Der Tech-Riese Meta verlagert seine Strategie weg vom teuren VR-Metaverse und hin zu KI-gesteuerten Smart Glasses. Dieser radikale Kurswechsel wird von massiven Entlassungen im hauseigenen Reality Labs-Bereich begleitet.
Reality Labs: Tausend Jobs gestrichen, Fokus auf KI
Die strategische Neuausrichtung hat unmittelbare personelle Konsequenzen. Im Januar 2026 begann Meta mit einem Stellenabbau, der etwa 10 Prozent der Belegschaft von Reality Labs trifft. Über 1.000 Jobs fallen weg, manche Berichte sprechen sogar von bis zu 15 Prozent.
Besonders betroffen sind Teams, die an der Zukunft der Quest VR-Headsets und der sozialen VR-Plattform Horizon Worlds arbeiteten. Mehrere interne Spieleentwicklungsstudios wurden geschlossen. Das Ziel ist klar: Kapital und Ingenieurstalente sollen in Projekte mit schnellerem Marktpotenzial fließen – nämlich KI-Wearables.
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70 Milliarden Euro Verlust zwingen zum Umdenken
Hinter dem Strategiewechsel stehen gewaltige finanzielle Verluste. Seit 2020 hat die Reality-Labs-Sparte einen operativen Verlust von über 70 Milliarden Euro angehäuft. Allein im dritten Quartal 2025 lag das Minus bei 4,4 Milliarden Euro.
Investoren waren zwar auf anhaltende Verluste vorbereitet. Doch die langsame Verbreitung von VR-Technologie beim Massenmarkt hat zu einer Neubewertung geführt. Das Budget für Reality Labs 2026 wird deutlich gekürzt. Statt in immersive Welten fließt das Geld nun in die boomende Generative KI.
Ray-Ban Meta Smart Glasses werden strategischer Pfeiler
Metas neue Ressourcen konzentrieren sich auf die beschleunigte Entwicklung von KI-Wearables. Die bereits mit EssilorLuxottica vermarkteten Ray-Ban Meta Smart Glasses rücken in den Mittelpunkt der Hardware-Strategie.
Dieser Schwenk ist eine direkte Antwort auf den explosiven KI-Markt und ein kalkulierter Schritt im Wettbewerb mit Apple, Google und Samsung. Meta will eine neue Gerätekategorie etablieren: KI-Assistenten, die nahtlos in den Alltag integriert sind. Eine weniger sperrige und breiter anwendbare Alternative zu klobigen VR-Headsets.
Branche bangt um „VR-Winter“, Meta bleibt vage
Branchenanalysten sehen in dem Schritt eine pragmatische Geschäftsentscheidung. Sie bestätigt die aktuellen Grenzen des VR-Massemarkts. Die Neuausrichtung löst jedoch Sorgen vor einem „VR-Winter“ aus, da der größte Finanzier des Sektors seine Ambitionen zurückfährt.
Meta betont, VR nicht komplett aufzugeben. Technologiechef Andrew Bosworth kündigte an, die Investitionen fortzusetzen – allerdings fokussierter. Die Botschaft ist klar: Der Schwerpunkt verschiebt sich.
Ausblick: Von virtuellen zu assistierten Realitäten
Metas Produkt-Roadmap wird in Zukunft weniger große VR-Hardware ankündigen. Stattdessen liegt der Fokus auf KI-Software und smarten Wearables. Das kurzfristige Ziel ist es, im aufstrebenden Markt für KI-native Hardware Fuß zu fassen.
Die langfristige Metaverse-Vision ist nicht tot, wird aber neu definiert. Statt vollständig immersiver Welten priorisiert Meta nun eine KI-assistierte Realität. Brillen sollen Echtzeit-Informationen, Kommunikation und KI-Funktionen liefern. Das Unternehmen setzt seine Zukunft nicht mehr auf alternative Realitäten, sondern auf die intelligente Erweiterung unserer eigenen.
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