Microsoft 365: Mehr Sicherheit für alle – aber zu höheren Preisen

Microsoft integriert ab Juli 2026 erweiterte Sicherheitsfunktionen wie Defender for Office 365 in seine Standard-Tarife. Die Aufwertung von E3- und Business-Plänen geht mit globalen Preiserhöhungen einher.

Microsoft integriert ab Juli 2026 zentrale Sicherheitsfunktionen in seine Standard-Tarife. Die Aufwertung von E3- und Business-Plänen soll Firmen besser schützen, kommt jedoch mit spürbaren Preiserhöhungen einher.

Sicherheit wird Standard bei Microsoft 365

Die IT-Welt bereitet sich auf eine bedeutende Veränderung vor. Ab dem 1. Juli 2026 wird Microsoft erweiterte Sicherheitsfunktionen in seine weit verbreiteten Microsoft 365 E3– und Business-Abos integrieren. Kern der Ankündigung vom Dezember 2025 ist die Aufnahme von Microsoft Defender for Office 365 Plan 1 in die E3-Suiten. Tools wie „Safe Links“ und „Safe Attachments“, bisher dem Premium-Tarif E5 vorbehalten, werden damit für Millionen Standard-Nutzer zugänglich.

Hintergrund ist die anhaltende Bedrohungslage: E-Mail bleibt der häufigste Angriffsvektor. Microsoft reagiert mit einer „Sicherheit-als-Standard“-Strategie und macht so Basisschutz gegen Phishing und Malware zur Pflicht, nicht zur Kür. Gleichzeitig erhalten die E3- und E5-Pläne erweiterte Endpoint-Management-Funktionen aus der Microsoft Intune Suite, darunter Remote Help und Advanced Analytics.

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Auch Mittelstand profitiert von Aufrüstung

Der Sicherheitsschub erreicht auch den Mittelstand. Die Tarife Office 365 E1, Microsoft 365 Business Basic und Business Standard erhalten integrierte URL-Schutzmechanismen. Links werden in Echtzeit auf Schadsoftware überprüft – eine entscheidende Verteidigungsschicht für Unternehmen ohne eigene Security-Operations-Center.

Diese Bewegung ist Teil von Microsofts „Secure Future Initiative“. Das Ziel: eine vereinfachte Technologie-Landschaft. Für viele kleine und mittlere Unternehmen könnte der Zwang zu teuren Drittanbieter-Lösungen entfallen. Managed Service Provider (MSP) sehen sich mit einem veränderten Markt konfrontiert, in dem Microsoft immer mehr Sicherheits-Grundfunktionen selbst abdeckt.

Neue Features, neue Preise: Die Kosten steigen

Der verbesserte Schutz hat seinen Preis. Zum selben Stichtag, dem 1. Juli 2026, erhöht Microsoft global die kommerziellen Listenpreise. Die Begründung: über 1.000 neue Features, darunter die Sicherheitsupgrades und KI-Innovationen, seit der letzten großen Preisanpassung.

Für US-Kunden bedeutet das (umgerechnet in Euro):
* Microsoft 365 E3: Steigt von etwa 33 auf 36 Euro pro Nutzer/Monat.
* Microsoft 365 E5: Erhöht sich von rund 52 auf 55 Euro.
* Office 365 E3: Klettert von 21 auf 24 Euro.
* Business Standard: Geht von 11,50 auf etwa 13,00 Euro hoch.

Unternehmen mit Enterprise Agreements oder Jahresverträgen haben eine Schonfrist: Die neuen Preise gelten erst bei der nächsten Vertragsverlängerung nach dem Stichtag. Für Einkaufsabteilungen entsteht so ein Zeitfenster, um aktuelle Konditionen zu sichern.

Experten-Suite startet mit Sonderangebot

Parallel zu diesen Ankündigungen hat Microsoft zum 1. Januar 2026 den Microsoft Defender Experts Suite allgemein verfügbar gemacht. Dieser Managed-Security-Service bündelt proaktive Threat-Hunting- und Response-Dienste. Er richtet sich an Organisationen, die unter dem Fachkräftemangel in der Cybersicherheit leiden.

Aktuell, Mitte Januar 2026, lockt Microsoft mit Einführungspreisen, besonders für E5-Kunden. Das Angebot ergänzt die automatisierten Verteidigungslinien in den Standard-Tarifen um eine menschliche Expertise-Ebene.

Strategische Konsequenzen für IT-Entscheider

Was bedeutet das konkret für deutsche Unternehmen? Microsoft festigt seine Marktmacht, indem es „ausreichend gute“ Sicherheit direkt im Standardprodukt bündelt. Das stellt spezialisierte Anbieter von E-Mail-Filtern und Endpoint-Schutz unter Druck.

Die unmittelbare Handlungsempfehlung für IT-Leiter lautet: Bestehende Sicherheitsverträge überprüfen. Wer bereits für Drittanbieter-Lösungen zahlt, die nun in Microsoft 365 E3 enthalten sind, kann durch deren Kündigung die anstehenden Preiserhöhungen teilweise kompensieren.

Bis zur Einführung am 1. Juli bleibt Zeit für Vorbereitung. Experten raten, den eigenen Microsoft Secure Score zu prüfen und Schulungen für die neuen Features einzuplanen. Der Fokus im ersten Quartal 2026 liegt auf Konfiguration und Training – damit die integrierte Sicherheit in einer zunehmend feindlichen digitalen Welt auch tatsächlich ankommt.

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