Der Softwarekonzern Microsoft hat im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen signifikanten Zuwachs bei seinen KI-Diensten verzeichnet. Wie der CEO des Unternehmens, Satya Nadella, im Rahmen der jüngsten Bilanzvorstellung bestätigte, hat die Zahl der bezahlten Abonnements für den Microsoft 365 Copilot die Marke von 30 Millionen überschritten. Damit hat sich das Wachstum deutlich beschleunigt: Die Netto-Neuzugänge bei den bezahlten Lizenzen haben sich im Vergleich zum vorangegangenen Quartal mehr als verdoppelt. Allein im vierten Quartal kamen laut Unternehmensangaben rund 10 Millionen zahlende Nutzer hinzu.
Steigende Interaktion und technische Optimierungen
Die Akzeptanz der KI-Integration in die Arbeitsabläufe nimmt offenbar zu. Nadella berichtete, dass das wöchentliche Engagement der Nutzer mit dem Copilot inzwischen das Niveau von etablierten Anwendungen wie Outlook und Teams erreicht habe. Parallel dazu konnte die Nutzerzufriedenheit über den Zeitraum der letzten drei Quartale verdoppelt werden.
Technische Verbesserungen stützen diese Entwicklung. So wurde die Latenz des Dienstes um 25 Prozent gesenkt, was zu einer flüssigeren Anwendung beitragen soll. Trotz des erreichten Meilensteins von 30 Millionen Lizenzen bleibt das Expansionspotenzial groß: Microsoft beziffert die Gesamtzahl seiner Geschäftssitze auf rund 450 Millionen, womit der Copilot aktuell einen Bruchteil der installierten Basis abdeckt.
Starkes Wachstum im Cloud- und Entwicklersegment
Neben dem Büro-Copiloten zeigt auch GitHub Copilot eine starke Dynamik. Die Plattform für Entwickler erreichte eine Gesamtzahl von 50 Millionen Nutzern. Der Umsatz in diesem Segment stieg im Quartalsvergleich um 60 Prozent. Diese Zahlen unterstreichen den Trend in der Cloud-Sparte: Der gesamte Cloud-Umsatz von Microsoft kletterte auf 59,3 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von 27 Prozent entspricht. Das Azure-Geschäft wuchs dabei um 43 Prozent.
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CFO Amy Hood betonte in diesem Zusammenhang, dass sich die massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz bereits auszahlen. Das Betriebsergebnis im vierten Quartal belief sich auf 40,6 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg um 18 Prozent. Der Nettogewinn nach GAAP-Standard lag bei 35,8 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 31 Prozent entspricht. Der Gewinn pro Aktie (EPS) erreichte 4,81 US-Dollar.
Massive Investitionen in die Infrastruktur
Um das KI-Wachstum abzusichern, hat Microsoft seine Kapitalausgaben (Capex) massiv gesteigert. Im vierten Quartal betrugen diese 41 Milliarden US-Dollar – eine Steigerung um 70 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 beliefen sich die Ausgaben auf 116 Milliarden US-Dollar, nachdem sie im Vorjahr noch bei 64,5 Milliarden US-Dollar gelegen hatten.
Für das kommende Geschäftsjahr 2027 plant der Konzern eine weitere Aufstockung der Investitionen auf etwa 175 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig reagiert das Unternehmen auf die hohe Auslastung seiner Infrastruktur und verlängerte die kalkulatorische Nutzungsdauer der Rechenzentren auf 25 Jahre.
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Markt reagiert positiv auf Quartalszahlen
Der Gesamtumsatz im vierten Quartal belief sich auf 90,01 Milliarden US-Dollar und lag damit über den Erwartungen der Analysten, die im Vorfeld von 87,62 Milliarden US-Dollar ausgegangen waren. Der Auftragsbestand im kommerziellen Bereich (RPO) wuchs auf 678 Milliarden US-Dollar an, was einem Anstieg von 84 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
An der Börse wurden die Ergebnisse wohlwollend aufgenommen. Die Aktie stieg im nachbörslichen Handel um 8 Prozent, was die Marktkapitalisierung des Unternehmens auf 3,35 Billionen US-Dollar hob. Mehrere Broker erhöhten daraufhin ihre Kursziele, wobei das durchschnittliche Ziel der Analysten nun bei 560,90 US-Dollar liegt. Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 prognostiziert Microsoft einen Umsatz zwischen 89,85 und 90,95 Milliarden US-Dollar bei einem erwarteten Azure-Wachstum von rund 45 Prozent auf währungsbereinigter Basis.

