Meta hat bei der Entwicklerkonferenz Meta Connect eine Hörverstärkungsfunktion für unterstützte Meta-Brillen angekündigt, wie engadget.com am 23. September 2026 berichtete. Die Software ist FDA-zugelassen und richtet sich an Menschen mit leichtem bis mittelschwerem Hörverlust. Sie kommt ohne Rezept aus und lässt sich eigenständig zu Hause einrichten.
Funktionsweise und Einrichtung
Laut techradar.com verstärkt die Software anhand eines individuellen Hörprofils gezielt Stimmen und unterdrückt gleichzeitig Hintergrundgeräusche. Nutzer ermitteln ihr Hörprofil über einen Test in der zugehörigen App, der nach Angaben von Meta etwa ein bis zwei Minuten dauert.
Verfügbarkeit und Preis
Der Start in den USA ist für später im Jahr 2026 vorgesehen. Die Ray-Ban-Modelle sind zunächst von der Funktion ausgenommen, eine internationale Ausweitung ist laut engadget.com und techradar.com geplant.
Nutzer können die Funktion 30 Tage kostenlos testen, danach fällt laut den Berichten ein einmaliger Betrag von 149 US-Dollar beziehungsweise 149,99 US-Dollar an – alternativ ist die Funktion im Meta-One-Abonnement enthalten.
Eine Erstattung über HSA- oder FSA-Konten ist möglich. Laut techguide.com.au funktioniert Hearing Enhancement mit Meta-KI-Brillen ab der zweiten Generation sowie mit Ray-Ban Meta Audio und wird jeweils als kostenpflichtige Zusatzoption angeboten.
Hintergrund: Verbreitung von Hörverlust
Meta verweist laut techradar.com darauf, dass einer von sechs US-Amerikanern von leichtem bis mittelschwerem Hörverlust betroffen sei, wovon nach eigenen Angaben nur rund 15 Prozent tatsächlich etwas gegen das Problem unternehmen. Mit der neuen Funktion positioniert sich das Unternehmen an der Schnittstelle zwischen Consumer-Elektronik und niedrigschwelliger Hörgesundheitsversorgung.
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Einordnung in die Produktpalette
Die Ankündigung fiel in eine Reihe weiterer Neuvorstellungen bei Meta Connect. Das Unternehmen präsentierte unter anderem die kameralose Ray-Ban Meta Audio mit einem Gewicht von 43 Gramm, einer Laufzeit von bis zu 12 Stunden sowie bis zu 48 Stunden inklusive Ladecase, erhältlich in 23 Farb- und Glaskombinationen ab 349 US-Dollar mit Verkaufsstart ab dem 13. Oktober.
Zusätzlich stellte Meta die Ray-Ban Meta Gen 3 vor, die ab 449 US-Dollar mit sechs Mikrofonen, einer 12-Megapixel-Kamera und 3K-Videofunktion ausgestattet ist; laut Meta reduzieren die Mikrofone mehr als 90 Prozent der Hintergrundgeräusche. Eine limitierte Warm-Beige-Aviator-Version kostet 549 US-Dollar.
Weitere neue Modelle sind Capri und Nova ab 299 US-Dollar, LISA-Editionen ab 399 US-Dollar sowie die Meta Glasses Adventurer ab 249 US-Dollar, die alle am 23. Oktober in den Verkauf gehen sollen.
Die Ray-Ban Meta Display soll laut indianexpress.com ab 799 US-Dollar in den USA, ab 749 Pfund im Vereinigten Königreich, 1.149 kanadischen Dollar in Kanada und ab 899 Euro in Frankreich, Italien und Deutschland erhältlich sein, mit Verkaufsstart am 13. Oktober in den genannten europäischen Ländern. Für Meta VR Glasses nennt thenextweb.com einen geplanten Marktstart im Frühjahr 2027 zu einem Preis von 1.299,99 US-Dollar.
Meta kündigte zudem an, seine Brillenprodukte auf neue Märkte auszuweiten: Singapur, Südkorea, Mexiko und die Vereinigten Arabischen Emirate sollen demnach ab sofort bedient werden, Brasilien soll folgen, weitere Märkte im späteren Jahresverlauf 2026. Insgesamt plant Meta nach eigenen Angaben, bis Jahresende mehr als 100 Brillenoptionen anzubieten.
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Software-Ökosystem: Muse und weitere Funktionen
Neben der Hörverstärkung sollen die Brillen künftig auch den KI-Assistenten Muse erhalten, der Nutzeranfragen per Sprache entgegennimmt und im Hintergrund Aufgaben übernimmt – etwa Workouts anleiten, Mahlzeiten protokollieren oder beim Einkaufen unterstützen. Muse ist derzeit auf Nutzer in den USA beschränkt.
Weitere angekündigte Updates umfassen Dolby-Atmos-Aufnahmen für 360-Grad-Raumklang, einen Dynamic-Photo-Modus, einen Landscape-Crop-Modus, Private Processing, verbesserte Detailed Responses, eine ohrspezifische Audiobalance sowie anpassbare Steuerungsoptionen.
Für die Ray-Ban Display kündigte Meta außerdem eine Hologramm-Funktion für WhatsApp-Anrufe an, die in den USA im Early Access später im Herbst starten soll, sowie eine sprachgesteuerte Echtzeit-Routenführung für Rad- und ÖPNV-Verbindungen in den USA und Kanada ab Ende September 2026. Ergänzt werden diese Funktionen um Fußgängernavigation anhand der Umgebung, Fotobearbeitung, eine Explore-App, einen verbesserten Kalender und die Spiegelung von Telefonbenachrichtigungen.

