Microsoft hat die geplante automatische Einblendung von elf zusätzlichen Datenfeldern auf Microsoft-365-Profilkarten vorerst gestoppt. Nach früheren Ankündigungen sollten die Attribute ab Ende Oktober 2026 standardmäßig für Kolleginnen und Kollegen sichtbar werden, sobald ein entsprechender Wert im Verzeichnis hinterlegt ist.
Über eine Aktualisierung der Mitteilung MC1438571 im Microsoft 365 Message Center vom 7. Oktober 2026 stellte das Unternehmen jedoch klar, die Änderung zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter voranzutreiben.
Ursprüngliche Pläne und betroffene Verzeichnisdaten
Die Pläne sahen vor, die Sichtbarkeit von Nutzerprofilen in Microsoft 365 deutlich zu erweitern. Bei Organisationen, die keine individuellen Anpassungen vorgenommen hatten, sollten elf zuvor standardmäßig ausgeblendete Attribute automatisch auf den Profilkarten erscheinen.
Zu den betroffenen Verzeichnisdaten gehörten die Personalnummer, die Kostenstelle, der Mitarbeitertyp, die Rolle sowie die Division. Zudem sollten Kontakt- und Adressangaben wie Straße, Postleitzahl, Bundesland, Faxnummer, Alias und der Benutzerprinzipalname (UPN) standardmäßig angezeigt werden.
Für Organisationen galt dabei der Grundsatz, dass leere Verzeichnisattribute auch weiterhin unsichtbar geblieben wären. Sichtbar geworden wären ausschließlich Felder, die in den jeweiligen Benutzerkonten aktiv mit Werten gepflegt sind.
Der Zeitplan für diese Umstellung war bereits zuvor verschoben worden: Während das Vorhaben ursprünglich für Ende September 2026 angesetzt war, datierte ein Update vom 22. September 2026 die Einführung auf Ende Oktober 2026, bevor die Umsetzung im Oktober schließlich ausgesetzt wurde.
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Konfigurationswege über Admin Center und Graph-API
Trotz des vorläufigen Stopps der automatischen Standardaktivierung behalten Administratoren die Kontrolle über die Anzeige der jeweiligen Profilfelder. Organisationen können gezielt festlegen, welche Attribute auf den Profilkarten dargestellt werden sollen und welche verborgen bleiben.
Hierfür stehen zwei zentrale Wege bereit:
– Microsoft 365 Admin Center: Über den Pfad für Organisationseinstellungen und Profileinstellungen lässt sich die Profilkarte konfigurieren.
Nach einer Anpassung kann es bis zu 24 Stunden dauern, bis die Änderungen für alle Nutzer sichtbar werden.
– Microsoft Graph-API: Über GET- und POST-Aufrufe auf den Endpunkt /admin/people/profileCardProperties können Eigenschaften mit dem Parameter isVisible=false explizit ausgeblendet werden. Dies erfordert separate Aufrufe für jedes Attribut unter Verwendung der technischen Feldnamen wie EmployeeId, CostCenter, EmployeeType, StreetAddress, StateOrProvince oder PostalCode.
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Trennung von Anzeigeebene und Verzeichnisbestand
Fachleute weisen darauf hin, dass das Verbergen eines Feldes auf der Profilkarte keine Daten löscht. Die jeweiligen Einträge verbleiben unverändert im Verzeichnisdienst Microsoft Entra ID sowie in anderen angebundenen Systemen.
Die Einstellungen der Profilkarte steuern ausschließlich die Sichtbarkeit auf der Benutzeroberfläche innerhalb von Microsoft-365-Anwendungen wie Teams oder Outlook, beeinflussen jedoch nicht die zugrundeliegenden Identitätsdaten der Beschäftigten.

