Mercenaries Recompiled: Xbox-Klassiker läuft nativ auf PC mit 4K und 60 FPS

Der neue Port unterstützt Windows und Linux sowie Breitbild, Auflösungen bis 4K und Bildraten bis 60 FPS.

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Im Bereich der Community-basierten Spieleerhaltung zeichnet sich ein neuer Trend zur statischen Rekompilierung ab. Wie aus Branchenberichten vom 28. September 2026 hervorgeht, hat der Modder SixGenProkat aus der Community „menace.pro“ einen inoffiziellen PC-Port des Action-Klassikers „Mercenaries: Playground of Destruction“ veröffentlicht. Das Projekt mit dem Namen „Mercenaries Recompiled“ bringt den ursprünglich von Pandemic Studios entwickelten Titel nativ auf moderne Rechner.

Technische Spezifikationen und Systemintegration

Der Port von SixGenProkat basiert auf der Xbox-Version des Spiels. Im Gegensatz zu herkömmlichen Emulationslösungen läuft die Software nativ unter Windows sowie unter Linux mittels Proton. Der Entwickler betonte, dass das Projekt keine urheberrechtlich geschützten Spiel-Assets enthalte. Nutzer müssen daher eine eigene, legale Xbox-ISO-Datei bereitstellen, um den Port nutzen zu können.

Technisch bietet „Mercenaries Recompiled“ erhebliche Verbesserungen gegenüber der Original-Hardware. Unterstützt werden Breitbild-Darstellungen sowie Auflösungen bis hin zu 4K. Die Bildwiederholrate kann auf bis im 60 FPS angehoben werden, zudem lässt sich die Distanz, in der Nicht-Spieler-Charaktere (NPCs) aktiv werden, verdreifachen.

Während innerhalb des Spielgeschehens Maus und Tastatur unterstützt werden, ist die Navigation in den Menüs derzeit noch auf andere Eingabemethoden beschränkt. Das Paket enthält zudem ein Mod-Menü, diverse Grafikverbesserungen sowie Fehlerbehebungen.

Weitere Portierungen klassischer Konsolentitel

Parallel zu der Veröffentlichung von SixGenProkat sind in den letzten Tagen mehrere ähnliche Projekte an die Öffentlichkeit getreten. Der Entwickler Portingpete veröffentlichte auf GitHub einen inoffiziellen nativen Windows-Port des Titels „The Darkness“ aus dem Jahr 2007. Dieser basiert auf einer Übersetzung der Xbox-360-Binärdatei in C++ und nutzt einen Direct3D-11-Renderer. Mit dem aktuellen Update 0.1.2 wurden spezifische Grafikfehler bei Charakter-Schatten und Probleme mit der „Dark Vision“ behoben. Auch hier ist eine eigene Spielkopie zwingend erforderlich.

Bereits Mitte September 2026 veröffentlichte das „Pilotwings-64-Recompiled-Team“ eine native Version des Nintendo-64-Klassikers für Windows und Linux. Durch die Nutzung von Frame-Interpolation erreicht dieser Port hohe Bildwiederholraten, die an die Frequenz des jeweiligen Displays gekoppelt sind. Zudem wurden Ladezeiten bei Menüwechseln, die im Original bis zu 6 Sekunden dauern konnten, eliminiert.

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Fortschritte bei Rollenspielen und Handheld-Titeln

Auch im Bereich der Rollenspiele gibt es Neuigkeiten: Der Entwickler „freefrank“ stellte die Version 0.7 des Projekts „LostOdysseyRecomp“ vor. Dieser inoffizielle Port des Xbox-360-Exklusivtitels integriert nun moderne Upscaling-Technologien wie NVIDIA DLSS Super Resolution und AMD FSR 3.1.4. Zudem wird ein nativer Ultrawide-Support im 21:9-Format geboten. Für die kommende Version 0.8.0 stellte der Entwickler bereits die Implementierung von DLSS Frame Generation in Aussicht.

Ein namentlich nicht genannter Entwickler veröffentlichte zudem einen PC-Port von „Grand Theft Auto: Liberty City Stories“. Dieser basiert direkt auf der ursprünglichen PSP-Version und bietet von Beginn an eine native Unterstützung für Maus und Tastatur.

Projekte in der Entwicklungsphase

Während einige Ports bereits spielbar sind, befinden sich andere Vorhaben noch in einem frühen Stadium. Das Team „Luma’s Workshop“ kündigte mit „AstroCore“ einen nativen PC-Port für „Super Mario Galaxy“ an, der ohne den Einsatz von KI-Tools erstellt werde. Ein konkretes Veröffentlichungsdatum steht hier noch aus.

Auf technischer Ebene sorgt zudem das Open-Source-Projekt „AnyPS5“ des Entwicklers „boykopovar“ für Aufmerksamkeit. Das Ziel ist es, PlayStation-5-Titel durch statische Rekompilierung nativ auf dem PC auszuführen.

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Bisher erreicht die Software den Haupt-Rendering-Loop, stoppt jedoch noch vor der vollständigen Bildausgabe. Konkurrenzprojekte wie „KyTyPS5“ konnten laut Berichten bereits eine instabile Version von „GTA V“ mit 60 FPS auf High-End-Hardware demonstrieren.

Zuletzt wurde am 22. September 2026 eine neue Version des „Zelda II“-Remakes „z2rs“ vom Entwickler Troygentic veröffentlicht. Diese auf Rust basierende Rekonstruktion bietet unter anderem einen kooperativen Mehrspielermodus und optionale HD-Grafikpakete für moderne Systeme.