Besonders brisant: Die Ausfälle trafen gleich mehrere Branchen gleichzeitig.
Transact-Chef entschuldigt sich nach stundenlangem Blackout
Am Donnerstag entschuldigte sich Transact-CEO Tom Dunbar öffentlich für eine schwere Störung. Ein Firewall-Update hatte eine automatische Sperre ausgelöst, die externen Zugriff für mehrere Stunden blockierte. Der Ausfall gilt als der schwerste des Unternehmens seit Jahren. Berater und Kunden konnten weder auf Online-Portale zugreifen noch telefonisch oder per E-Mail kommunizieren.
KI-Riesen kämpfen mit Ausfällen
Bereits am Dienstag dieser Woche kam es zu weitreichenden technischen Problemen bei führenden KI-Anbietern. Anthropics Claude AI meldete ab etwa 16:02 Uhr MEZ erhöhte Fehlerraten über mehrere Modelle hinweg. Betroffen waren die Weboberfläche, die API sowie Entwicklungswerkzeuge wie Claude Code und Console.
Der öffentliche Dienst war nach rund 85 Minuten wieder verfügbar. Interessant: Der Regierungsdienst „Claude for Government“ blieb während des gesamten Vorfalls stabil. Über 90 Tage betrachtet erreichte die spezielle Regierungsvariante eine Verfügbarkeit von 99,93 Prozent – der Standarddienst kommt auf 99,1 Prozent.
Auch OpenAIs ChatGPT kämpfte am Dienstag mit Zugriffsproblemen. Sowohl Gratis- als auch zahlende Nutzer berichteten von Fehlermeldungen und Ladeproblemen. Konkurrierende Dienste verzeichneten während der Störung einen vorübergehenden Anstieg der Nutzerzahlen.
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Meta-Ausfall legt Instagram und WhatsApp lahm
Am späten Dienstagnachmittag traf es dann Meta: Ab etwa 23:00 Uhr MEZ waren Instagram, Facebook, WhatsApp und Threads global nicht erreichbar. Nutzer sahen fast zwei Stunden lang 5xx-Serverfehler, bevor die Dienste langsam wieder hochkamen.
Zahlungsverkehr während WM-Spiel lahmgelegt
Der Finanzsektor blieb ebenfalls nicht verschont. Am Dienstagabend fiel Worldpay während eines hochkarätigen WM-Spiels zwischen England und Ghana aus. Der Zahlungsdienstleister – kürzlich Teil einer 24 Milliarden Dollar schweren Übernahme durch Global Payments – führte den Ausfall auf eine Störung im britischen Stromnetz zurück. Viele Pubs und Einzelhändler mussten auf Bargeld umstellen. Ein Teil der Händler erhielt Zahlungen erst mit einem Tag Verzögerung.
Die Butterfield Bank bestätigte am Mittwoch, dass Probleme mit Debitkarten-Zahlungen an POS-Terminals behoben seien. Eine nächtliche Lösung mit den Anbietern wurde umgesetzt, eine umfassende Überprüfung läuft.
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Glasfaserkabel-Riss legt 13.750 Haushalte lahm
Am Mittwoch traf es den regionalen Internetanbieter Greenlight Community Broadband: Ein massiver Glasfaserkabelbruch legte alle 13.750 Kunden lauf. Beide Großhandelsanbieter fielen gleichzeitig aus – ein Ereignis, das das Unternehmen in 18 Jahren Betrieb noch nie erlebt hatte. Eine beschleunigte dritte Anbindung stellte die meisten Dienste bis zum Vormittag wieder her, einige Kunden warteten jedoch bis zum späten Nachmittag.
Behördendienste: Von Zeugnissen bis zu Genehmigungen
Auch der öffentliche Sektor kämpft mit technischen Problemen. Die Bildungsbehörde der südafrikanischen Provinz Gauteng meldete am Mittwoch, dass Probleme mit dem SA-SAMS-System die Ausgabe von Zeugnissen an mehreren Schulen verzögerten. In University City, Missouri, beeinträchtigte ein seit Mitte Juni andauernder Netzwerkausfall weiterhin die Bearbeitung von Anträgen, Online-Zahlungen und Genehmigungen.
Historischer Hackerangriff: Geständnisse vor Gericht
Während die Unternehmen aktuelle Störungen behoben, befasste sich die Justiz mit vergangenen Angriffen auf die digitale Infrastruktur. Am Dienstag bekannten sich zwei Personen schuldig, einen Cyberangriff auf Transport for London (TfL) aus dem Jahr 2024 durchgeführt zu haben.
Der Angriff zwischen Ende August und Anfang September 2024 hatte Live-Verkehrsinformationen und Zahlungssysteme lahmgelegt sowie Kundendaten gestohlen. Die Gesamtschäden wurden auf umgerechnet rund 45 Millionen Euro beziffert. Die Urteile werden für Juli 2026 erwartet.

