Microsoft 365: Excel und OneNote verknüpfen, 300 Dateien analysieren

Microsoft erweitert Copilot-Analysen auf 300 Dateien und führt verbrauchsabhängige KI-Kosten ein.

Nutzer können nun Daten zwischen Excel und OneNote direkt verknüpfen – ein Schritt, der die Produktivität deutlich steigern soll. Gleichzeitig stellt der Konzern seine KI-Strategie auf neue Beine.

Copilot Notebooks: Mehr Quellen, mehr Analysemöglichkeiten

Microsoft hat die Referenzfunktion seiner Copilot Notebooks massiv ausgeweitet. Lizenzinhaber können jetzt bis zu 300 verschiedene Dateien als Grundlage für KI-gestützte Analysen nutzen – darunter Excel-Tabellen (.xlsx) und OneNote-Notizbücher. Wer den Standard-Copilot-Chat verwendet, darf immerhin 50 Referenzen hinterlegen.

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Die Liste der unterstützten Formate umfasst nun Word-Dokumente, PowerPoint-Präsentationen, PDFs und Loop-Komponenten. Das eröffnet völlig neue Möglichkeiten: Die KI kann gleichzeitig aus Tabellenkalkulationen und Notizbüchern schöpfen, um komplexe Zusammenhänge applikationsübergreifend zu analysieren. Ein echter Gewinn für alle, die regelmäßig mit mehreren Datenquellen arbeiten.

Apple-Nutzer müssen aufrüsten

Ein wichtiger Hinweis für alle, die auf Apple-Hardware setzen: Ab dem 13. Juli 2026 schränkt Microsoft die Office-Funktionen auf älteren Betriebssystemen drastisch ein. Betroffen sind Macs mit macOS 13 (Ventura) oder älter sowie iPhones und iPads mit iOS 16 oder früher.

Der Grund: Ein abgelaufenes digitales Zertifikat. Konkret bedeutet das: Betroffene Nutzer können Dokumente zwar noch öffnen und drucken – aber nicht mehr bearbeiten, neu erstellen oder speichern. Wer Excel-Tabellen weiterhin bearbeiten oder OneNote-Einträge verfassen will, muss auf macOS 14 (Sonoma) beziehungsweise iOS 17 oder neuer aktualisieren.

KI zum Verbrauchspreis: Copilot wird teurer – aber flexibler

Parallel zu den technischen Neuerungen hat Microsoft sein Abrechnungsmodell für KI-Funktionen umgestellt. Seit dem 16. Juni 2026 gilt für Copilot Cowork ein verbrauchsabhängiges Preissystem. Statt der bisherigen Pauschale von rund 28 Euro pro Nutzer und Monat (umgerechnet 30 US-Dollar) wird nun nach tatsächlicher Nutzung abgerechnet – über ein sogenanntes „Copilot Credits“-System.

Für Unternehmen bedeutet das: IT-Abteilungen müssen Kreditpools einrichten und die Nutzung genau überwachen. Sonst drohen unerwartete Kosten. Branchenkenner sehen darin einen generellen Trend: KI-gestützte Rechenleistung wird zunehmend nach Verbrauch abgerechnet, ähnlich wie Cloud-Dienste.

Clever arbeiten: Schulungen und Excel-Tricks

Die Nachfrage nach Kompetenz in diesen integrierten Umgebungen wächst. In Canberra, Australien, startet ab Juli eine Schulungsreihe zu Microsoft 365, die bis Dezember 2026 läuft. Die eintägigen Kurse vermitteln Grundlagen in Excel und OneNote sowie in Teams und Planner – ganz im Zeichen des „smarten Arbeitens“.

Wer seine Excel-Tabellen für die KI-Integration optimieren will, sollte auf saubere Datenstrukturen achten. Microsoft empfiehlt, verschachtelte „WENN“-Funktionen durch effizientere Alternativen wie WENNS, SWITCH oder XVERWEIS zu ersetzen. Und wer Optimierungsprobleme lösen muss – etwa bei der Budgetverteilung –, greift weiterhin zum Excel-Solver, dem bewährten Add-in für komplexe Berechnungen unter Nebenbedingungen.

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Wettbewerb und Hardware: Showdown der Tabellen-Giganten

Dass Excel mehr kann als nur Zahlenreihen, zeigt ein ungewöhnliches Event: Am 10. Juli 2026 treffen sich die weltbesten Excel-Spieler zu einem „Landmark Battle“. Veranstalter sind ASUS und die Microsoft Excel World Championships. Stars wie Andrew Ngai und Diarmuid Early kämpfen auf spezieller Hardware – dem ASUS ExpertBook Ultra zum Preis von rund 3.300 Euro.

Doch Microsoft ruht sich nicht auf seinen Lorbeeren aus. Die Konkurrenz schläft nicht: Die Florida State University setzt in der Bildung bereits auf Googles NotebookLM, um Vorlesungsmaterialien in interaktive Lernhilfen wie Quizze und Zusammenfassungen zu verwandeln. Der Wettlauf um die produktivste KI-Unterstützung ist in vollem Gange.