Microsoft ändert grundlegend, wie Sicherheitskopien der Authenticator-App unter Android gespeichert werden. Ab Januar 2027 wird die Backup-Sicherung nicht mehr über das persönliche Microsoft-Konto abgewickelt, sondern vollständig auf den Cloud-Dienst Google One verlagert.
Der Konzern kündigte diesen Schritt am 27. Oktober 2026 an und bestätigte die Umstellung in seiner Support-Dokumentation. Mit dem Wechsel gleicht Microsoft die Android-Variante an das System unter iOS an, wo Sicherungen bereits seit Langem über iCloud Drive, den iCloud-Schlüsselbund sowie das iCloud-Backup laufen.
Funktionsweise und Voraussetzungen der neuen Sicherung
Der Rollout des neuen Ablaufs für Backup und Wiederherstellung wird für Mitte Januar 2027 erwartet. Künftig müssen Nutzer für die Sicherung kein persönliches Microsoft-Konto mehr anbinden. Stattdessen erfolgt die Aktivierung manuell für jedes einzelne Gerät direkt über die Backup-Einstellungen von Google One.
Damit die Datensicherung funktioniert, setzt Microsoft zwingend eine aktive Bildschirmsperre auf dem Android-Gerät voraus, etwa per PIN, Passwort oder Muster. Zudem lassen sich Backups und Wiederherstellungen ausschließlich ausführen, wenn die App im persönlichen Android-Profil betrieben wird.
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Eine plattformübergreifende Datenübertragung bleibt weiterhin ausgeschlossen: Sicherungen können nur innerhalb desselben Betriebssystems wiederhergestellt werden, ein Wechsel zwischen Android und iOS ist auf diesem Weg nicht vorgesehen.
Die Umstellung betrifft weltweit alle Nutzer der Anwendung, die im Google Play Store bereits über 100.000.000 Downloads verzeichnet. Sie gilt ebenso für die US-Behörden-Cloud-Umgebungen GCC, GCC High und DoD.
Einschränkungen bei Unternehmens- und passwortlosen Konten
Im Backup enthalten sind zeitbasierte Einmalcodes nach dem TOTP-Standard mit 30-sekündiger Aktualisierung, wie sie für private Microsoft-Konten und Drittanbieter-Dienste wie LinkedIn oder Facebook verwendet werden. Deutliche Einschränkungen gelten jedoch für andere Anmeldearten.
Arbeits- und Schulkonten werden im Zuge der Umstellung nicht vollständig gesichert; das System speichert lediglich den jeweiligen Kontonamen ab. Nach einer Wiederherstellung müssen diese Konten neu registriert werden. Das gleiche Prinzip gilt für rein passwortlose Anmeldedaten: Auch hier wird lediglich der Kontoname wiederhergestellt, nicht aber die eigentlichen Zugangsdaten.
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Bei der Wiederherstellung auf einem Gerät kann der Hinweis erscheinen, dass eine Anmeldung zur Wiederherstellung erforderlich sei. In diesem Fall verlangt das System eine erneute Passworteingabe oder eine gesonderte Identitätsprüfung.
Offene Fragen vor dem Umstellungszeitraum
Nutzer sind dazu angehalten, vor Januar 2027 ihren Cloud-Backup-Status in den Einstellungen der App zu prüfen und zu kontrollieren, ob Microsoft Authenticator in den Google-One-Sicherungen bereits aktiv aufgeführt ist. Microsoft hat in seiner Dokumentation bislang keinen parallelen Übergangszeitraum oder Dual-Betrieb angekündigt.
Einige praktische Detailfragen bleiben vorerst unbeantwortet. So ist bisher kein exakter Stichtag im Januar 2027 festgelegt. Unklar bleibt zudem, wie mit älteren, im Microsoft-Konto verbleibenden Backups ohne vorherige Migration umgegangen wird und welche Optionen Nutzern offenstehen, die über kein Google-Konto oder keinen Zugang zu Google One verfügen.
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