Microsoft 365 Copilot: 300.000 indische IT-Mitarbeiter im Einsatz

Infosys, TCS und Wipro verdreifachen ihre KI-Lizenzen auf über 300.000 und berichten von deutlichen Produktivitätssteigerungen.

Infosys, Tata Consultancy Services (TCS) und Wipro haben jeweils über 100.000 Lizenzen für Microsoft 365 Copilot eingeführt – insgesamt nutzen nun mehr als 300.000 Mitarbeiter die KI-Unterstützung.

Anzeige

Während Großkonzerne bereits auf massive KI-Unterstützung setzen, fragen sich viele Privatanwender noch, wie sie die Technologie effizient nutzen können. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie mit ChatGPT im Alltag Zeit sparen und Aufgaben in Sekunden erledigen. Urlaub planen, Sprachen lernen, Zeit sparen: So erledigt ChatGPT Ihre Alltagsaufgaben in Sekunden

Das gab Microsoft Anfang Juni 2026 bekannt. Die Zahl der Lizenzen hat sich damit innerhalb von nur sechs Monaten verdoppelt. Im Dezember 2025 hatten die drei Unternehmen jeweils rund 50.000 Lizenzen eingeführt. Microsoft spricht von einer der größten unternehmenseigenen KI-Implementierungen weltweit. Die Ära der Experimente sei vorbei, die operative Integration laufe auf Hochtouren.

Hohe Nutzungsraten belegen tiefe Integration

Die Nutzungsdaten zeigen, wie stark der KI-Assistent in den Arbeitsalltag eingedrungen ist. Wipro meldet die höchste Engagement-Rate: Über 95 Prozent der lizenzierten Mitarbeiter nutzen das Tool monatlich aktiv. Bei Infosys sind es über 91 Prozent, bei TCS 86 Prozent.

Wipro-Mitarbeiter generieren monatlich rund 7,5 Millionen Anfragen an den Copilot. Das Unternehmen hat zudem über 29.000 interne KI-Agenten entwickelt und mehr als 60 KI-Lösungen für Unternehmen bereitgestellt. Bei TCS kommt die Technologie intern in der Personalabteilung und im Vertrieb zum Einsatz, extern unterstützt sie die Softwareentwicklung und -wartung.

Produktivitätsschübe in zweistelliger Höhe

Die drei IT-Giganten berichten von deutlichen operativen Verbesserungen durch den erweiterten KI-Einsatz. TCS verzeichnet Produktivitätssteigerungen von 20 bis 25 Prozent bei Aufgaben wie Recherche und Texterstellung. Die Bearbeitungszeiten sanken um 25 bis 35 Prozent, die Geschwindigkeit bei der Gewinnung von Erkenntnissen habe sich etwa verdoppelt.

Anzeige

Die produktive Nutzung von KI-Tools ist längst kein Privileg großer IT-Abteilungen mehr – auch Einsteiger können von den enormen Zeitersparnissen profitieren. Ein neuer Gratis-Report enthüllt die praktischsten Tricks und Befehle für den täglichen Gebrauch. Diese einfachen ChatGPT-Befehle kennen die wenigsten – dabei erleichtern sie den Alltag enorm

Wipro spricht von Einsparungen von mehr als 250.000 Vollzeitäquivalenten pro Quartal. In bestimmten Verwaltungsbereichen, etwa bei Leistungsbeurteilungen, reduzierte sich der Aufwand um 70 Prozent. Schätzungen zufolge nutzt inzwischen etwa jeder vierte Ingenieur in den drei Unternehmen einen KI-Assistenten.

Milliarden-Investition in den indischen KI-Markt

Die massive Einführung durch indische Firmen trägt zu Microsofts weltweitem Bestand von 20 Millionen bezahlten Copilot-Lizenzen bei – ein Anstieg um 250 Prozent im Quartalsvergleich. Judson Althoff, CEO von Microsoft Commercial Business, betonte das transformative Potenzial von KI in dieser Größenordnung. Puneet Chandok, Microsoft-Indien-Chef, sprach von indischen „Pionierunternehmen“, die den globalen Wandel hin zu KI-integrierten Geschäftsmodellen anführten.

Die Expansion passt zu den regionalen Investitionen von Microsoft. Der Konzern setzt derzeit einen Vierjahresplan mit einem Volumen von 17,5 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 16 Milliarden Euro) um, um die KI-Infrastruktur in Indien auszubauen. Gestützt wird das Wachstum durch einen BCG-Bericht vom Juni 2026, der Indien als weltweiten Spitzenreiter bei der KI-Nutzung am Arbeitsplatz ausweist: 95 Prozent der Mitarbeiter in Indien nutzen KI mehrmals pro Woche.

TCS-Chef K. Krithivasan bezeichnete die Integration der Tools als Kernbestandteil eines „Mensch + KI“-Betriebsmodells. Ziel sei es, eine KI-first-Kultur in der gesamten globalen Belegschaft zu verankern.