Microsoft hat offiziell bestätigt, dass die ikonische Office-Marke nicht verschwindet. Damit beendet der Tech-Riese eine Woche viraler Spekulationen über eine Umbenennung in „Microsoft 365 Copilot“. Die Klarstellung folgte auf massive Verwirrung in sozialen Netzwerken.
So entstand die Verwirrungswelle
Auslöser war eine harmlose Interface-Änderung. Nutzer entdeckten auf Office.com und in der mobilen App den Hinweis: „Die Microsoft 365 Copilot App (ehemals Office) ermöglicht es Ihnen, zu erstellen, zu teilen und zusammenzuarbeiten…“ Diese Formulierung interpretierten viele als Totenglocke für das gesamte Office-Ökosystem.
Die Verunsicherung verbreitete sich wie ein Lauffeuer auf Plattformen wie X und Reddit. Microsofts aggressive KI-Strategie machte das Gerücht plausibel: Schließlich trägt „Copilot“ bereits Windows, GitHub und Security-Produkte. Für viele Nutzer schien die logische Konsequenz, dass nun auch Office dran wäre.
Offizielle Klarstellung: Nur die Hülle ändert sich
Microsoft reagierte prompt. Gareth Oystryk, Marketing-Direktor für Microsoft 365, stellte klar: „An den Kern-Apps hat sich nichts geändert.“ Die Umbenennung betreffe ausschließlich die Hub-App – eine Dashboard-Anwendung für Web- und Mobile-Nutzer.
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Diese Hülle wurde bereits im November 2022 in „Microsoft 365 App“ umbenannt. Im Januar 2025 folgte die Anpassung an „Microsoft 365 Copilot App“, um ihre Rolle als KI-Einstiegspunkt zu betonen. Die Desktop-Software Word, Excel und PowerPoint behalten ihre historischen Namen.
Das Office-Branding bleibt offiziell erhalten, besonders für die permanente Lizenzversion Office 2024. Dieses Einmalkauf-Produkt unterscheidet sich weiterhin vom abonnementbasierten Microsoft 365 – und sichert die Legacy-Marke.
Chronik eines Marken-Wandels
- 2020: Office 365 wird für Privatkunden zu Microsoft 365
- 2022: Die mobile Office-Hub-App wird zur „Microsoft 365 App“
- Januar 2025: Dieselbe App erhält den Zusatz „Copilot“
- Januar 2026: Virale Panik bricht aus
Für Microsoft-Insider ist der Unterschied zwischen Hub-App und Software-Suite klar. Doch für den Durchschnittsnutzer, der jahrelang auf das „Office“-Icon klickte, war der Rückschluss auf eine Gesamtumbenennung verständlich.
KI-Müdigkeit und Markenvertrauen
Die heftige Nutzerreaktion zeigt ein wachsendes Phänomen: KI-Fatigue. Während Tech-Konzerne generative KI monetarisieren wollen, reagieren Nutzer zunehmend gereizt auf übertriebenes AI-Branding. Die emotionale Reaktion auf die angebliche Office-Abschaffung beweist: Die 35 Jahre alte Marke genießt immenses Vertrauen.
Microsoft steht vor einer Gratwanderung. Einerseits muss das Unternehmen Copilot aggressiv bewerben, um die Milliardensummen für KI-Infrastruktur zu rechtfertigen. Andererseits darf es Millionen Unternehmens- und Privatnutzer nicht verprellen, die auf die Stabilität von Word und Excel vertrauen.
Wie geht es weiter mit Office?
Für die unmittelbare Zukunft ist die Office-Marke sicher. Grund ist die anhaltende Nachfrage nach lokaler, nicht-abonnementbasierter Software – besonders im Behörden- und Unternehmensumfeld. Office 2024 garantiert das Überleben des Namens mindestens für einen weiteren Produktzyklus.
Doch die Richtung ist klar: Microsoft 365 und Copilot haben Priorität. Nutzer müssen erwarten, dass die KI-Marke in Oberflächen, Marketing und Features präsenter wird. Während „Word“ und „Excel“ wohl nicht in „Copilot Writer“ umbenannt werden, wird ihre Hülle zunehmend KI-Funktionen in den Vordergrund stellen.
Die Botschaft aus Redmond ist eindeutig: Office lebt. Die Verwirrungswelle zeigt jedoch, wie wichtig präzise Kommunikation in Zeiten technologischer Umbrüche ist.
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