Microsoft-Abfindungen: 60.000 Beschäftigte können freiwillig gehen

Das Programm umfasst gestaffelte Zahlungen; Microsoft erwartet intern höchstens 3.000 Austritte bis Jahresende.

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Der US-Technologiekonzern Microsoft hat am 26. Oktober 2026 ein umfangreiches Abfindungsprogramm für freiwillige Austritte angekündigt. Das Angebot richtet sich an rund 60.000 Beschäftigte in den USA, Großbritannien, Kanada und Indien. Dies entspricht etwa 27 Prozent der insgesamt 223.000 Vollzeitkräfte, die das Unternehmen zum Stichtag am 30. Juni 2026 beschäftigte. Berechtigt sind Mitarbeiter bis einschließlich der internen Karrierestufe Level 70.

Die Personalchefin des Konzerns, Amy Coleman, kündigte die Maßnahme an. Ziel des Vorhabens sei es, eine größere Flexibilität zu schaffen und Beschäftigten, die sich beruflich umorientieren möchten, einen geförderten Wechsel zu ermöglichen. Finanzchefin Amy Hood erklärte, das Programm solle es Angestellten erlauben, zu ihren eigenen Bedingungen zu gehen.

Gestaffelte Konditionen und betroffene Bereiche

Die Konditionen der Abfindungsangebote variieren nach Rolle, Betriebszugehörigkeit und Gehaltsstufe. Das Basispaket umfasst eine Entschädigung von mindestens 60 Tagen Grundgehalt und reicht bis zu 39 Wochengehältern.

Mitarbeiter der Stufe 64 und darunter erhalten eine Woche Grundgehalt pro sechs Monate Betriebszugehörigkeit. Für die Stufen 65 bis 67 sind zwei Wochengehälter je sechs Monate vorgesehen, ebenfalls gedeckelt auf maximal 39 Wochen. Beschäftigten auf Level 68 werden zwölf Monatsgehälter in Aussicht gestellt.

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In Indien sind etwa 23.000 Mitarbeiter für das Programm qualifiziert. Dort sieht das Paket ein Monatsgrundgehalt pro vollem Dienstjahr vor, ergänzt um Leistungen zur Krankenversicherung sowie Berufsberatung. Ein Konzernsprecher verwies in diesem Zusammenhang auf zugesagte Investitionen in Höhe von 20,5 Milliarden US-Dollar, die Microsoft zwischen 2025 und 2029 in die indische Cloud- und KI-Infrastruktur lenkt.

Von dem Angebot betroffen sind unter anderem die Sparten AI Experiences, Copilot, Windows + Devices, Xbox sowie die Finanz- und Personalabteilungen. Ausgenommen von der Maßnahme bleiben Berichten zufolge die Bereiche Marketing, Commercial Business, Quantum, IT-Sicherheit, Rechenzentren sowie der Vertrieb.

Die Entscheidungsfrist für die Annahme der Abfindung läuft bis zum 1. Dezember, während die tatsächlichen Austritte bis Ende Dezember vollzogen werden sollen. Änderungen an Produktfahrplänen, Support-Leistungen oder Kundenvereinbarungen wurden nicht angekündigt.

Verunsicherung und historische Vorläufer

Das Ausmaß des Vorhabens löste innerhalb der Belegschaft Berichten zufolge Unruhe aus. Unter den Beschäftigten kamen Fragen hinsichtlich eines möglichen Personalersatzes durch Künstliche Intelligenz sowie möglicher nachfolgender Entlassungswellen auf. Zu den erwarteten Annahmequoten äußerte sich Microsoft offiziell nicht.

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Das Unternehmen rechne intern jedoch mit höchstens 3.000 Austritten, was maximal 5 Prozent der berechtigten Mitarbeiter entspräche. Eine geringe Beteiligungsquote galt bei früheren Programmen in der Branche als möglicher Auslöser für eine nachfolgende Phase unfreiwilliger Kündigungen.

Die aktuelle Initiative ist zeitlich begrenzt und folgt auf ein früheres Vorruhestandsprogramm. An diesem hatten seinerzeit rund 8.600 Berechtigte teilnehmen können, von denen letztlich über 30 Prozent das Angebot annahmen.

Die Maßnahme fällt in eine phase des personellen Umbaus: Die Mitarbeiterzahl von Microsoft ist im Vergleich zum Vorjahr erstmals seit einem Jahrzehnt gesunken, von 228.000 im Jahr 2025 auf 223.000. Konzernchef Satya Nadella erläuterte dazu, dass die Personalkosten insgesamt rückläufig seien, während die Aufwendungen pro Mitarbeiter zugleich ansteigen.