neue Agenda-Ansicht und ein Dashboard für iOS und Mac. Die Synchronisation läuft über iCloud.

Was kostet die Produktivität?

Die Preise für professionelle Aufgabenverwaltung variieren stark. Ein Überblick über die aktuellen Tarife (jeweils pro Nutzer und Monat, meist mit Jahresabrechnung):

  • Einsteiger: Zoho Projects (4 Euro), Hive (5 Euro)
  • Etabliert: monday.com, Smartsheet, Bonsai (je rund 9 Euro)
  • Spezialisiert: MeisterTask (13 Euro), Quickbase (35 Euro)
  • Für kleine Teams: Procezo bietet eine kostenlose Version für bis zu zehn Mitglieder mit Zeiterfassung und Berichten; die Profi-Version kostet 7 Euro
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Digitale Auszeit mal anders

Wer Social Media durch sinnvollere Beschäftigung ersetzen will, hat die Qual der Wahl:

  • Bildung: Die App Drops vermittelt in fünf Minuten Sprachkenntnisse, Seterra bietet über 300 Geografie-Spiele
  • Gehirnjogging: Elevate lockt mit mehr als 40 kognitiven Trainingsspielen
  • Achtsames Surfen: Mivo bremst den Nutzer mit eingebauten Pausen und Zeitlimits – und fragt: Warum scrollst du eigentlich?
  • Browser pur: Pomofocus ist ein kostenloser, anpassbarer Timer mit Hintergrundgeräuschen und Aufgabenliste – ganz ohne Anmeldung

Die Botschaft der Entwickler ist klar: Die Zeit der gedankenlosen Berieselung soll ein Ende haben. Ob die Apps halten, was sie versprechen, wird sich zeigen. Eines ist sicher: Der Markt für digitale Achtsamkeit wächst rasant.