Meta öffnet WhatsApp für KI-Konkurrenten – Premium-Abo gestartet

Meta gewährt KI-Entwicklern Gratiszugang zur WhatsApp-API und führt ein kostenpflichtiges Premium-Abo ein, um EU-Strafen zu vermeiden.

Der Social-Media-Konzern Meta geht in die Offensive: Um milliardenschwere EU-Strafen abzuwenden, gewährt er rivalisierenden KI-Entwicklern kostenlosen Zugang zur WhatsApp Business API. Gleichzeitig startet das Unternehmen ein kostenpflichtiges Premium-Abo für iPhone-Nutzer.

Zugeständnisse an die EU-Kommission

Metas Entscheidung ist eine Reaktion auf den wachsenden Druck der europäischen Wettbewerbshüter. Dem Konzern drohten Strafen von bis zu zehn Prozent seines Jahresumsatzes, hätte er den Forderungen nach fairem Marktzugang nicht nachgegeben. Die EU-Kommission begrüßt den Schritt als Signal für mehr Wettbewerb auf den großen Kommunikationsplattformen.

Konkret bietet Meta konkurrierenden KI-Entwicklern einen einmonatigen Gratis-Zugang zur WhatsApp Business API. Normalerweise sind mit der Schnittstelle erhebliche Kosten verbunden. Die Testphase erlaubt es Drittanbietern, ihre Chatdienste in die WhatsApp-Infrastruktur zu integrieren – ohne die üblichen Einstiegshürden. Für Entwickler, die die Milliarden-Nutzerbasis von WhatsApp erreichen wollen, ist das ein entscheidender Vorteil.

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Das Angebot ist zunächst befristet. Doch es setzt einen Präzedenzfall: Künftig könnte Meta gezwungen sein, dauerhaft faire Bedingungen für Drittanbieter zu schaffen – oder das Programm freiwillig auszubauen.

WhatsApp Plus: Premium-Features für 2,49 Euro

Parallel zu den regulatorischen Zugeständnissen startet Meta eine neue Einnahmequelle. Seit dem 11. Mai rollt das Unternehmen WhatsApp Plus aus – zunächst für iPhone-Nutzer in ausgewählten Märkten. Der Preis liegt in Europa bei 2,49 Euro pro Monat.

Was bietet das Abo? Eine Reihe von Anpassungsmöglichkeiten, die in der kostenlosen Version fehlen:

  • 18 Akzentfarben und 14 benutzerdefinierte App-Symbole
  • Exklusive Premium-Sticker-Pakete mit Overlay-Animationen
  • Bis zu 20 Chats anheftbar (statt bisher weniger)
  • Zehn spezielle Klingeltöne und Bulk-Theme-Einstellungen

Einige Nutzer erhalten eine kostenlose Testphase von einer Woche bis zu einem Monat. Geschäftskonten sind vom neuen Angebot zunächst ausgeschlossen. Branchenbeobachter sehen darin eine strategische Kehrtwende: Jahrelang pries Meta WhatsApp als kostenlosen Dienst – nun sollen Power-User zur Kasse gebeten werden.

Apples iOS 26.5: Verschlüsselung für alle

Auch Apple bewegt sich. Mit dem Update auf iOS 26.5 (veröffentlicht am 11. Mai) führt der Konzern eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten ein. Die Funktion befindet sich noch in der Beta-Phase und hängt von der Unterstützung der Mobilfunkanbieter ab. Ein Schlosssymbol im Chatfenster zeigt künftig an, ob die Verbindung zwischen iPhone und Android-Gerät sicher ist.

Das Update erfüllt zudem EU-Auflagen: iOS 26.5 unterstützt jetzt Fremdhersteller-Wearables, Proximity-Pairing für Nicht-Apple-Geräte und die Weiterleitung von Benachrichtigungen an externe Hardware.

Gleichzeitig baut Apple neue Werbekanäle auf. In Apple Maps erscheinen nun „Vorgeschlagene Orte“ und ein Werbeframework. Nutzer ab dem iPhone 11 erhalten zudem ein animiertes Pride-Hintergrundbild und acht neue Emojis – darunter ein Schwertwal, eine Posaune und ein Erdrutsch-Symbol.

52 Sicherheitslücken geschlossen

Die Updates dienen auch als umfassender Sicherheitspatch. Insgesamt 52 Schwachstellen wurden in iOS 26.5 behoben, macOS 26.5 erhielt sogar 69 Fixes. Zu den kritischen Lücken zählen:

  • CVE-2026-28991 (Accelerate): Konnte zu Denial-of-Service-Angriffen führen
  • CVE-2026-28988 (Accounts): Ermöglichte Umgehung des Datenschutzes
  • CVE-2026-28959 (APFS): Konnte Systemabstürze verursachen
  • CVE-2026-28995 (App Intents): Erlaubte Sandbox-Ausbrüche
  • CVE-2026-43654 (Kernel): Konnte sensible Systemdaten preisgeben
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Neben den aktuellen Sicherheits-Patches bietet das iPhone zahlreiche Funktionen, die viele Anwender im Alltag kaum nutzen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Starter-Leitfaden, wie Sie das volle Potenzial Ihres Geräts ausschöpfen und typische Einsteigerfehler vermeiden. Kostenlosen iPhone-Profi-Guide hier herunterladen

Auch die Benutzeroberfläche wurde verfeinert. Nutzer können jetzt über das Bedienungshilfen-Menü die Transparenz- und Helligkeitseinstellungen des „Liquid Glass“-Designs anpassen. Und die iPhone-Tastatur rechnet künftig mathematische Formeln direkt im Textfeld aus – vorausgesetzt, die entsprechenden Optionen sind aktiviert.

Zweigeteilte Strategie der Tech-Giganten

Die zeitgleichen Schritte von Meta und Apple zeigen: Der mobile Sektor durchlebt eine Phase erzwungener Offenheit. Metas Öffnung für KI-Konkurrenten ist reaktiv – sie dient dem Schutz vor EU-Strafen. Das Premium-Abo WhatsApp Plus hingegen ist ein proaktiver Versuch, neue Einnahmequellen zu erschließen, während traditionelle Werbemodelle unter Druck geraten.

Apple wiederum rüstet sich mit verschlüsseltem RCS und Drittanbieter-Support für die EU-Regulierung. Die Ära der geschlossenen „Walled Gardens“ neigt sich dem Ende zu. Gleichzeitig suchen beide Konzerne nach stabileren Erlösmodellen: Apple integriert Werbung in Maps, der App Store bietet jetzt 12-Monats-Abos mit monatlicher Zahlung.

Ausblick: Künstliche Intelligenz als nächster Schritt

Der Sommer dürfte weitere Neuerungen bringen. Zwar ist die versprochene Integration von Google Gemini in Siri Mitte Mai noch nicht erfolgt. Branchenkenner erwarten jedoch größere Ankündigungen zur künstlichen Intelligenz auf der WWDC im Juni.

Für Meta wird der Erfolg des einmonatigen KI-Zugangsprogramms richtungsweisend sein. Fördert es den Wettbewerb, ohne Sicherheit oder Nutzererfahrung zu beeinträchtigen, könnte es zum Dauerzustand werden. WhatsApp Plus wiederum wird zeigen, ob Verbraucher bereit sind, für Premium-Features zu zahlen – und ob sich die Kosten für die Einhaltung der EU-Auflagen so abfedern lassen.