Meta hat die Einführung der Meta Enterprise Platform bekannt gegeben. Wie CEO Mark Zuckerberg erläuterte, fungiert die Plattform als neuer Geschäftsbereich, der Unternehmen und Entwicklern den Zugang zu fortschrittlichen KI-Modellen, spezialisierten KI-Agenten und der notwendigen Infrastruktur ermöglichen soll. Ziel sei es, Firmen Werkzeuge für digitales Wachstum und den technologischen Wandel zur Verfügung zu stellen.
Strategische Neuausrichtung und personelle Weichenstellung
Für die Leitung des neuen Bereichs hat Meta Chirantan „CJ“ Desai als Chief Enterprise Platform Officer verpflichtet. In dieser Funktion berichtet Desai unmittelbar an Mark Zuckerberg. Die Ernennung erfolgte laut Unternehmensangaben mit sofortiger Wirkung.
Desai verfügt über umfassende Erfahrung in der Cloud- und Softwarebranche; er war zuletzt als CEO und Präsident von MongoDB tätig. Zuvor verantwortete er Produkt- und Engineering-Bereiche bei Cloudflare und bekleidete fast acht Jahre lang Führungspositionen bei ServiceNow, unter anderem als Präsident und Chief Operating Officer (COO).
Der abrupte Wechsel führte an den Finanzmärkten zu deutlichen Reaktionen. Die Aktien von MongoDB verzeichneten im vorbörslichen Handel einen Rückgang von 20 %, nachdem bekannt wurde, dass Desai das Unternehmen nach weniger als einem Jahr an der Spitze verlässt. MongoDB reagierte auf die Vakanz mit der Ernennung des früheren CEOs Dev Ittycheria zum Interimspräsidenten und -CEO, während die Suche nach einer dauerhaften Nachfolge eingeleitet wurde.
Umfangreiche KI-Werkzeuge für Entwickler und Partner
Zum Start der Plattform bündelt Meta verschiedene Dienste unter der Marke Muse. Das Angebot umfasst unter anderem den Muse Agent, den Meta Business Agent sowie die Muse API und Muse Code. Bereits Mitte September stellte das Unternehmen die Muse Connector Platform vor.
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Diese Schnittstelle ermöglicht es Entwicklern, externe Programmierschnittstellen (APIs) als Werkzeuge in den Muse-Agenten zu integrieren. Diese Integrationen werden in einer isolierten Sicherheitsumgebung, der sogenannten Muse Secure VM, ausgeführt. Für die Verknüpfung von Nutzerkonten kommt das OAuth-Verfahren zum Einsatz.
Im Rahmen eines schrittweisen Rollouts erhalten ausgewählte Entwickler zudem Zugang zum Model Context Protocol (MCP) sowie eine dedizierte Oberfläche im AI Developer Center. Meta betonte, dass jeder Konnektor vor der Freigabe funktionalen, sicherheitstechnischen und rechtlichen Prüfungen unterzogen werde.
Zu den ersten Partnern, die die Muse Connector Platform nutzen, gehören Unternehmen wie Shopify, Walmart, Notion, GitHub und Box. Zahlungsabwicklungen innerhalb dieses Ökosystems werden über Stripe via Link realisiert.
Investitionen in Infrastruktur und Hardware-Anbindung
Die Ambitionen im Enterprise-Sektor spiegeln sich auch in den Finanzplanungen wider. Marktberichten zufolge plant Meta, allein im Jahr 2026 mehr als 100 Mrd. US-Dollar in den Ausbau der KI-Infrastruktur zu investieren. Ein zentraler Bestandteil der Strategie ist die Sicherheit der Unternehmensdaten.
Meta plant, noch vor Ende 2026 die Muse Confidential VM einzuführen. Diese Technologie soll die gesamte virtuelle Maschine einschließlich sämtlicher Nutzerdaten und Gesprächsverläufe verschlüsseln, wobei der Zugriffsschlüssel ausschließlich beim Nutzer verbleibt.
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Die KI-Technologien sollen zudem eng mit Metas Hardware-Portfolio verzahnt werden. Bis Ende 2026 strebt das Unternehmen an, über 100 verschiedene Modelle von KI-Brillen anzubieten. Muse wird dabei als Agent konzipiert, der auf verschiedenen Geräten und in Apps einsatzfähig ist.
Zu den Hardware-Spezifikationen wurde bekannt, dass die Ray-Ban Meta Audio bei 349 US-Dollar startet und eine Akkulaufzeit von bis zu 12 Stunden bietet.
Das Modell Ray-Ban Meta Gen 3 wird ab 449 US-Dollar angeboten. Für das Frühjahr 2027 ist zudem der Marktstart der rund 100 Gramm schweren Meta VR Glasses zu einem Preis von 1.299 US-Dollar geplant.

