Der Chat-Wechsel beschleunigt sich um 20 Prozent – doch Speicherfresser und Sicherheitslücken bleiben.
Performance-Schub mit Schattenseiten
Die neue Version 1.7.00.16254 verkürzt die Verzögerung beim Wechsel zwischen Chats von 2,1 auf 1,7 Sekunden. Rund 92 Prozent der täglichen Nutzer haben bereits auf das Update umgestellt. Auch die Verzögerung bei 720p-Videoanrufen sinkt um 15 Prozent. Zudem behebt Microsoft mehrere Einfrier- und Scrollfehler, die besonders macOS-Nutzer betroffen hatten.
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Doch der Preis bleibt hoch: Im Leerlauf frisst die Desktop-App weiterhin über 1 GB RAM, bei aktiven Videoanrufen klettert der Verbrauch auf 2 GB. Schuld ist die WebView2-Runtime, die das Herz der Anwendung bildet. Microsoft testet einen experimentellen Low-Memory-Modus, der per Kommandozeilen-Flag aktiviert wird. Er spart 150 bis 200 MB RAM – verlangsamt aber etwa die Emoji-Autovervollständigung.
„Wasatch Feather“: Der große Umbau
Ein internes Projekt namens „Wasatch Feather“ soll den Hauptprozess bis Ende 2026 auf unter 300 MB drücken. Das Vorhaben reiht sich ein in die im März 2026 angekündigten Bemühungen, den Speicherverbrauch von Windows-11-Apps zu senken.
KI-Agenten erobern Teams
Am 16. Juni 2026 erreichte Microsoft Copilot Cowork die allgemeine Verfügbarkeit. Der cloudbasierte Agent erledigt eigenständig langlaufende Aufgaben wie Datenanalysen und Berichtserstellung. In der Testphase bewältigte das Tool über 2 Millionen Aufgaben mit einer durchschnittlichen Bearbeitungszeit von 18 Minuten.
Das Abrechnungssystem arbeitet mit Credits: Einfache Aufgaben kosten 5 bis 10 Credits, komplexe Vorgänge über 100 Credits. Administratoren können pro Nutzer Obergrenzen festlegen und die Aktivitäten über ein zentrales Dashboard überwachen.
Nur zwei Tage später brachte Zeta Labs mit „Viktor“ einen Konkurrenten auf den Markt. Viktor arbeitet direkt in Teams-Kanälen und führt mehrstufige Workflows aus – etwa Projekt-Setups oder Datensynchronisation mit Salesforce oder SAP. Das Startup meldet bereits 20 Millionen US-Dollar (rund 18,7 Millionen Euro) Jahresumsatz, gestützt durch eine Series-A-Finanzierung von 75 Millionen US-Dollar.
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Standortermittlung per WLAN – und neue Sicherheitslücken
Das Juni-Update führt eine überarbeitete Check-in-Funktion ein. Sie nutzt WLAN-Ortung: Verbindet sich ein Gerät mit dem Firmennetzwerk, wird der Status automatisch auf „im Büro“ gesetzt. Administratoren können das Framework aktivieren, doch Microsoft betont, dass die Endnutzer der Funktion zustimmen müssen. Historische Bewegungsprofile werden nicht gespeichert. Dennoch gibt es Kritik: Die Funktion ermögliche indirekt die Überwachung von Arbeitszeiten.
Gleichzeitig zeigen Sicherheitsforscher neue Angriffspunkte auf. Die Ransomware-Gruppe DragonForce nutzt einen maßgeschneiderten Hintertür-Code, um Command-and-Control-Traffic im Teams-Relay-System zu verstecken. Mit gestohlenen anonymen Besucher-Tokens umgehen die Angreifer Sicherheitswerkzeuge. Der Einbruch geht auf eine Attacke auf ein US-Dienstleistungsunternehmen im Dezember 2025 zurück – ein Beleg dafür, wie schwer sich große Kollaborationsplattformen gegen professionelle Angreifer verteidigen lassen.

