Microsoft stellt die Weichen für die digitale Arbeit der Zukunft: Ab Juli 2026 wird die Office-Suite mit integrierter KI und deutlich mehr Sicherheitsfunktionen ausgestattet – allerdings zu angepassten Preisen. Der Konzern reagiert damit auf eine explosive Zunahme von Cyberangriffen.
Die umfassenden Updates zielen darauf ab, die Produktivität durch tief verwurzelte KI-Assistenten zu steigern und gleichzeitig eine neue Sicherheitsbasis für Millionen Nutzer zu schaffen. Hintergrund ist eine alarmierende Bedrohungslage: Angriffe zur Kompromittierung von Konten stiegen 2025 um 389 Prozent, wobei Microsoft-365-Accounts ein Hauptziel sind. Die neuen Features sollen Standardlizenzen wie Office 365 E3 und Microsoft 365 E3 aufwerten.
Sicherheit wird zur Grundausstattung
Der vielleicht wichtigste Schritt ist die „Demokratisierung“ von Sicherheitstools. Funktionen aus der bisher separaten Lösung Microsoft Defender for Office 365 Plan 1 werden in die populären E3-Lizenzen integriert. Das bedeutet besseren Schutz vor Phishing, Malware und bösartigen Links in E-Mails und Collaboration-Tools für eine viel breitere Nutzergruppe.
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Auch einfachere Tarife wie Office 365 E1, Business Basic und Business Standard profitieren: Sie erhalten einen URL-Schutz, der Links in E-Mails und Office-Apps in Echtzeit auf Gefahren prüft. Für Microsoft Teams werden zudem zentrale Sicherheitsfunktionen für Chats standardmäßig aktiviert. Microsofts Botschaft ist klar: Grundlegende Sicherheit soll kein Add-on mehr sein, sondern fester Bestandteil des Produkts.
KI-Copilot wird allgegenwärtig
Künstliche Intelligenz durchdringt die gesamte Suite. Der Microsoft 365 Copilot Chat wird fest in Word, Excel, PowerPoint und Outlook eingebaut. Nutzer können so per Konversation Dokumente entwerfen, Daten analysieren oder Präsentationen erstellen. Parallel kommen KI-gestützte Security Copilot Agents in die Verwaltungskonsolen von Defender, Entra, Intune und Purview. Sie sollen Sicherheitsteams bei der Bedrohungsjagd und Incident-Response unterstützen.
Für IT-Abteilungen wird zudem das Endpunkt-Management gestärkt. Tools wie Remote Help und Advanced Analytics aus Microsoft Intune wandern in die E3- und E5-Pläne. Sie bieten mehr Kontrolle über Geräteflotten und sollen helfen, Probleme schneller zu lösen und Endpunkte proaktiv abzusichern.
Reaktion auf neue Bedrohungen und veraltete Systeme
Die Dringlichkeit der Updates unterstreichen jüngste Vorfälle. So konnten Forscher mit einem „Reprompt“-Angriff kurzzeitig Daten aus der persönlichen Copilot-Version extrahieren. Microsoft hat die Lücke zwar geschlossen und betont, dass Enterprise-Kunden nicht betroffen waren. Der Fall zeigt jedoch die neuen Risiken, die KI-Technologien mit sich bringen.
Gleichzeitig verabschiedet sich Microsoft von alten Authentifizierungsprotokollen. Systeme wie IDCRL für SharePoint und OneDrive werden bis 30. Januar 2026 abgeschaltet und durch moderne Standards wie OpenID Connect ersetzt. Auch die Sitzungsverwaltung in Outlook Web App wird vereinheitlicht.
Strategie: Basis schützen, Premium pushen
Microsoft verfolgt eine doppelte Strategie. Einerseits hebt das Unternehmen das Sicherheitsniveau für alle Kunden an, indem es Kernfunktionen in Standardlizenzen packt. Andererseits schafft es neue Anreize für das Upgrade auf die Premium-Lizenz Microsoft 365 E5. Exklusive Tools wie das Intune Endpoint Privilege Management oder die Microsoft Cloud PKI bleiben den teureren Plänen vorbehalten.
Die tiefe KI-Integration ist ein gewagtes Spiel. Sie soll die Produktivitätssuite unverzichtbar machen, öffnet aber auch neue Angriffsflächen. Die parallele Einführung von KI-Sicherheitsagenten und strengeren Authentifizierungsmethoden ist daher nicht nur ein Verkaufsargument, sondern eine Notwendigkeit. Für Unternehmen könnte die Konsolidierung von Produktivität, Sicherheit und Gerätemanagement in einer Plattform die Komplexität reduzieren.
Organisationen sollten nun ihre Lizenzierung prüfen und bewerten, ob die neuen Basisfunktionen ausreichen oder ein Upgrade sinnvoll ist. Die Ära der KI-gestützten Arbeit erfordert angepasste Sicherheitsstrategien. Ob Tools wie der Security Copilot menschliche Teams wirklich entlasten können, wird sich in der Abwehr immer automatisierterer Cyberangriffe beweisen müssen.
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