Ab dem 1. Juli 2026 müssen Unternehmen und Privatkunden tiefer in die Tasche greifen – Microsoft hebt die Preise für mehrere Abo-Stufen an.
Der Software-Riese bereitet umfangreiche Preisanpassungen für seine Microsoft-365-Abonnements vor. Betroffen sind sowohl Business- als auch Enterprise-Tarife. Die Erhöhungen fallen je nach Lizenzmodell unterschiedlich aus – besonders hart trifft es die günstigeren Einstiegspakete.
Ob Preissteigerungen oder technische Umstellungen – eine reibungslose E-Mail-Verwaltung bleibt für produktives Arbeiten essenziell. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Outlook optimal einrichten und mit Profi-Tricks deutlich Zeit sparen. 7 Zeitspar-Tricks für Outlook-Profis jetzt kostenlos entdecken
Preisschock für Unternehmen
Die monatlichen Kosten steigen teilweise zweistellig. Microsoft 365 Business Basic verteuert sich von 6 auf 7 US-Dollar – ein Plus von rund 16 Prozent. Business Standard steigt von 12,50 auf 14 US-Dollar. Im Enterprise-Bereich klettert der E3-Tarif um acht Prozent auf 39 US-Dollar, während E5 um fünf Prozent auf 60 US-Dollar anzieht.
Die prozentual höchsten Aufschläge müssen Frontline-Worker-Pläne verkraften. Der F1-Tarif steigt um satte 33 Prozent auf 3 US-Dollar pro Monat, der F3-Tarif um 25 Prozent auf 10 US-Dollar. Kunden haben noch bis zum 30. Juni 2026 Zeit, die aktuellen Konditionen für ein weiteres Jahr zu sichern. Die Preise für Microsoft Teams und Copilot bleiben vorerst unverändert.
Aus für altes Analyse-Tool
Parallel zu den Preiserhöhungen stellt Microsoft ein bewährtes Verwaltungswerkzeug ein. Die Power-BI-App „Microsoft 365 Usage Analytics“ wird zum 1. August 2026 eingestellt. Bereits ab dem 1. Juni 2026 können keine neuen Downloads mehr heruntergeladen werden.
IT-Administratoren müssen auf Alternativen umsteigen. Microsoft empfiehlt die Nutzung der integrierten Nutzungsberichte im Microsoft 365 Admin Center oder die Entwicklung eigener Auswertungen über die Microsoft Graph API.
Milliarden-Deal mit dem Pentagon
Die Preisrunde fällt in eine phase massiver Expansion im öffentlichen Sektor. Das US-Verteidigungsministerium vergab kürzlich einen Fünfjahresvertrag im Wert von rund 9,7 Milliarden US-Dollar an Dell Federal Systems. Die Vereinbarung umfasst Microsoft 365, Cloud-Abonnements und On-Premises-Lizenzen für die gesamten US-Streitkräfte.
Doch nicht alles läuft rund: Am 29. Mai 2026 meldeten tausende Nutzer in den USA massive Störungen bei Microsoft Copilot. Betroffen waren fehlgeschlagene Antworten, lange Ladezeiten und hartnäckige Fehlermeldungen. Sowohl Privat- als auch Geschäftskonten waren betroffen.
Neue Sicherheitswarnung: KI-Phishing-Plattform
Das FBI warnt vor einer neuen Gefahr: Der KI-gestützten Phishing-Plattform Kali365. Angreifer umgehen damit die Zwei-Faktor-Authentifizierung, indem sie keine Passwörter stehlen, sondern Session-Tokens abgreifen. Nutzer werden aufgefordert, einen legitimen Gerätecode auf einer echten Microsoft-Seite einzugeben – die Angreifer erhalten so Zugriff auf Outlook, Teams und OneDrive.
Angriffe auf Microsoft-Dienste wie Outlook und OneDrive werden immer raffinierter und nutzen gezielt psychologische Schwachstellen aus. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Anti-Phishing-Paket, wie Sie Ihr Unternehmen in 4 Schritten effektiv vor modernen Hacker-Methoden schützen. Kostenlosen Leitfaden zur Phishing-Abwehr herunterladen
KI-Nutzung wird messbar
Um den internen Wandel hin zur Künstlichen Intelligenz nachvollziehbar zu machen, führt Microsoft neue Metriken ein. Die GitHub-Copilot-Usage-Metrics-API klassifiziert Nutzer nun in vier Phasen der KI-Adoption:
- Phase 0: Keine spezifische Einordnung
- Phase 1: Fokus auf Code-Generierung
- Phase 2: Übergang zur agentenbasierten Nutzung
- Phase 3: Multi-Agenten-Interaktion
Die über einen Zeitraum von 28 Tagen erfassten Daten sollen Unternehmen helfen, die Integration automatisierter Werkzeuge in ihre Arbeitsabläufe besser zu verstehen.

