Der Technologiekonzern Meta arbeitet Berichten von Mitte September 2026 zufolge an einer neuen Variante seiner intelligenten Brillen, die ohne integrierte Kamera auskommt. Das Projekt, das intern unter dem Codenamen „Luna“ geführt wird, gilt als direkte Antwort auf die anhaltende Kritik am Schutz der Privatsphäre bei tragbaren Aufnahmegeräten.
Mit dem Verzicht auf optische Sensoren zielt das Unternehmen darauf ab, eine alternative Nutzergruppe zu erschließen, die bisher aufgrund von Sicherheitsbedenken vor dem Kauf derartiger Wearables zurückschreckte.
Fokus auf Sprachsteuerung und KI-Integration
Im Gegensatz zu den bisherigen Ray-Ban-Modellen von Meta liegt der Schwerpunkt der Luna-Brille auf der Interaktion über Sprach-KI. Anstelle von Kameralinsen soll das Gerät mit insgesamt sechs Mikrofonen ausgestattet sein, um die Dienste Meta AI und Muse AI präzise zu unterstützen. Die akustische Ausgabe erfolgt über Lautsprecher, die direkt in Richtung der Ohren ausgerichtet sind.
Die Hardware-Spezifikationen sehen zudem einen dedizierten Seitenknopf vor, über den die künstliche Intelligenz manuell aktiviert werden kann. Durch das Wegfallen der Kameratechnik ist es dem Unternehmen möglich, die Brillenbügel schmaler zu gestalten, was den Tragekomfort und die optische Ähnlichkeit zu herkömmlichen Korrekturbrillen erhöhen soll.
Geplante Markteinführung und Design-Varianten
Eine offizielle Bestätigung seitens Meta zu den Spezifikationen oder dem Zeitplan liegt bislang nicht vor; das Unternehmen lehnte eine Stellungnahme zu den Berichten ab. Branchenkenner erwarten jedoch eine Präsentation der neuen Hardware auf dem kommenden Connect-Event, das für den 23. und 24. September 2026 angesetzt ist.
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Die Auslieferung der kamerafreien Brillen ist laut aktuellen Informationen für Oktober 2026 geplant. Meta beabsichtigt demnach, das Gerät in zwei etablierten Brillendesigns anzubieten: den Modellen Clubmaster und Burbank. Damit setzt der Konzern seine Strategie fort, technologische Funktionen in klassische Brillenformen zu integrieren.
Marktumfeld und regulatorischer Druck
Die Entwicklung von „Luna“ erfolgt in einem Marktumfeld, das zunehmend sensibel auf tragbare Aufnahmegeräte reagiert. In Großbritannien haben Kinos bereits seit August 2026 damit begonnen, die Nutzung von kamerafähigen Smart Glasses in ihren Sälen zu beschränken. Parallel dazu forderte eine niederländische Verbrauchergruppe ein EU-weites Verbot der kameraausgestatteten Meta-Brillen.
Trotz dieser Widerstände konnte Meta mit seinen bisherigen Hardware-Produkten beachtliche Zahlen erzielen. Von der Ray-Ban Meta wurden rund 7 Mio. Einheiten verkauft, während für das Angebot Meta One etwa 15 Mio. Abonnements beziehungsweise Testläufe verzeichnet wurden. Im Wettbewerb trifft Meta unter anderem auf den Anbieter Even Realities, der das Modell G2 zu einem Preis von 599 US-Dollar vermarktet.
Ausblick auf die Hardware-Roadmap
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Die kamerafreie Brille ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Erweiterung des Wearable-Portfolios. Neben dem Luna-Projekt plant der Konzern für das Jahr 2027 die Einführung einer fortschrittlichen AR-Brille mit dem Codenamen „Phoenix“. Diese soll technisch deutlich über die aktuellen Modelle hinausgehen und unter anderem Demonstrationen für hologrammartige Videoanrufe ermöglichen.
Während Luna die unmittelbare Lücke für datenschutzbewusste Nutzer schließen soll, markiert Phoenix den nächsten großen Schritt in Richtung vollumfänglicher Augmented Reality.

