Meta bringt Muse Image: KI-Bildgenerierung in Instagram und WhatsApp

Meta bringt Muse Image und Muse Spark 1.1 an den Start. Datenschutzbedenken führen zur Deaktivierung einer umstrittenen Funktion.

Ab sofort steckt die neue KI in Instagram-Effekten und WhatsApp-Chats – und sorgt bereits für Diskussionen.

Muse Image: Kreativ-Tools für Millionen Nutzer

Das Muse Image-Modell, entwickelt von den im Juni 2025 gegründeten Meta Superintelligence Labs, ist der Kern der neuen Funktionen. Es ermöglicht 30 neue KI-Effekte für Instagram-Storys und die direkte Bildgenerierung in WhatsApp-Chats – zunächst in ausgewählten Regionen.

Die technischen Fähigkeiten gehen weit über einfache Text-zu-Bild-Befehle hinaus. Nutzer können per Konversation Bilder bearbeiten, mehrere Fotos kombinieren oder spezielle Inhalte wie QR-Codes und Infografiken erstellen. Auch praktische Anwendungen wie die Neugestaltung von Räumen sind möglich. Meta betont: Die Standardnutzung bleibt kostenlos, erweiterte Optionen sind an Abo-Modelle gekoppelt. Ein Nachfolger für Bewegtbilder, Muse Video, ist bereits in Entwicklung.

Datenschutz-Panne: Öffentliche Profile im Fokus

Der Start verlief nicht ohne Kontroversen. Anfang Juli führte Meta eine Funktion ein, mit der Nutzer KI-Bilder generieren konnten, indem sie öffentliche Instagram-Konten per @-Erwähnung einbanden. Die Funktion war für alle über 18 Jahre automatisch aktiviert – die abgebildeten Personen wurden nicht benachrichtigt.

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Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Organisationen wie die Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA und die Creative Artists Agency (CAA) protestierten. Ihre Kritik: ein Opt-out-System statt einer aktiven Zustimmung, mit Risiken für Identitätsdiebstahl und unerlaubte Nutzung von Berufsbildern. Meta zog die Konsequenzen und deaktivierte die Funktion am 10. Juli 2026. Das Unternehmen räumte ein, die ursprüngliche Umsetzung habe nicht den Erwartungen entsprochen.

Muse Spark 1.1: Automatisierung für Unternehmen

Parallel zu den kreativen Tools brachte Meta am 13. Juli Muse Spark 1.1 an den Start. Das Modell automatisiert komplexe Computeraufgaben auf Desktop, Web und mobilen Geräten. Mit einem Kontextfenster von einer Million Token ist es für „agentisches Programmieren“ ausgelegt – mehrstufige Planung und technische Ausführung inklusive.

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Bereits am 9. Juli öffnete Meta die öffentliche Vorschau der Muse-Spark-1.1-API. Drittanbieter können die multimodalen Fähigkeiten und Programmierfunktionen nun in eigene Plattformen einbauen. Zu den ersten Partnern zählen die Entwicklungsumgebungen Replit und Cline.

Milliarden-Investitionen im KI-Wettlauf

Metas aggressiver Kurs in die integrierte KI hat seinen Preis: Die Investitionsausgaben für 2026 werden auf rund 145 Milliarden Euro geschätzt. Das Unternehmen positioniert seine Muse-Modelle in einem hart umkämpften Markt. Erst am 8. Juli 2026 kündigte SpaceXAI sein Modell Grok 4.5 mit 1,5 Billionen Parametern an – ebenfalls mit Fokus auf Unternehmensprogrammierung.

Auch im Bereich der Kommunikations-Apps tut sich einiges. Seit dem 13. Juli 2026 ist ChatGPT wieder über einen verifizierten Account auf WhatsApp im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) verfügbar. Ähnliche KI-Dienste gibt es inzwischen auf Plattformen wie Kakao in Südkorea und Viber in unterstützten Märkten.