Abonnenten von Microsoft 365 Family sowie Microsoft 365 Premium sollen den hauseigenen KI-Assistenten Copilot und zugehörige KI-Funktionen künftig mit bis zu fünf weiteren Familienmitgliedern teilen können.
Bislang war der Zugriff auf die künstliche Intelligenz des Konzerns ausschließlich auf den primären Kontoinhaber beschränkt. Mit der geplanten Neuerung öffnet das Unternehmen die Nutzung für den gesamten Familienkreis, wie aus aktuellen Medienberichten hervorgeht.
Die individuellen Limits für die KI-Nutzung werden nach Unternehmensangaben künftig in einem gemeinsamen Kontingent zusammengefasst. Sollte dieser gemeinsame Pool aufgebraucht sein, lässt er sich bei Bedarf erweitern. Kontoinhaber erhalten zudem administrative Kontrollmöglichkeiten: Sie sollen festlegen und verwalten können, in welchem Umfang jüngere Familienmitglieder Zugriff auf die KI-Werkzeuge erhalten.
Die Einführung der geteilten KI-Vorteile ist für die kommenden Monate angekündigt. Ein konkreter Starttermin, die genaue regionale Verfügbarkeit sowie die exakten Nutzungslimits für die Gruppen sind gegenwärtig noch unbestätigt. Auf der offiziellen Supportseite des Unternehmens wird der Zugriff auf Copilot derzeit weiterhin formal auf den Kontoinhaber beschränkt ausgewiesen.
Anpassungen beim OneDrive-Speicherplatz
Parallel zur Erweiterung der KI-Funktionen stehen Anpassungen beim Cloud-Speicher an. Microsoft 365 Family und Premium erhalten künftig einen gemeinsamen OneDrive-Speicher von 2 TB pro Abonnement. Bisher standen Familienabos rechnerisch bis zu 6 TB zur Verfügung, aufgeteilt auf 1 TB je Mitglied bei maximal sechs Konten.
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Neue sowie aufgewertete Abonnements werden direkt mit dem gemeinsamen Speichervolumen bereitgestellt. Für bestehende Kunden greift die Umstellung erst bei der ersten Vertragsverlängerung am oder nach dem 2.5.2027. Microsoft 365 Family liegt preislich bei 130 US-Dollar pro Jahr. Wer mehr Speicherplatz benötigt, kann zusätzlichen OneDrive-Speicher für 10 US-Dollar pro Monat je 1 TB erwerben.
Für anspruchsvollere Nutzungsszenarien bietet Microsoft das Abonnement Microsoft 365 Pro an, das 5 TB gemeinsamen Speicher und die höchsten KI-Limits für 100 US-Dollar pro Monat umfasst. Kunden von Premium- und Pro-Tarifen haben zudem die Möglichkeit, zusätzliche KI-Nutzung beziehungsweise KI-Credits separat zu erwerben.
Folgen für Vielnutzer
Für Haushalte mit hohem Datenaufkommen bringt die Speicherreform spürbare Konsequenzen mit sich. Abonnenten, die mehr als 2 TB an Daten in der Cloud abgelegt haben, könnten gezwungen sein, Dateien zu löschen, auf alternative Medien zu verschieben oder in ein höherpreisiges Abonnement zu wechseln.
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Wurde bislang etwa die Hälfte der zuvor möglichen 6 TB ausgeschöpft, könnte sich die monatliche Rechnung bei einem Zukauf von Zusatzspeicher verdoppeln oder verdreifachen.
Änderungen am Speicherangebot haben beim Konzern eine Vorgeschichte: Bereits im Jahr 2014 hatte Microsoft bei der damaligen Abschaffung von unbegrenztem OneDrive-Speicher auf einzelne Kunden verwiesen, die mehr als 75 TB Speicherplatz pro Person belegten, was dem 14.000-fachen des damaligen Durchschnitts entsprach.

