Der US-Technologiekonzern Meta hat sich mit 29 US-Bundesstaaten auf einen umfassenden Vergleich geeinigt, um rechtliche Auseinandersetzungen über die Auswirkungen sozialer Medien auf Jugendliche beizulegen. Die Vereinbarung sieht Zahlungen von bis zu 16,68 Milliarden US-Dollar vor.
Im Zentrum des Verfahrens stand der Vorwurf, das Unternehmen habe die Suchtgefahr seiner Plattformen für Minderjährige billigend in Kauf genommen. Der Vergleich erfolgt ohne ein Schuldeingeständnis seitens des Unternehmens.
Struktur der Milliardenzahlungen und rechtlicher Rahmen
Die finanzielle Einigung sieht vor, dass die Zahlungen über einen Zeitraum von zehn Jahren geleistet werden. Dabei ist ein Betrag von 12,7 Milliarden US-Dollar als feste Summe definiert.
Weitere 5,3 Milliarden US-Dollar werden laut der Vereinbarung nur dann fällig, wenn Mitbewerber wie YouTube und TikTok ähnliche Regularien für ihre Dienste einführen. Mit diesem Vergleich wird ein laufender Prozess in Oakland beendet, wobei die endgültige Genehmigung durch das zuständige Gericht noch aussteht.
Die nun vereinbarte Summe liegt deutlich unter den ursprünglichen Forderungen der Klägerseite. Während die beteiligten US-Bundesstaaten anfangs rund 200 Milliarden US-Dollar gefordert hatten, beliefen sich die Forderungen einzelner Kläger im Prozess zeitweise auf bis zu 1,4 Billionen US-Dollar.
Meta betonte im Rahmen der Einigung, dass die Vorwürfe zurückgewiesen werden. Die im Vergleich festgelegten Maßnahmen und Verpflichtungen sollen für eine Dauer von zehn Jahren nach der gerichtlichen Bestätigung Bestand haben.
Meta führt nach dem Milliardenvergleich harte Zeitlimits für Jugendliche ein: täglich nur zwei Stunden, nachts komplett gesperrt. Doch wie setzen Sie diese Regeln zu Hause konkret um? Unser kostenloser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie die neuen Schutzmaßnahmen optimal nutzen und Ihr Kind vor den Risiken sozialer Medien bewahren. Jetzt kostenlosen Leitfaden sichern
Obligatorische Schutzmaßnahmen für Minderjährige
Teil der Einigung ist die Einführung weitreichender technischer Beschränkungen für Nutzer unter 18 Jahren. Meta implementiert ein tägliches Zeitlimit von zwei Stunden für diese Altersgruppe.
Zudem wird eine nächtliche Sperre eingeführt, die den Zugriff auf die Dienste zwischen 0:00 Uhr und 6:00 Uhr unterbindet. Um die Nutzungsintensität weiter zu steuern, werden regelmäßige Pausen nach 15, 60 und 90 Minuten erzwungen.
Zusätzlich zu den zeitlichen Beschränkungen umfasst das Maßnahmenpaket Änderungen an der Benutzeroberfläche und den Funktionen:
- Interaktionssignale: Die Anzeige von Likes wird für Nutzer unter 18 Jahren ausgeblendet.
- Inhaltsfilter: Sogenannte Beauty-Filter, die Effekte von Schönheitsoperationen simulieren, werden für Jugendliche deaktiviert.
- Schulbetrieb: Während der regulären Schulzeiten schaltet das Unternehmen Push-Benachrichtigungen für minderjährige Nutzer aus.
- Sicherheitsfunktionen: Es wird eine robustere Altersverifizierung sowie erweiterte Elternkontrollen geben.
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Diese Anpassungen zielen darauf ab, den psychischen Druck auf junge Nutzer zu verringern und eine kontrolliertere Nutzung der Plattformen zu ermöglichen. Branchenanalysten werten diesen Schritt als eine der bisher weitreichendsten Selbstverpflichtungen eines Social-Media-Konzerns im Bereich des Jugendschutzes, die durch rechtlichen Druck forciert wurde.
Das Unternehmen reagiert damit auf die anhaltende Kritik von Behörden und Erziehungsexperten an der Gestaltung digitaler Angebote für Kinder und Jugendliche.
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