Der Sicherheitsanbieter Holm Security hat sein neues Microsoft 365 Security Assessment allgemein verfügbar gemacht. Wie aus Branchenberichten vom 13. Oktober 2026 hervorgeht, erweitert das Werkzeug die bestehende Plattform für Schwachstellenmanagement des Unternehmens. Die Lösung überprüft Konfigurationen von Microsoft-365-Mandanten anhand von über 100 Kontrollpunkten, die auf der Sicherheits-Baseline der US-Behörde CISA (SCuBA) aufbauen.
Umfassende Kontrollen für Mandantenkonfigurationen
Das neue Bewertungsmodul deckt fünf zentrale Prüfbereiche ab: Konfiguration, Identität, E-Mail-Sicherheit, Zusammenarbeit sowie Datenschutz. Es soll Administratoren als unabhängige Drittansicht dienen und den herstellereigenen Microsoft Secure Score ergänzen.
Für bestehende Kunden des Unternehmens ist die Funktion ohne zusätzliche Kosten zugänglich. Technisch schließt das Werkzeug an ein früheres Modul an, das Holm Security für Audits von Active-Directory-Umgebungen bereitgestellt hatte.
Stefan Thelberg, Mitgründer und Produktmanager bei Holm Security, erklärte im Rahmen der Veröffentlichung, dass die Plattform darauf abziele, bestehende Fragmentierungen in Sicherheitsabläufen aufzulösen. Durch die Zusammenführung verschiedener Prüfschritte in einer einheitlichen Bedienoberfläche sollten IT-Verantwortliche Arbeitsabläufe konsolidieren können.
Die Ankündigung erfolgte über Business Wire und wurde über Yahoo Finance weiterverbreitet. Detaillierte Angaben zu einzelnen Bereichen blieben dabei offen: Der Mitteilung waren keine konkreten Informationen zu Methodik, Regelwerken, Bewertungsmechanismen, Sanierungsschritten oder Scan-Frequenzen zu entnehmen.
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Auch Angaben zu Preisen für Neukunden, Lizenzmodellen, der durchschnittlichen Implementierungsdauer oder den exakt unterstützten Editionen von Microsoft 365 fehlten in der Verlautbarung.
Am Kapitalmarkt reagierte die Aktie von Microsoft mit einem Kursplus von 1,14 Prozent, während die Investorenstimmung auf der Plattform DYAX mit 38 Prozent optimistisch und 62 Prozent pessimistisch verzeichnet wurde.
Wachsender Bedarf an Konfigurationsprüfungen
Dass Fehlkonfigurationen und unzureichende Kontrollen in Cloud-Umgebungen erhebliche Risiken bergen, unterstreichen aktuelle Erhebungen aus der Branche.
Laut einer Untersuchung des Anbieters Act, für die zwischen dem 16. und 21. September 2026 insgesamt 1.002 Nutzer von Microsoft 365 befragt wurden, verzeichneten 71,5 Prozent der Unternehmen im vergangenen Jahr einen unbefugten Zugriff oder den konkreten Verdacht darauf.
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Bemerkenswert war dabei die Durchdringung von Basisschutzmaßnahmen: Von den betroffenen Unternehmen hatten 89,8 Prozent eine Multifaktor-Authentifizierung (MFA) im Einsatz.
Bei den betroffenen Konten zeigte sich jedoch ein Konfigurationsproblem: In 43,0 Prozent der Fälle war MFA temporär deaktiviert oder über Ausnahmeregeln umgangen worden, während 21,4 Prozent der Befragten Authentifizierungsprobleme meldeten. Zwar gaben 82,6 Prozent der Unternehmen an, ihre Einstellungen gegen externe Standards abzugleichen, doch nur 32,7 Prozent taten dies regelmäßig.
Ähnlich fiel das Bild bei privilegierten Rechten aus: Lediglich 38,6 Prozent überprüften administrative Rollen in festen Intervallen. Als größte Hindernisse nannten die Befragten unklare Einstellungen (32,5 Prozent) und Risiken für bestehende Betriebsprozesse (31,8 Prozent), während die Kosten für Microsoft-365-E5-Lizenzen lediglich von 10,8 Prozent als Barriere angeführt wurden.
Instrumente zur automatisierten Konfigurationsprüfung wie das neue Modul von Holm Security zielen darauf ab, diese bestehenden Transparenzlücken im laufenden Betrieb zu schließen.

