Microsoft behebt kritischen Fehler in SharePoint Online

Ein Softwarefehler in SharePoint Online und Microsoft Lists blockierte wochenlang die Terminplanung. Microsoft hat die Korrektur nun ausgerollt und empfiehlt Übergangslösungen.

Ein weit verbreiteter Bug in SharePoint Online und Microsoft Lists, der die Terminplanung lahmlegte, wird jetzt behoben. Die Störung beeinträchtigte seit Wochenbeginn zentrale Arbeitsabläufe in Unternehmen.

Kalender verschwindet – Workflows brechen zusammen

Ab Montag, dem 12. Januar 2026, konnten Nutzer in der modernen Listen-Ansicht plötzlich keine Termine mehr auswählen. Das entscheidende Kalender-Menü blieb einfach unsichtbar, wenn man auf ein Datumsfeld klickte. Diese Regression – ein Rückschritt in der Software-Entwicklung – traf vor allem Teams, die auf präzise Planung angewiesen sind.

Die Folgen waren unmittelbar spürbar: Kommunikationsabteilungen konnten geplante News-Beiträge nicht mehr zeitgesteuert veröffentlichen. Projektmanager saßen vor festgefahrenen Zeitplänen in ihren Trackern. Selbst automatisierte Power Automate-Abläufe stockten, weil manuelle Datumseingaben fehlschlugen. Technisch lag das Problem vermutlich in einem fehlerhaften JavaScript-Update für die Benutzeroberfläche.

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Microsoft rollt Lösung aus – Workarounds helfen übergangsweise

Microsoft reagierte nach den ersten Meldungen schnell. Die Ursache wurde in einem kürzlichen Update der Frontend-Infrastruktur lokalisiert. Seit Samstag, dem 17. Januar, wird die Korrektur serverseitig ausgerollt. Für viele Kunden (Tenants) funktioniert der Kalender bereits wieder, ohne dass Nutzer ihren Browser-Cache leeren müssen.

Doch was tun, solange die Lösung nicht überall angekommen ist? Drei praktische Workarounds haben sich bewährt:
1. Bearbeiten in der Rasteransicht: Die Funktion „In Rasteransicht bearbeiten“ nutzt eine andere Technik und war nicht betroffen.
2. Details-Bereich nutzen: Über das „i“-Symbol neben einem Listeneintrag öffnet sich ein Bereich, in dem der Kalender oft korrekt geladen wird.
3. Browser-Cache umgehen: Das Starten eines Inkognito-Fensters (Chrome) oder eines InPrivate-Fensters (Edge) kann helfen, da hier kein veralteter Cache stört.

Hintergrund: Turbulenter Januar für IT-Administratoren

Die Behebung des UI-Fehlers markiert das Ende einer fordernden Woche für Microsoft-365-Admins. Nur einen Tag zuvor, am „Patch Tuesday“ (13. Januar), hatte Microsoft Sicherheitsupdates für die lokalen Versionen SharePoint Server 2019 und Subscription Edition veröffentlicht. Diese Patches für Schwachstellen wie CVE-2026-20947 waren zwar unabhängig vom Cloud-Bug, bedeuteten für Teams in Hybrid-Umgebungen dennoch zusätzlichen Koordinationsaufwand.

Hinzu kommen weitere Neuerungen im Januar 2026, etwa verschärfte Sicherheitseinstellungen für benutzerdefinierte Skripts in SharePoint. Ein detaillierter Abschlussbericht (Post-Incident Report, PIR) von Microsoft zu dem Kalender-Fehler steht noch aus, wird aber in den kommenden Tagen erwartet.

Unternehmen sollten nun prüfen, ob ihre Planungs-Workflows wieder reibungslos funktionieren. Die Notlösung über die Rasteransicht kann vorerst außer Kraft gesetzt werden.