Microsoft Cloud: Preisanpassungen nur noch jährlich ab 2027

Microsoft stellt Preisanpassungen auf jährlichen Rhythmus um und kündigt neue Partnervergütung an. Auch die KI-Kosten sollen sinken.

Statt zweimal jährlich werden Wechselkurse künftig nur noch einmal pro Jahr angepasst. Die Änderung tritt ab dem 1. Januar 2027 in Kraft.

Mehr Planungssicherheit für Kunden

Microsoft kündigte die Umstellung am 9. Juli 2026 an. Das neue Verfahren soll Unternehmen und Partnern mehr Planungssicherheit bei der Budgetierung geben. Bislang wurden die Preise alle sechs Monate an die Währungsentwicklung angepasst. Das führte zu kurzfristigen Kostenänderungen, die viele Firmen vor Herausforderungen stellten.

Die jährliche Revision findet jeweils zum Jahresbeginn statt. Allerdings behält sich Microsoft vor, bei außergewöhnlichen Marktentwicklungen auch unterjährig einzugreifen. Die Umstellung betrifft das gesamte Portfolio an Cloud-Produkten für Geschäftskunden.

Preiserhöhungen zum Juli 2026

Bereits zum 1. Juli 2026 hatte Microsoft die Preise für mehrere Microsoft-365-Geschäftspläne angehoben. Betroffen waren sowohl kleine Unternehmen als auch Großkunden:

  • Microsoft 365 Business Basic: Steigt von 6 auf 7 Euro pro Nutzer (plus 16 Prozent)
  • Microsoft 365 Business Standard: Steigt von 12,50 auf 14 Euro pro Nutzer (plus 12 Prozent)
  • Office 365 E3: Steigt von 23 auf 26 Euro pro Nutzer (plus 13 Prozent)
  • Microsoft 365 E3: Steigt von 36 auf 39 Euro pro Nutzer (plus 8 Prozent)
  • Frontline F1: Steigt von 2,25 auf 3 Euro (plus 33 Prozent)
  • Frontline F3: Steigt von 8 auf 10 Euro (plus 25 Prozent)
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Unverändert blieb der Preis für Microsoft 365 Business Premium bei 22 Euro pro Nutzer. Auch Privatkunden und Bildungseinrichtungen sind von den aktuellen Anpassungen nicht betroffen. Die Lizenz für Windows Enterprise pro Gerät stieg von 5,85 auf 7,63 Euro.

Neue Partnerstrategie: Weg vom Transaktionsgeschäft

Parallel zu den Preisänderungen stellte Microsoft am 8. Juli 2026 seine Partnerstrategie für das Geschäftsjahr 2027 vor. Das Unternehmen belohnt Partner künftig nicht mehr für einzelne Verkäufe, sondern für den langfristigen Kundenerfolg. Im Mittelpunkt stehen nutzungsabhängige Vergütungen statt einmaliger Abschlussprämien.

Die neuen Anreizsysteme umfassen:

  • Modern Work: 12,5 Prozent Bonus
  • Azure: Gestaffelte Boni zwischen 7 Prozent (Standarddienste) und 12 Prozent (Datenbanken); für KI- und GitHub-Produkte gibt es 10 Prozent
  • Dynamics: 12,5 Prozent Bonus

Für spezifische Projekte stellt Microsoft zusätzliche Fördermittel bereit: bis zu 50.000 Euro für Copilot-Implementierungen, 112.000 Euro für Sicherheitsprojekte und 150.000 Euro für Azure-Migrationen. Voraussetzung: Partner müssen bestimmte KI- oder Sicherheitszertifizierungen nachweisen.

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