Meta baut Mega-Rechenzentrum in Kanada: 8,8 Milliarden Euro

Meta investiert 8,8 Milliarden Euro in ein KI-Rechenzentrum in Alberta. Das Projekt schafft tausende Jobs und wird zum größten Standort außerhalb der USA.

Es wird der größte Standort außerhalb der USA.

Sturgeon County – Meta baut sein erstes kanadisches Rechenzentrum in der Provinz Alberta. Die Anlage nordöstlich von Edmonton wird mit einer Investition von umgerechnet rund 8,8 Milliarden Euro zum größten Data-Center-Standort des Konzerns außerhalb der Vereinigten Staaten. Das Projekt ist ein klares Signal: Der Wettlauf um die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz verschärft sich.

Tausende Jobs und Millionen für die Region

Während der Bauphase werden bis zu 3.000 Arbeiter auf dem Gelände beschäftigt sein. Nach der Fertigstellung – voraussichtlich in zwei bis drei Jahren – entstehen 300 dauerhafte Arbeitsplätze. Die Provinzregierung unter Premierministerin Danielle Smith rechnet mit jährlichen Einnahmen von rund 230 Millionen Euro durch das Projekt.

Meta hat zudem umgerechnet etwa 55 Millionen Euro für lokale Infrastrukturverbesserungen zugesagt. Das Rechenzentrum erstreckt sich über rund 270.000 Quadratmeter auf einem 708 Hektar großen Campus in einer ausgewiesenen Industriezone. Die Wahl fiel bewusst auf dieses Gebiet, um Konflikte mit anderen Landnutzungen zu vermeiden.

Spezialisiert auf Hochleistungs-KI

Die Anlage ist für eine Leistung von einem Gigawatt ausgelegt – das entspricht in etwa dem gesamten Stromverbrauch der Stadt Edmonton. Zum Vergleich: Ein großes deutsches Rechenzentrum kommt selten über 50 Megawatt.

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Der Strom kommt vom Greenlight-Gaskraftwerk, einem 4,2 Milliarden Euro teuren Projekt der Partner Pembina Pipeline, Morgan Stanley und Kineticor. Das Kraftwerk soll zunächst 932 bis 970 Megawatt liefern, mit Ausbaupotenzial auf 1,8 Gigawatt. Es geht zwar erst 2030 ans Netz – bis dahin bezieht das Rechenzentrum Strom aus dem öffentlichen Netz. Diese Eigenstromlösung soll die Übertragungskosten in der Provinz um rund sechs Prozent senken.

Meta setzt auf eine geschlossene Flüssigkeitskühlung, die keinen Wasserverbrauch im Betrieb verursacht. Der gesamte Wasserverbrauch soll unter dem eines durchschnittlichen Golfplatzes liegen. Das Unternehmen betont, die Anlage werde zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energie-Zertifikaten hinterlegt. Kritiker sehen den direkten Einsatz von Erdgas dennoch skeptisch – Umweltorganisationen fordern einen Moratorium für solche Projekte.

Teil einer globalen Strategie

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Mit dem Standort in Alberta betreibt Meta weltweit 33 Rechenzentren. Die Investition kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Konzern seine Ausgaben massiv hochfährt: Für 2026 sind Investitionen von umgerechnet bis zu 133 Milliarden Euro geplant.

Die Entscheidung für Sturgeon County fiel wegen der verfügbaren Energie, des günstigen regulatorischen Umfelds und der Vorteile des lokalen Industriegebiets. Branchenbeobachter sehen den Schritt als Teil von Metas Strategie, die Cloud-Computing-Kapazitäten auszubauen und im KI-Wettbewerb die Nase vorn zu haben. Die Provinzregierung verhandelt eigenen Angaben zufolge bereits über rund 60 weitere potenzielle Rechenzentrums-Projekte.