Facebook, Instagram und WhatsApp funktionieren wieder – ein schwerwiegender Netzwerkfehler hatte am Freitag Millionen Nutzer ausgesperrt.
Der Ausfall begann am Morgen des 12. Juni und legte die gesamte Meta-Plattform lahm. Betroffen waren neben Facebook, Instagram und WhatsApp auch der Messenger-Dienst sowie die Mikroblogging-Plattform Threads. Weltweit berichteten Nutzer von plötzlichen Ausloggungen, nicht aktualisierbaren Feeds und verzögerten Nachrichten.
Hunderttausende Fehlermeldungen
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Gegen 15:20 Uhr deutscher Zeit verzeichnete der Überwachungsdienst Downdetector einen sprunghaften Anstieg der Störungsmeldungen. Der Höhepunkt wurde rund 40 Minuten später erreicht. Allein für Facebook gingen über 126.000 Meldungen ein, für Instagram, WhatsApp und Messenger zusammen rund 27.000. In den USA lag die Zahl der Facebook-Meldungen zeitweise bei über 109.000. Auch Nutzer in Großbritannien, Kanada, Australien und den Vereinigten Arabischen Emiraten meldeten erhebliche Beeinträchtigungen.
Besonders betroffen waren die Philippinen: Dort wurde der Ausfall zum dominierenden Thema auf alternativen Social-Media-Plattformen. Die Dimension des Problems wird angesichts der Nutzerzahlen deutlich: Meta zählt über 3,1 Milliarden Facebook-Nutzer, Instagram und WhatsApp kommen jeweils auf rund drei Milliarden aktive Accounts.
Geschäftskunden ebenfalls betroffen
Der Ausfall traf nicht nur Privatnutzer. Auch die geschäftskritische Infrastruktur war lahmgelegt. Metas offizielle Statusseite bestätigte schwere Störungen beim Facebook Ads Manager und der WhatsApp Business API. Diese Werkzeuge sind für globale Werbekampagnen und automatisierte Kundenkommunikation unverzichtbar – der technische Fehler hatte damit direkte wirtschaftliche Folgen für Unternehmen, die auf Metas Ökosystem angewiesen sind.
Bereits am Nachmittag wurde bekannt, dass ein interner Netzwerkfehler die Ursache war. Viele Nutzer sorgten sich zunächst um die Sicherheit ihrer Konten, nachdem sie unerwartet aus aktiven Sitzungen geworfen wurden. Die Symptome erwiesen sich jedoch als Teil der allgemeinen Systeminstabilität.
Stufenweise Wiederherstellung
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Meta reagierte schnell auf die ersten Meldungen. Konzernsprecher Andy Stone bestätigte auf der Plattform X, dass das Unternehmen die Zugriffsprobleme kenne und an einer Lösung arbeite.
Die Wiederherstellung erfolgte schrittweise:
– Gegen 17:45 Uhr MEZ: Die meisten Plattformen zeigten erste Anzeichen der Erholung.
– Gegen 21:30 Uhr MEZ: Die Dienste waren weitgehend stabilisiert.
– In Singapur meldeten rund 80 Prozent der befragten Nutzer bis 22:30 Uhr Ortszeit wieder vollen Zugriff.
– In Großbritannien waren die Dienste gegen 21:28 Uhr BST vollständig funktionsfähig.
Obwohl die Hauptprobleme mit Login und Kernfunktionen bis Freitagabend behoben waren, berichteten einige Nutzer in den folgenden Stunden noch von leichten Ladeverzögerungen. Eine ausführliche Erklärung zur genauen technischen Ursache blieb Meta bislang schuldig.

